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Kritische Sicherheitslücken bei HP-Druckern schließen

04.12.2018 | 09:06 Uhr |

Der Druckerhersteller HP hat vor kritischen Sicherheitslücken gewarnt, die zahlreiche Tintenstrahldrucker und entsprechende Kombigeräteserien betreffen. Die Lücken lassen sich von Angreifern dazu verwenden, beliebigen Code auszuführen.

Dazu wird eine präparierte Datei an den Drucker gesendet, die beispielsweise einen Papierstau oder ein Überlaufen des Pufferspeichers verursacht. Eine solche Aktion lässt sich dann dazu ausnutzen, den Schadcode auszuführen. Betroffen sind Modelle aus den Produktreihen Pagewide Pro, Designjet, Officejet, Deskjet und Envy. Vom Hersteller veröffentlichte Firmware-Updates schließen die Lücken.

Druckermodell abchecken: Wollen Sie überprüfen, ob Ihr HP-Drucker zu den angreifbaren Geräten zählt, merken Sie sich zuerst die genaue Druckerbezeichnung – etwa HP Officejet 4650 All-in-One Series – und sehen dann auf der Hinweisseite des Herstellers nach, ob das Gerät in der Liste aufgeführt ist. Die Übersicht betroffener Modelle finden Sie hier. Wenn Ihr Gerät gelistet ist, finden Sie an dieser Stelle gleichzeitig die Versionsnummer der Firmware heraus, mit der Sie die Lücken per Update schließen können. Für das genannte Beispiel des Officejet 4650 etwa das Update mit der Kennung „1830A“.

Die Sicherheitslücken bedrohen das gesamte Tintenstrahl-Portfolio von HP – darunter die Serien Designjet, Officejet, Deskjet, Envy und Pagewide Pro.
Vergrößern Die Sicherheitslücken bedrohen das gesamte Tintenstrahl-Portfolio von HP – darunter die Serien Designjet, Officejet, Deskjet, Envy und Pagewide Pro.
© HP

Zwei Methoden zum Update: In der Regel lassen sich Drucker und Multifunktionsgeräte über zwei Verfahren aktualisieren. Hat Ihr Gerät ein Vorschaudisplay, wählen Sie im Menü unter „Einstellungen“ den Punkt „Aktualisierung“ oder „Update“ aus. Danach sucht der Drucker entweder automatisch nach vorhandenen Aktualisierungen oder startet den Vorgang, sobald Sie auf „Nach Updates suchen“ gedrückt haben. In diesem Fall muss eine Internetverbindung vorhanden sein.

Fehlt Ihrem Drucker ein Display oder hängt er per USB an Ihrem Rechner, führen Sie den Update-Vorgang über Ihren PC aus. Haben Sie die Installations-CD zur Hand, können Sie über den Setup-Vorgang der Installationsroutine auch nach Firmware-Updates suchen lassen. Alternativ öffnen Sie die Drucker-Supportseite des Herstellers und tippen die Modellbezeichnung unter „HP Seriennummer, Produktnummer oder Produktnamen eingeben“ ein – etwa HP Officejet 4650. Bestätigen Sie mit [Enter], kommen Sie zur Support-Seite Ihres Geräts. Unter „Software und Treiber“ finden Sie die aktuelle Firmware-Version. Dabei wird das Betriebssystem in der Regel automatisch erkannt. Ist das nicht der Fall, klicken Sie unter „Erkanntes Betriebssystem“ auf „Ändern“ und wählen Ihre Windows-Version aus. Danach klicken Sie neben dem Eintrag zum Firmware-Update auf „Herunterladen“. Davor vergleichen Sie zur Sicherheit die angezeigte Versionsnummer mit der Angabe, die Sie zuvor auf der Übersichtsliste herausgefunden haben. Den Update-Vorgang starten Sie per Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Achten Sie darauf, dass Ihr Drucker betriebsbereit ist. Der Aktualisierungsvorgang läuft automatisch ab, sobald Sie den Eintrag mit der Druckerseriennummer mit einem Häkchen markiert und mit „Update“ oder „OK“ bestätigt haben. Trennen Sie das Gerät während des Updates nicht von der Stromzufuhr. Der Drucker ist aktualisiert, wenn er neu gestartet wird und danach wieder komplett hochgefahren ist.

Tipp: So verhindern Sie die Übertragung von Drucker-Nutzungsdaten

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