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DSL-Tempo: So überprüfen Sie Ihre Verbindung

27.01.2020 | 08:03 Uhr |

Bei DSL-Problemen stellt sich immer die Schuldfrage: Liegt es am Provider oder an Ihnen? Mit speziellen Infos aus dem Router bekommen Sie umgehend eine Antwort: Damit lassen sich sofort Tempobremsen lösen und die Onlineverbindung stabilisieren.

Die Leitung ist okay. Diesen Satz hören wahrscheinlich am häufigsten, wenn Sie wegen mickriger DSL-Geschwindigkeit beim Support von Telekom, 1&1 oder anderen DSL-Providern anrufen. Und das müssen Sie glauben – außer, Sie haben einen Router, der Infos zu Ihrer DSL-Verbindung liefert, die Ihnen der Provider vorenthält.

Doch damit haben Sie nicht nur stärkere Argumente bei einer Beschwerde. Die detaillierten DSL-Infos unterstützen Sie auch beim Internet-Troubleshooting. Denn nicht immer ist der Provider schuld, wenn die DSL-Verbindung lahmt oder es zu häufigen Re-Syncs kommt: Schlechte Kabel, störende Netzteile oder Powerline-Adapter im eigenen Haushalt können ebenfalls die Datenrate des Internetanschlusses reduzieren.

Mit diesem Artikel bekommen Sie den Durchblick zu den Infos, die für DSL-Tempo und -Stabilität entscheidend sind, und außerdem Tipps, mit denen Sie in der Fritzbox beides verbessern können.

Diese Router rücken spezielle DSL-Infos heraus 

Ganz einfach kommen Sie mit einem Fritzbox-Modell für den DSL-Anschluss an die entsprechenden Infos zu Ihrem Online-Anschluss. Dazu müssen Sie nur das Routermenü aufrufen. Dort finden Sie die entsprechenden Menüs und Einstellungen im Bereich „Internet –› DSL-Informationen“.

Andere Router zeigen Ihnen derartige Informationen nicht: Meist sehen Sie hier lediglich die aktuelle Geschwindigkeit der DSL-Verbindung. Bei einigen Geräten, etwa den Speedport-Routern der Telekom, müssen Sie ein verborgenes Menü aktivieren, um an zusätzliche Infos zu kommen. Wie das geht, lesen Sie im Kasten.

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Tempo und Verbindung: Grundlegende DSL-Infos in der Fritzbox

Im ersten Menü unter „Übersicht“ bekommen Sie die grundlegenden Verbindungsinfos auf einen Blick präsentiert: In einer Grafik sehen Sie Ihre Fritzbox auf der linken Seite samt der Version des im Router installieren DSL-Modem-Treibers unter „DSL-Version“. Auf der rechten Seite steht die Gegenstelle des DSL-Providers: In diesem sogenannten DSLAM, der sich in einer Vermittlungsstelle oder als Outdoor-Variante in unmittelbarer Nähe Ihrer Wohnung befindet, endet das Kupferkabel Ihres Telefonanschlusses, über das die DSL-Signale laufen. Es steckt dort in einer Linecard, deren Hersteller (zum Beispiel Adtran oder Huawei), Chipsatz und Treiberversion Sie ebenfalls in der Fritzbox-Übersicht sehen. Wenn es bei Ihrer Verbindung zu Instabilitäten und Abbrüchen kommt, lohnt sich eine Internetrecherche mit diesen Infos, um zu sehen, ob andere DSL-Kunden mit ähnlichen Konfigurationen auch Probleme haben.

Kommt es nach einem Fritz-OS-Update zu Problemen, können Sie ausprobieren, ob ein Wechsel zu einem älteren DSL-Treiber diese löst. Dazu klicken Sie im Fritzbox-Menü auf die Registerkarte „Störsicherheit“ und markieren die Option „Vorherige DSL-Version verwenden“. Nach einem Klick auf „Übernehmen“ startet der Router neu und spielt den vorherigen DSL-Treiber ein.

