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Waymo versichert Insassen seiner autonomen Autos

20.12.2017 | 10:15 Uhr |

Waymo schließt für die Passagiere seiner selbstfahrenden Autos eine Versicherung gegen Unfallschäden ab.

Update 20.12.2017: Waymo-Insassen sind versichert

Waymo arbeitet laut US-Medienberichten mit dem Versicherungsunternehmen Trov zusammen, um die Insassen seiner autonomen Fahrzeuge gegen Unfallschäden zu versichern. Diese Versicherung soll alle Passagiere absichern, die in Waymos selbstfahrenden Autos mitfahren, ohne dass ein überwachender Waymo-Mitarbeiter mit an Bord ist.

Trov, das bisher auf Geräteversicherungen spezialisiert ist, versichert bei den Waymo-Passagieren deren Eigentum gegen Beschädigungen während der Fahrt und übernimmt Behandlungskosten im Falle eines Unfalls. Die Mitfahrer müssen für die Versicherung nichts bezahlen, Waymo trägt sämtliche Versicherungskosten.

Der Rückversicherer Münchener Rück/Munich Re ist an Trov beteiligt.

Update Ende, Beginn der Meldung vom 8.11.2017:

Bisher muss in autonomen Fahrzeugen, die selbstständig fahren, immer ein Fahrer zur Sicherheit hinterm Steuer sitzen, damit er eingreifen kann, wenn es zu Problemen kommt. Doch das zu Alphabet (dem Mutterkonzern von Google) gehörende Waymo lässt in den USA bereits Erprobungsfahrzeuge auf öffentlichen Straßen fahren, bei denen kein Waymo-Mitarbeiter zur Sicherheit mehr hinter dem Lenkrad sitzt.

Seit Mitte Oktober 2017 sind die autonomen Waymo-Minivans laut US-Medienberichten auf öffentlichen Straßen im US-Bundesstaat Arizona ohne überwachenden Sicherheits-Fahrer hinterm Lenkrad unterwegs. Der Fahrersitz bleibt in diesen Fahrzeugen also leer, wie das Bild zu dieser Meldung zeigt. Das hat Waymo-CEO John Krafcik auf einer Konferenz in Lissabon mitgeteilt.

Allerdings fahren die autonomen Fahrzeuge nicht völlig leer durch die Gegend. Für den Fall der Fälle befindet sich doch noch ein Waymo-Mitarbeiter im Testwagen, um im Notfall eingreifen zu können. Dieser Mitarbeiter sitzt vermutlich hinter dem Fahrersitz.

Außerdem fahren die Waymo-Testfahrzeuge nicht über jede beliebige Straße, sondern nur in einem Bereich von 100 Quadratmeilen um die rund 240.000 Einwohner zählende Stadt Chandler in Arizona. Waymo will das Testareal aber bald ausweiten.

Im nächsten Schritt sollen Passagiere in diesen fahrerlosen PKWs mitfahren. Dabei soll es sich ausschließlich um Teilnehmer am „Early Rider Program“ handeln. Interessenten können sich bei Waymo bewerben. Die Fahrten sind kostenlos und jederzeit sowie in beliebiger Zahl möglich.

Sollte damit alles glatt gehen, plant Waymo den nächsten Schritt: einen kommerziellen, fahrerlosen „Taxi-Service“, bei dem die Kunden via App ein fahrerloses Waymo-Taxi bestellen und sich damit zum gewünschten Zielort fahren lassen. Laut The Verge soll Waymo diesen kommerziellen fahrerlosen Taxi-Service Anfang 2018 in einem Vorort von Phoenix starten.

Dass Waymo seine Testfahrzeuge in Arizona fahren lässt, liegt an den vergleichsweise lockeren gesetzlichen Vorgaben dieses Bundesstaates. So verlangt Arizona zum Beispiel nicht, dass Unfälle mit den autonomen Fahrzeugen öffentlich bekanntgemacht werden. Ebenso wenig muss Waymo in Arizona melden, wie oft die mitfahrenden Waymo-Mitarbeiter eingreifen mussten.

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