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Krypto-Mining behindert Suche nach Aliens

15.02.2018 | 16:49 Uhr |

Die Knappheit leistungsstarker Grafikkarten durch den Krypto-Boom schränkt Forscher bei der Suche an Aliens ein.

Seit 1960 hören Forscher im Rahmen von Seti (Search for Extraterrestrial Intelligence) in die Weiten des Weltraums, um dort Signale von Außerirdischen ausfindig zu machen. In zwei Observatorien wollen Forscher nun ihre Hardware aufrüsten, dem steht jedoch das steigende Interesse am Krypto-Mining im Weg. Die gewünschten Grafikkarten stehen nicht zur Verfügung, da sie zum Erzeugen von Kryptowährungen wie Ethereum benötigt werden und entsprechend vergriffen sind. In den vergangenen Monaten seien Bestellungen häufig ins Leere gelaufen, berichten die Astronomen gegenüber der BBC

Die hohe Rechenleistung aktueller Grafikkarten benötigen die Forscher, da sie so viele Frequenzen aus dem All wie möglich belauschen wollen, da nicht absehbar sei, auf welchen Kanälen Außerirdische mit uns Kontakt aufnehmen. Im Observatorium von Berkeley seien beispielsweise 100 Grafikkarten im Einsatz, die die riesigen Datenmengen mehrerer Teleskope bewältigen müssen. Chiphersteller Nvidia will der Knappheit mit Händler-Vereinbarungen beikommen. So sollen Shops maximal zwei Grafikkarten desselben Modells an einen Kunden versenden. Caseking, Mindfactory, Alternate und Mix halten sich bereits an diese Beschränkungen. Es handelt sich jedoch nur um eine Empfehlung von Nvidia, die Händler halten sich freiwillig an die Begrenzung, um Gamern die begehrten Grafikkarten zur Verfügung zu stellen. Diese gingen in der Vergangenheit immer wieder leer aus.

Angebliches Radiosignal aus dem All stammt wohl von der Erde

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