In der Mitte der Grafik zeigt die Fritzbox die aktuelle Geschwindigkeit der DSL-Verbindung im Download (Pfeil nach links) und Upload (Pfeil nach rechts). Darunter steht die geschätzte Leitungslänge des Kupferkabels von Ihrem Router bis zum DSLAM. Die kann einen Hinweis darauf geben, ob grundsätzlich bei Ihnen noch mehr DSL-Tempo möglich wäre – denn je kürzer das Kupferkabel, desto höhere Bandbreiten sind per DSL möglich. Bei einer Länge unter 500 Meter könnte der Provider zum Beispiel grundsätzlich Super-Vectoring mit einer Downloadrate von bis zu 250 MBit/s anbieten. Ob das tatsächlich möglich ist, finden Sie aber nur über eine Verfügbarkeitsprüfung auf der Webseite des Providers heraus beziehungsweise, indem Sie den Provider direkt anschreiben und nach seinen Ausbauplänen fragen. Denn nur der DSL-Anbieter kennt neben der Leitungslänge die weiteren wichtigen Kriterien wie Kabelqualität, Kabelquerschnitt und Isolierung, die Auswirkungen auf das maximal mögliche DSL-Tempo haben. Denn an sich ist nicht die Länge des Kabels allein entscheidend für die Bandbreite, sondern wie sehr das DSL-Signal auf dieser Strecke gedämpft wird.

Unter der Grafik zeigt die Fritzbox, wie lange die derzeitige DSL-Verbindung besteht: Ein längerer Zeitraum spricht dafür, dass die Onlineverbindung sehr stabil funktioniert und die Fritzbox nicht veranlasst war, sich aufgrund eines schlechten Signals neu mit dem DSLAM zu verbinden. Steht hier häufig nur eine kurze Zeitspanne, kann das Gegenteil der Fall sein – sofern Sie dies nicht selbst durch Neustarts des Routers verursacht haben. Wann, wie oft und aus welchen Gründen sich die Fritzbox neu verbinden musste, lesen Sie im Ereignisprotokoll des Routers. Rufen Sie dazu „System –› Ereignisse“ auf, und wählen Sie aus dem oberen Menü „Internetverbindung“ aus.

Außerdem erfahren Sie, welchen DSL-Standard Ihre Verbindung nutzt. Bei VDLS-Verbindungen kommt meist VDSL 2 mit dem Profil 17a zum Einsatz – das sogenannte Vectoring mit einer maximalen Downloadrate von 100 MBit/s. Die Zahl steht für die Frequenzbandbreite, die zur Übertragung von Signalen genutzt werden kann: Beim Profil 17a sind es zum Beispiel 17,664 MHz, wie Sie in der Fritzbox im Reiter „Spektrum“ in der unteren Grafik sehen. Super-Vectoring arbeitet mit Profil 35b und einer Bandbreite von knapp über 35 MHz: Unter anderem deshalb ermöglicht es Datenraten von bis zu 250 MBit/s.

Geheimes Speedport-Menü: DSL-Infos im Telekom-Router

In den Speedport-Routern der Telekom müssen Sie ein geheimes Menü aktivieren, um an wichtige DSL-Infos zu kommen. Je nach Speedport-Modell führen unterschiedliche Web-Adressen zu den verborgenen Routermenüs. Beim LTE-Router Speedport Hybrid rufen Sie sie zum Beispiel mit http://speedport.ip/engineer/html/dsl.html auf, beim Speedport Smart 3 mit http://speedport.ip/engineer/html/version.html . Die entsprechenden URLs für andere Telekom-Router finden Sie hier .

Zunächst müssen Sie sich auf der normalen Menüseite des Routers anmelden. Anschließend öffnen Sie ein weiteres Browserfenster und geben dort die passende URL ein – nun sollte sich das verborgene Menü öffnen. Dort finden Sie im Abschnitt „DSL“ ähnlich wie bei einer Fritzbox die wichtigsten Infos zur DSL-Verbindung: Neben der tatsächlichen und möglichen Datenrate auch Angaben zum Signal- Rausch-Abstand („SNR Margin“) und zur Leitungsdämpfung („Line Attenuation“). Je nach verwendetem DSL-Chipsatz im Router bekommen Sie dB-Werte, die direkt mit den Angaben in der Fritzbox vergleichbar sind, oder einfache Zahlenwerte, die in einem bestimmten Verhältnis umgewandelt werden müssen, um die echten dB-Werte zu erhalten.

