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Kinderpornographie in Skyrim: Spieler muss ins Gefängnis

08.10.2018 | 13:35 Uhr |

Ein Spieler aus England erstellte pornographisches Material mit Kindern aus Skyrim und muss nun ins Gefängnis.

Ein 46-jähriger Mann aus Leeds in England wurde wegen Kinderpornographie verurteilt. Das kuriose: Die Ermittler hatten keine Bilder oder Videos von echten Kindern auf seinem Rechner gefunden, vielmehr erstellte er die Inhalte durch eine modifizierte Version von The Elder Scrolls: Skyrim.

Laut den Ermittlungen entfernte er bei den kindlichen NPCs die Kleidung und ließ diese sexuelle Handlungen durchführen. Davon fertigte er Screenshots und Videos an.

Der Mann aus Armley in Leeds, wurde bereits 2011 für rund 2180 Bilder und 40 Videos von Minderjährigen auf seinem PC verurteilt. In seiner Akte wurde die „Sexual Offences Prevention Order“ (Sopo)" vermerkt, diese verbietet ihm, sich Minderjährigen und bestimmten Orten zu nähern. Diese Kennzeichnung wollte er gerne gelöscht haben und stellte einen Antrag an das entsprechende Gericht.

Aufgrund des Antrags, erschien Anfang Oktober auch die Polizei bei dem Mann und überprüfte seinen PC. Denn der Antrag sollte nur weiterverfolgt werden, sofern kein belastendes Material bei ihm gefunden wird. Die Beamten wurden jedoch fündig: laut den Ermittlungen benutzte er dazu das Spiel Skyrim mit den oben beschriebenen Modifikationen.

Der Mann bekannte sich schuldig und wurde nun zu acht Monaten Haft und zu einer 90-tägigen Teilnahme in einem Programm zur Rehabilitation für Sexualstraftäter verurteilt. Er soll seit Jahren an einer Verletzung der Wirbelsäule leiden, welche ihn stark einschränkt und in seinem Haus von der Außenwelt isoliert. Er sei „fast süchtig nach Videospielen“.

Der zuständige Richter sagte gegenüber der Yorkshire Evening Post: „Es kann schon sein, dass der Angeklagte dachte, dass diese Darstellungen nicht dieselbe Tragweite haben, wie die Bilder, für die er 2011 verurteilt wurde. Darum muss hier eine Minderung in Betracht gezogen werden, weil kein Kind zu Schaden gekommen ist, um die Bilder zu erstellen; es handelte sich um animiertes Material.“

Die Zahl der beim Bundeskriminalamt gemeldeten kinderpornografischen Inhalte hat sich im Jahr 2017 verdoppelt.

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