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Linux: Bilder von mehreren Kameras sortieren

25.01.2019 | 13:32 Uhr | David Wolski

Zeitstempel im Dateinamen: Wenn Bilder aus mehreren Quellen unterschiedliche Namen haben, dann kann sie Digikam immer noch anhand des Aufnahmedatums chronologisch sortieren.

Auf Reisen ist heute oft mehr als eine Kamera mit dabei. Meist komplettieren Bilder aus dem Smartphone die Aufnahmeserien der digitalen Spiegelreflexkamera. Das Resultat sind Bilddateien mit sehr unterschiedlichen Namen. Eine chronologische Sortierung anhand der Dateinamen wird dann nicht möglich sein und auf das Dateidatum ist bei einer nachträglichen Bearbeitung eines Bilds auch kein Verlass. Eine Auswertung der Exif-Metadaten schafft hier Abhilfe.

Generell ist es mit einer Fotoverwaltung wie Digikam ohne Weiteres möglich, Bilder unabhängig von Namen, Zeit der Erstellung oder Zeit der letzten Änderung zu sortieren. Digikam liest das tatsächliche Datum der Aufnahme aus dem Exif-Header.

Für die Sortierreihenfolge nach diesem Kriterium ist in Digikam der Menüpunkt „Ansicht –› Bilder sortieren –› Nach Datum“ zuständig, der die Bilder im Hauptfenster chronologisch auf die Reihe bringt. Digikam ist auch das passende Tool, um das Aufnahmedatum in den Dateinamen zu übernehmen. Alternativ dazu kann das Umbenennen von Bildern mit Exif-Header auch auf der Kommandozeile erfolgen.

Linux: Tipps und Tools für Fotografen

In Digikam: Das Tool zum serienmäßigen Umbenennen von markieren Dateien wird mit der Taste F2 oder über das Menü „Bild –› Umbenennen“ ausgelöst. In der Eingabemaske öffnen Sie mit Klick auf „Datum & Zeit“ die Einstellungen für den Zeitstempel im Dateinamen. Unter „Quelle“ wählen Sie „Bild“, damit die Aufnahmezeit aus dem Exif-Header zur Verwendung kommt. Im Feld „Format“ stehen einige Vorschläge zur Formatierung des Datums zur Auswahl, aber diese sind alle sehr detailliert, jeweils mit Uhrzeit. Um nur Jahr, Monat und Tag zu erhalten, ist die Auswahl des Eintrags „Custom“ nötig, gefolgt von der Angabe der gewünschten Datumsvariablen.

Die Angabe

yyyy-MM-dd_  

liefert beispielsweise eine Datumsangabe wie „2016-08-29“.

Im Terminal: Für eine schnelle und unkomplizierte Methode, JPG-Dateien anhand der enthaltenen Exif-Daten umzubenennen, bietet sich das Tool jhead an.

Es ist in den Repositories von Debian, Ubuntu, Mint, Open Suse und Fedora vorhanden und im Handumdrehen über den Paketmanager installiert – in Debian, Ubuntu und Linux Mint beispielsweise mit diesem Kommando:

sudo apt-get install jhead  

Um den Zeitpunkt der jeweiligen Aufnahme in die Namen aller JPG-Dateien im aktuellen Verzeichnis zu übernehmen, dient dann folgender Befehl:

jhead -n%Y-%m-%d_%f *  

Das Aufnahmedatum ist hier wie im vorangehenden Beispiel mit Digikam ebenfalls im Format „[Jahr]-[Monat]-[Tag]“ angegeben.

Somit macht dieser Befehl aus einem Dateinamen wie „DSC_9354.jpg“ das Ergebnis „2016-08-29_DSC_9354.jpg“.

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