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Invoke: Cortana-Speaker von Harmon Kardon ausprobiert

23.10.2017 | 12:05 Uhr |

Invoke soll Microsofts Antwort auf Amazon Echo und Google Home sein. Der smarte Cortana-Lautsprecher läuft aber mit Linux! Harman Kardon fertigt den Speaker mit edlem Metallgehäuse. Update 23.10.: Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley probiert den Invoke aus.

Update 23.10.: Invoke ausprobiert

Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley hat den Invoke bereits ausprobiert. Wir fassen das Hands-On von Jo Foley zusammen.

Die Einrichtung geht einfach und schnell, so Jo Foley. Sofern man Cortana bereits auf einem Windows-10-PC mit dem Creators Update oder auf einem Smartphone nutzt. Sie verbinden den Invoke mit einer Steckdose und pairen ihn dann zum Beispiel mit einem Smartphone, auf dem Cortana läuft.

Mit „Hey Cortana“ starten Sie den smarten Lautsprecher. Danach können Sie Erinnerungen und Kalendereinträge in Outlook per Sprachbefehl erstellen und Musik abspielen lassen – von iHeartRadio, Spotify Premium und TuneIn. Pandora soll bald folgen, ebenso SoundCloud und Deezer. Auch Skype-Telefonate lassen sich problemlos starten.

Genauso wie Alexa Echo und Google Home beantwortet Cortana Wissensfragen und rechnet Maßeinheiten um. Cortana liest Nachrichten vor oder den Wetterbericht. Insgesamt gibt es aber noch vergleichsweise wenig „Skills“ für Cortana. Zum Vergleich: Für Amazon Alexa gibt es zehntausende Skills.

Der Invoke erfasst mit seinen sieben Mikrofonen rundum alle relevanten Geräusche. Im Test von Jo Foley verstand der Invoke die meisten Befehle, auch aus mehreren Metern Entfernung.

Gelegentlich konnte Cortana Befehle aber nicht ausführen und es kam ein paar Mal zu Verbindungproblemen mit dem WLAN.
Die Klangausgabe empfand Jo-Foley als beeindruckend. Das kann man von dem Soundspezialisten Harmon-Kardon aber auch erwarten. Sie können die Lautstärke über den Bedienring an der Oberfläche oder per Sprachbefehl regeln.

Doch Jo Foleys ernüchterndes Fazit: Der Harmon-Kardon-Speaker ist solide, doch er ist nichts, was die ausgewiesene Windows-Expertin dringend benötigen würde. Der Invoke ist also eher eine Kuriosität, aber kein Must-Have.

Update Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung

Microsoft verkauft in den USA ab dem 22. Oktober 2017 seine Antwort auf Amazon Echo mit Alexa, Google Home mit Google Assistant und den kommenden Apple Homepod mit Siri : Invoke, einen Lausprecher von Harmon Kadon mit Cortana. Preis: 199,99 Dollar. Der Invoke ist wahlweise in der Farbe Graphit/Schwarz oder Pearl/Silber erhältlich.

Der Leaker „The Walking Cat“ hat auf Twitter den Link zu der entsprechenden Webseite im Microsoft Online Store veröffentlicht. Microsoft hat die entsprechende Seite aber schon wieder offline genommen.

Nach den Informationen auf dieser mittlerweile wieder verschwundenen Seite will Microsoft den smarten Lautsprecher in zwei unterschiedlichen Farben anbieten: Graphite (schwarz) und Pearl Silver. Beide sollen jeweils 199,95 US-Dollar kosten. Allerdings ist dieser Preis nicht in Stein gemeißelt, andere US-Medien berichten, dass der Preis eher bei 150 Dollar liegen soll. In jedem Fall wäre der Microsoft-Speaker teurer als Amazon Echo oder Google Home, allerdings soll im Preis ein 6-Monats-Abo für Skype-Telefonate zu Handy- und Festnetzanschlüssen in den USA enthalten sein. Der höhere Preis dürfte zudem durch das hochwertige Metallgehäuse gerechtfertigt sein.

Der Invoke soll 360-Grad-Sound bieten. Mit 3 Tieftonlautsprecher und 3 Hochtonlautsprecher. Im Bereich Smart Home soll der Invoke vom Start weg Nest, Phillips Hue, Smarthings, Wink und Insteon unterstützen. Sieben Mikrofone sollen dafür sorgen, dass der Invoke den Benutzer immer und überall versteht. Wenn Cortana arbeitet, signalisiert das ein leuchtender Metallring an der Oberseite. Alle technischen Daten des rund 1 Kg schweren Gerätes sind hier geleakt.

Microsoft hatte bereits 2016 angekündigt, dass Harman Kadon einen Lautsprecher mit Cortana an Bord für die Redmonder bauen soll. Danach wurde es aber leise um den Echo-Rivalen. Welchen Namen das neue Produkt tragen soll, war lange unbekannt, durch den Leak scheint nun aber der Name „Invoke“ fest zu stehen.

Interessant: Der smarte Lautsprecher läuft nicht etwa mit Windows (embedded), sondern mit Linux! Die Verbindung zum Router und zu anderen Geräten stellt der Harmon-Kadon-Speaker via WLAN her. Bluetooth ist ebenfalls vorhanden. Auf dem Linux-Unterbau arbeitet dann aber das bekannte Cortana von Windows 10. Übrigens versucht Microsoft Cortana auch Automobil-Herstellern schmackhaft zu machen: BMW beispielsweise hat Cortana in seinen Fahrzeugen bereits ausprobiert. Microsoft entwickelt derzeit außerdem einen Thermostaten mit Cortana: Microsoft Glas.

Gerüchte, dass der smarte Microsoft-Harman-Kardon-Speaker sich eher an professionelle Anwender richten könnte, haben sich bisher nicht bestätigt. Im Microsoft Store wurde der Speaker auf der mittlerweile entfernten Webseite ausdrücklich für den Bereich „Home“ angepriesen.

Der Einsatzzweck des neuen Lautsprechers dürfte vergleichbar mit dem von Echo und Google Home sein. Entscheidend wird sein, wie intelligent das Gerät sein wird und wie viele Funktionen es für das Smart Home, Unterhaltung, Telefonate, Terminplanung etc. bietet.

Der Harmon-Kadon-Speaker wird vorerst nur in den USA angeboten. Verkaufsstart in den USA ist der 22. Oktober 2017. Wann Der Speaker auch außerhalb der USA erhältlich sein wird, ist derzeit noch unbekannt.


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