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Fritzbox am Kabelanschluss in Betrieb nehmen

26.09.2018 | 14:14 Uhr |

Kabel-Provider wie Unitymedia und Vodafone/Kabel Deutschland stellen für die Vertragslaufzeit der Internet-Zugänge eine spezielle Fritzbox zur Verfügung. Diese ist für Ihren Anschluss bereits vorkonfiguriert, sodass die Inbetriebnahme in wenigen Minuten erledigt ist.

1. Die Inbetriebnahme einer gemieteten Fritzbox am Kabelanschluss läuft in der Regel immer nach gleichen Muster ab – unabhängig vom Provider. In unserem Beispiel ist Unitymedia der Provider, der Installationsort ist Baden-Württemberg. Liegt ein Kabelanschluss im Haus und ist der Auftrag an den Kabelnetz-Provider bestätigt, übernimmt ein Techniker die Verkabelung vom Übergabepunkt zur Anschlussdose. Dazu wird meist ein Verteiler installiert, da am Kabelanschluss auch das Fernsehprogramm zur Verfügung gestellt wird. Unitymedia-Kunden erhalten die Fritzbox 6490 Cable , die mit einem speziellen Kabel mit der Anschlussdose und per Netzteil mit dem Stromnetz verbunden verbunden wird. Danach schließen Sie die Fritzbox über das mitgelieferte Netzwerkkabel an Ihren PC an.

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2. Über die eindeutige MAC-Adresse, die an der Gehäuseunterseite zu finden ist, kann der Kabelnetz-Provider nun direkt auf die Fritzbox zugreifen und die Konfiguration einspielen. Dazu zählen unter anderem die Geschwindigkeit abhängig vom Tarif, die Telefonnummern und (falls gebucht) eine feste IP-Adresse. Dieser Vorgang wird als Provisionieren bezeichnet und kann bis zu 24 Stunden dauern. Hier müssen Sie Geduld mitbringen. Da der Vorgang automatisch abläuft, lässt er sich nicht beschleunigen – jedenfalls nach Aussage der Provider. Bis zum Abschluss der Provisionierung können Sie auf die Fritzbox zugreifen, ins Internet kommen Sie aber noch nicht, und auch das Telefonieren ist nicht möglich.

Automatische Einrichtung der Internetverbindung.
Vergrößern Automatische Einrichtung der Internetverbindung.

3. Ist die Provisionierung abgeschlossen, steht Ihre Internetverbindung, und alle an der Fritzbox angeschlossenen Geräte sind online. An dem PC, der per LAN-Kabel mit der Fritzbox verbunden ist, öffnen Sie die Fritzbox-Oberfläche, indem Sie entweder „fritz.box“ oder die IP-Adresse „192.168.178.1“ in die Adresszeile eines Webbrowsers eingeben. Die Kabelboxen werden von den Providern mit einer speziell angepassten Firmware versorgt – sie kann nicht vom Kunden aktualisiert werden. Der Versionsstand hängt immer einige Monate hinter der Firmware hinterher, die AVM für Fritzboxen im Handel zur Verfügung stellt. In der Oberfläche sehen Sie unter „Verbindungen“ die öffentliche IP-Adresse der Fritzbox und darunter die Zahl der registrierten Telefonnummern. Im Abschnitt „Anschlüsse“ wird hinter „Kabel“ die Down- und Upstream-Geschwindigkeit angezeigt. Prüfen Sie, ob die Angaben mit Ihrem gebuchten Tarif übereinstimmen.

Überblick über die Fritzbox.
Vergrößern Überblick über die Fritzbox.

4. An der Fritzbox gibt es keine spezifischen Einstellungen für den Internetzugang über Kabel. Sie können lediglich unter „Internet –› Kabel-Informationen“ einige Details erfahren. In dieser Übersichtsgrafik sehen Sie die Eigenschaften der Fritzbox, der Kabel-Internetverbindung und der CMTS-Netzgegenstelle.

Informationen zu Kabel-Internet.
Vergrößern Informationen zu Kabel-Internet.

5. Zu Ihrem Fritzbox-Cable-Modell sind auch die Telefonnummern zugeordnet, die Sie vom Provider erhalten haben. Eine Übersicht rufen Sie unter „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ auf. Achten Sie darauf, dass das Symbol am Anfang der Zeile vor der Rufnummer grün eingefärbt ist. Nur dann können Sie über die jeweilige Rufnummer telefonieren.

Diese Rufnummern sind Ihnen zugteilt.
Vergrößern Diese Rufnummern sind Ihnen zugteilt.

6. Sie können festverkabelte Telefone beziehungsweise DECT-Mobilteile hinzufügen und den Geräten feste Rufnummern zuweisen. Gutes Extra: Jeder Rufnummer ist eine Vorauswahl zugeordnet (siehe im Bild), die Sie bei jedem neuen Telefongespräch nutzen können, um über eine bestimmte Nummer zu telefonieren – unabhängig davon, wie die an der Fritzbox angeschlossenen Telefone eingerichtet sind. Möchten Sie beispielsweise die Rufnummer 030- 1234567 über Ihre Nummer 205550310 anrufen, dann wählen Sie *126#030-1234567.

Eigene Fritzbox am Kabelanschluss betreiben

AVM hat in der Vergangenheit bereits die Kabel-Provider wie Unitymedia und Vodafone/Kabel Deutschland mit Fritzboxen versorgt. Seit August 2016 verkauft AVM die Fritzboxen für den Kabelanschluss wie 6590 Cable, 6490 Cable und 6430 Cable auch an Endkunden. Beim Kabelnetz-Betreiber Unitymedia ist der Wechsel auf eine eigene Fritzbox nach eigener Erfahrung sehr einfach: Rufen Sie die Hotline unter 0221 466 191 00 an und übermitteln Sie die MAC-Adresse der eigenen Fritzbox und die zugehörige Seriennummer, damit sie sich dem Kundenkonto zuordnen lässt. Beachten Sie: Bei Fritzboxen der Kunden ist Unitymedia bei Leitungsproblemen nur noch bis zur Multimedia-Dose verantwortlich, ein Zugriff auf die angeschlossene Fritzbox des Kunden zur Fehlerdiagnose ist nicht möglich. Zur Inbetriebnahme schließen Sie etwa die Fritzbox 6590 Cable an. Es dauert dann wenige Minuten, bis sie synchronisiert und betriebsbereit ist. Für das Einrichten der SIP-Telefonie unter „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ sind in Ihrem persönlichen Kundencenter die entsprechenden Zugangsdaten hinterlegt.

Ähnlich einfach macht es Vodafone/Kabel Deutschland seinen Kabel-Kunden. Ist der eigene Router an der Multimedia-Antennendose angeschlossen, leitet der Webbrowser einen Seitenaufruf automatisch an das Aktivierungsportal weiter. Hier werden Sie Schritt für Schritt durch die Anmeldung geführt.

Siehe auch: Zehn Zubehör-Tipps rund um die Fritzbox

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