2291618

Kaspersky begräbt Kriegsbeil mit Microsoft

10.08.2017 | 12:05 Uhr |

Ksspersky hat die Kartellklage vor der EU-Kommission gegen Microsoft wieder zurückgezogen. Die Gründe.

Kaspersky hat die im Juni vor der EU-Kommission gegen Microsoft eingereichte Kartellbeschwerde wieder zurückgezogen. Das teilt Kaspersky in einem Blog-Eintrag mit. Kaspersky hatte Microsoft vorgeworfen, seine dominante Marktstellung bei Windows auszunutzen, um die Antiviren-Software von Drittherstellern aus Windows-10-Systemen zu verdrängen und damit dem eigenen Windows Defender einen Vorteil zu verschaffen.

Microsoft hatte bereits einige Änderungen im Creators Update für Windows 10 gemacht, die Kaspersky allerdings nicht genügten. Nach Gesprächen mit Microsoft wurde nun offenbar ein Ergebnis erzielt. Laut dem Blog-Eintrag ist Kaspersky mit den von Microsoft vorgeschlagenen Änderungen einverstanden, die mit dem Windows 10 Fall Creators Update an die Nutzer ausgeliefert werden. Aus diesem Grund, so heißt es weiter, "haben wir keine anderen Themen, die Microsoft adressieren müsste."

Mit dem Windows 10 Fall Creators Update gewährt Microsoft den Drittanbietern von Sicherheitssoftware die Möglichkeit, über eigene Benachrichtigungen auf dem Desktop die Nutzer zur Aktualisierung und Erneuerung der Software-Lizenz hinzuweisen, bevor und nachdem die alte Lizenz abgelaufen ist. Wenn eine Antiviren-Software abgelaufen ist, dann erschien bisher nur ein Hinweis, den die Nutzer per Mausklick dauerhaft ausblenden konnten. Ab dem Fall Creators Update bleibt der Hinweis so lange sichtbar, bis der Anwender die Lizenz für die Antiviren-Software erneuert oder zu einer anderen Antiviren-Software wie dem Windows Defender wechselt.

Diese und weitere Änderungen seien "dank des Feedbacks der Partner" in das Windows 10 Fall Creators Update eingeflossen, erklärt Microsoft in diesem Blog-Eintrag .

Kaspersky zeigt sich zufrieden: Die von Microsoft langjährig geplanten Änderungen "werden den Cybersecurity-Markt gesünder machen und zu einem besseren Schutz für alle Nutzer führen", so Kaspersky.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2291618