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Linkedin: 18 Mio. Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern für Werbung missbraucht

27.11.2018 | 13:22 Uhr | René Resch

Linkedin soll Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern genutzt haben, um sie mit Werbung auf Facebook zu beliefern.

Das Karrierenetzwerk Linkedin soll rund 18 Millionen Mail-Adressen von europäischen Nutzern für Facebook-Werbung missbraucht haben. Dabei wurden keine Adressen von bestehenden Linkedin-Mitgliedern genutzt. Dies ergab sich aus einer Untersuchung der irischen Datenschutzbehörde, wie die Irish Times berichtet.

Die Untersuchung wurde dabei in Folge einer vorausgegangenen Nutzerbeschwerde eingeleitet. Dabei hatte sich ein Anwender bei der irischen Datenschutzbehörde beschwert, dass er von Linkedin gezielt Werbung auf Facebook erhalten habe, jedoch selbst gar kein Mitglied des Netzwerkes war. Bei der eingeleiteten Untersuchung ergab sich, dass 18 Millionen Anwendern Ähnliches widerfahren ist. In den USA soll Linkedin dabei gezielt Werbung auf Facebook geschaltet und dafür rund 18 Millionen Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern verwendet haben.

Für die Verarbeitung der Daten sei jedoch nicht Linkedin USA verantwortlich, sondern Linkedin in Irland. Der Linkedin-Bereich, der für die USA zuständig ist, habe jedoch die betreffenden Daten verwendet, ohne dass eine Genehmigung vorgelegen habe. Der Datensatz soll dabei verschlüsselt an Facebook übertragen worden sein. Der Vorfall ereignete sich bereits 2017.

Linkedin, das mittlerweile zu Microsoft gehört, soll einige Maßnahmen ergriffen haben, um eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu verhindern. Dazu wurde wohl sogar die Datenverarbeitung für Werbezwecke auf Facebook eingestellt. Linkedin betont, in dem Fall eng mit den irischen Datenschutzbehörden zusammengearbeitet zu haben. Beim Aufrollen des Vorfalls kam heraus, dass Regeln zum Schutz von persönlichen Daten nicht eingehalten wurden. Das Netzwerk bedauere den Vorfall und verspricht, den Datenschutz für Nicht-Mitglieder freiwillig verbessern zu wollen.


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