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Leihrad-Anbieter Obike nach nur einem Jahr pleite

11.07.2018 | 13:56 Uhr |

Der erst 2017 in Singapur gegründete Leihrad-Anbieter Obike ist aktuellen Medienberichten zufolge pleite.

2017 wollte der Leihrad-Anbieter Obike aus Singapur in Deutschland und den Niederlanden durchstarten. In mehreren Großstädten stellte das Unternehmen gelbe Fahrräder auf, die Nutzer gegen Gebühr ausleihen konnten. Aktuellen Medienberichten zufolge ist Obike nun nach nur einem Jahr Geschäftstätigkeit pleite.

Dieser Umstand stellt Kunden und die Städte, in denen Obike seine Leihräder aufgestellt hat, vor kleine und große Probleme. In Deutschland und den Niederladen stehen nun mehr als 30.000 Fahrräder, für die aktuell niemand mehr zuständig ist. Wie Florian Paul, Fahrradbeauftragter der Stadt München, gegenüber Spiegel Online erklärt, sei bei Obike seit Wochen und Monaten niemand mehr zu erreichen, der sich um die Entfernung der Räder kümmere.

In einer Lagerhalle in Hamburg warten seit November 2017 ebenfalls 10.000 Obike-Fahrräder vergeblich auf ihren Einsatz. Die Miete für die Lagerung zahlt Obike nicht mehr. Der Vermieter sitzt inzwischen auf Forderungen in Höhe von 35.000 Euro. Obike-Kunden in Singapur und Europa warten zudem vergeblich auf die Rückzahlung ihrer Kaution, die sie für die Nutzung der Obike-Räder entrichten mussten. Kautionsgebühren in Höhe von vier Millionen Euro soll Obike bisher nicht zurückgezahlt haben. Um die Leihräder in den Großstädten wieder einzusammeln, hat Obike inzwischen einen Deal mit Umzug24 vereinbart. Alle Räder die das Unternehmen von den Straßen entfernt, darf Umzug24 behalten.

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