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Kim Dotcom kann gegen Auslieferung in Berufung gehen

20.12.2018 | 15:58 Uhr | Michael Söldner

Möglicherweise wird Kim Dotcom doch nicht in die USA ausgeliefert. Er kann in Neuseeland in Berufung gehen.

Der umstrittene Unternehmer Kim Dotcom soll nach aktueller Rechtslage von Neuseeland in die USA ausgeliefert werden. Nun hat das Oberste Gericht Neuseelands entschieden, dass Dotcom Berufung gegen dieses Vorhaben einlegen kann. Der seit 2010 in Neuseeland lebende Deutsche wehrt sich schon seit 2012 gegen seine Auslieferung. Mehrere Kläger in den USA werfen ihm Copyright-Betrug und Geldwäsche mit seiner Tauschplattform Megaupload vor. 

Voraussichtlich kann Dotcom im nächsten Jahr vor dem Supreme Court von Neuseeland um eine Anhörung bitten. Damit könnte der im Februar 2017 ergangene Beschluss des neuseeländischen Gerichts, Dotcom wegen begangener Betrugsvergehen in die USA auszuliefern , doch noch aufgehoben werden. In den Vereinigten Staaten würden dem Betreiber und einigen seiner Kollegen lange Gefängnisstrafen drohen. Die mit Megaupload generierten Werbeeinnahmen und Abogebühren ließen die Kassen bei Kim Dotcom klingeln. Zeitweise war Megaupload für vier Prozent des gesamten Internetverkehrs verantwortlich. Angeboten wurden meist urheberrechtlich geschützte Dateien wie Filme und Musik. Da diese meist von den Nutzern selbst hochgeladen wurden, berief sich Dotcom auf die Vertraulichkeit dieser Daten. Nach mehreren Jahren drohten jedoch zahlreiche Gerichtsverfahren, was zu seiner Ausreise nach Neuseeland führte.

Good Life: Kim Dotcoms protziges Musik-Video

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