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LG München: Fake-Shop-Betreiber zu 5 1/2 Jahren Haft verurteilt

08.06.2017 | 15:02 Uhr |

Ein aus München stammender Täter hat mit seinen Fake-Shops einen Schaden von 428.000 Euro angerichtet.

Das Landgericht München I hat einen 35-jährigen Münchener wegen des Betriebs von 19 Fake-Shops zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der Angeklagte hat nach Ansicht des Gerichts in über 700 Fällen hochwertige Elektroartikel verkauft. Im ging es jedoch nur um das Einstreichen des Kaufpreises per Vorkasse, ein Versand der Artikel sei nie geplant gewesen. Noch ist das Urteil aber nicht rechtskräftig.

An den Ermittlungen waren neben der Zentralstelle Cybercrime Bayern auch ausländische Behörden beteiligt. Nach einer Festnahme in Spanien befindet sich der Täter seit Februar 2016 in der Bundesrepublik in Haft. Trotz seiner Bemühungen zur Anonymisierung konnten die Behörden den Täter ermitteln. Der Schaden durch die Fake-Shops beläuft sich laut Gericht auf rund 428.000 Euro. Ob die ca. 750 Geschädigten jemals ihr Geld zurückbekommen, ist jedoch fraglich. 

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