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Ist Ihr Rechner stark genug für Virtual Reality?

04.07.2017 | 15:10 Uhr |

Mit einem Benchmark können Sie testen, ob Ihr PC die notwendige Leistung für den Einsatz einer VR-Brille mitbringt.

Um mit einer VR-Brille wie der HTC vive oder der Oculus Rift in virtuelle Welten einzutauchen, brauchen Sie nicht nur die Brille. Auch Ihr PC muss entsprechend leistungsfähig sein, um die Spielszenen flüssig darstellen zu können – auf jeden Fall leistungsfähiger als bei entsprechenden 3D-Spielen.

HTC und Oculus geben für ihre Brillen jeweils eine Minimal- und eine empfehlenswerte Konfiguration an. Während die Vorgaben für Betriebssystem und Arbeitsspeicher eindeutig sind, sind für Prozessor und Grafikkarte nur bestimmte Beispielmodelle angegeben – die Oculus Rift etwa benötigt eine GPU wie die Nvidia Geforce GTX 970, AMD R9 290 oder besser. Das hilft Ihnen nicht weiter, wenn Sie eine andere CPU oder GPU in Ihrem System haben und nicht wissen, wie deren Leistung im Vergleich zu den angegebenen Komponenten einzuordnen ist.

Die besten Benchmarks: PC-Tempo selbst messen

PC mit einem VR-Benchmark testen. Mit dem Test-Programm VR Mark von Futuremark können Sie die konkrete Konfiguration Ihres Rechners vor dem Kauf einer Brille auf VR-Tauglichkeit testen. Dafür muss keine VR-Brille angeschlossen sein: Der Test simuliert entsprechende Abläufe auf einem normalen PC-Monitor, auf dem Sie dann die beiden Bilder für das linke und rechte Auge nebeneinander sehen, die die Brille zu einer VR-Darstellung zusammenfügen würde.

Die kostenlose Basis-Version des VR Mark bietet zwar nur einen einzigen Testdurchlauf. Die „Orange Room“ genannte Sequenz genügt aber für eine Einschätzung der VR-Leistungsfähigkeit des PCs. Die Anforderungen des zweiten Tests „Blue Room“ liegen deutlich höher als die Empfehlungen für Vive und Rift. Wollen Sie sichergehen, dass Ihr Rechner auch für künftige VR-Brillen stark genug ist, können Sie die VRMark Advanced Edition für 20 Dollar erwerben.

Nachdem Sie den VRMark heruntergeladen haben, wählen Sie Deutsch als Installationssprache. Haben Sie das Programm installiert und gestartet, klicken Sie auf die Schaltfläche „Benchmark“ um das Programm zu starten. Der Test dauert rund eine Minute und berechnet die Bilder mit einer Auflösung von 2264 x 1348 Pixel. Als Ergebnis erhalten Sie eine Punktzahl und eine Aussage, ob der Rechner VR-tauglich ist. Ein Rechner, der VR-tauglich ist, schafft in diesem Test 5000 Punkte. Ein System, das die Mindestanforderungen für die Oculus Rift erfüllt, kommt auf rund 3700 Punkte.

Die besten VR-Brillen

Außerdem sehen Sie die durchschnittliche Framerate im Test, also wie viele Bilder pro Sekunde der PC im VR Mark berechnen konnte. Rechts daneben steht die Framerate, die ein System schafft, das mit der empfohlenen Hardware arbeitet. Ganz rechts steht das Ergebnis eines PCs, das die minimalen Hardwareanforderungen erfüllt. Idealerweise liegt das Ergebnis Ihres Rechners höher als diese beiden Ergebnisse.

Zusätzlich bietet der Test noch einen sogenannten Erlebnismodus: Mit diesem können Sie sich in einem begrenzten Umfeld des Tests-Szenarios frei bewegen und zum Beispiel nach oben und unten und zur Seite schauen. Das ist natürlich vor allem mit einer VR-Brille eindrucksvoll. Aber auch am Monitor können Sie die Blick- und Bewegungsrichtung mittels Maus und den Bewegungstasten W, A, S und D selbst bestimmen sowie per Leertaste eine Taschenlampe einschalten.

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