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Kundenservice: Bundesnetzagentur macht Druck bei O2

11.09.2017 | 16:09 Uhr |

Nach zahlreichen Beschwerden von Verbrauchern will die Bundesnetzagentur nun auf O2 einwirken. Es geht um den Kunden-Support.

Laut Bundesnetzagentur haben die Beschwerden über den Service des Telekommunikationsanbieters O2 in letzter Zeit deutlich zugenommen. In einem Brief an die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nicole Maisch, bestätigte die Bundesnetzagentur, dass die Hotline von O2 sehr oft nicht erreichbar sei und Verbraucher dadurch häufig in Warteschleifen festhängen würden. In diesem Jahr seien schon 317 Beschwerden über O2 eingegangen, 208 davon drehten sich um die Warteschleifen der O2-Hotline. Rechtlich gesehen könne man dem Anbieter allein für die Warteschleifen keine Vorwürfe machen. Dennoch will die Bundesnetzagentur auf O2 einwirken, um den Ärger der Verbraucher zu reduzieren.

Die Bundesregierung prüft derzeit, ob der Gesetzgeber eine bessere Erreichbarkeit der Hotlines erzwingen könne. Dieses Vorhaben wird auch von der Bundesnetzagentur unterstützt. Gegenüber Golem.de teilte Telefónica Deutschland mit, dass man als größter Mobilfunkanbieter Deutschlands 50 Millionen Kunden betreuen müsse. Die Wartezeiten seien in den vergangenen Wochen und Monaten schon reduziert worden. Dass die Hotline nicht erreichbar sei, sei eine unzutreffende Aussage. Geht es bei Verbrauchern um die Klärung von Problemen im Mobilfunk, so seien die Wartezeiten branchenüblich und durchschnittlich. Im Festnetz-Bereich hingegen sollen bis zum Jahresende kürzere Wartezeiten erzielt werden. 

Ein Mitarbeiter der PC-WELT hat im Festnetz-Bereich von O2 ähnliche Erfahrungen gemacht - die Hotline kickte den Anrufer immer wieder ohne Kommentar aus der Warteschleife, teils nach einer Stunde Wartezeit. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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