So schnell und stabil ist Ihre DSL-Verbindung 

Die wichtigsten Infos zum aktuellen Zustand des DSL-Anschluss zeigt die Fritzbox im Reiter „DSL“. In der ersten Zeile sehen Sie die maximal mögliche Datenrate zwischen Fritzbox und dem DSLAM des Providers für Download (Empfangsrichtung) und Upload (Senderichtung): Diese Zahlen sollten der vertraglich vereinten Bandbreite des Internetanschlusses entsprechen. Wenn sie deutlich niedriger liegen, können Sie die Fritzbox auffordern, sich erneut zu verbinden über „Internet –› Online-Monitor –› Neu verbinden“. In vielen Fällen wird sich die Datenrate aber nicht verändern, weil sie der Provider herabgesetzt hat durch Digital Line Management (siehe Kasten). Bleibt die Datenrate auch nach einigen Wochen niedriger als vertraglich vorgesehen, sollten Sie sich mit den entsprechenden Werten der Fritzbox an den Provider wenden und um eine Erklärung für die Drosselung bitten.

Im Idealfall liegen die Zahlen in den Zeilen „Aktuelle Datenrate“ und „DSLAM-Datenrate Max.“ nahe beieinander – dann surfen Sie tatsächlich mit der vertraglich vereinbarten Bandbreite. Mit Ihrem VDSL-Tarif haben Sie aber keinen Anspruch auf eine bestimmte, festgelegte Datenrate: Die Geschwindigkeiten gelten immer nur mit der Einschränkung „bis zu“, denn für jeden Tarif gibt es neben der maximalen Datenrate, die die Provider in der Werbung verkünden, auch eine minimale Geschwindigkeit. Nur wenn das DSL-Tempo darunter liegt, haben Sie einen Grund zur Reklamation. Bei einem VDSL- 50-Tarif der Telekom zum Beispiel liegt diese Minimalgeschwindigkeit bei 27,9 MBit/s im Download und 2,7 MBit/s im Upload. Die zutreffenden Geschwindigkeiten für Ihren Tarif sind in der Leistungsbeschreibung in den jeweiligen AGBs zu finden.

Die maximale Leitungskapazität, die die Fritzbox angibt, ist eine Schätzung der möglichen Datenrate auf Grundlage der aktuellen Übertragungsbedingungen. Sie kann ein Hinweis darauf sein, dass über den DSLAnschluss eine höhere Bandbreite mit einem passenden Tarif möglich wäre. Ob das tatsächlich so ist, kann aber nur der Provider beurteilen – gegebenenfalls nach einer Prüfung der in Frage stehenden Verbindung. Die können Sie bei Problemen auch online veranlassen über die Webseite www.telekom.de/hilfe/hilfe-bei-stoerungen .

Praxis-Check: So viel Bandbreite kommt bei Ihnen an

Zwischen der DSL-Bandbreite, die die Fritzbox anzeigt, und der, die bei Ihrem PC oder Notebook ankommt, kann es einen deutlichen Unterschied geben. Wenn es also beim Videoschauen zu Aussetzern kommt oder Webseiten sich nur langsam öffnen, sollten Sie zunächst das Praxis-Tempo des DSL-Anschluss am Rechner testen. Das erledigen Sie zum Beispiel über den Dienst der Bundesnetzagentur unter breitbandmessung.de . Liegt dieser Wert deutlich unter dem, den die Fritzbox bei der aktuellen Datenrate anzeigt, sollten Sie die Verbindung zwischen Rechner und Router überprüfen oder verändern – zum Beispiel von WLAN auf LAN-Kabel umsteigen.

DSL-Störungen sofort erkennen und beheben

Wie gut Ihre DSL-Leitung aktuell ist, verraten die Werte in den Zeilen „Störabstandsmarge“ und „Leitungsdämpfung“. Beide Werte sind in dB angegeben. Als Faustregel gilt: Die Zahl bei Störabstandsmarge sollte möglichst hoch, die bei Leitungsdämpfung möglichst niedrig sein. Die Störabstandsmarge gibt an, wie viel Puffer die Fritzbox hat, um auf Störungen auf der Leitung zu reagieren, ohne dass ein Resync der Verbindung ausgelöst wird. Normalerweise sollte sie bei mindestens 6 bis 7 dB liegen.

Üblicherweise überprüft der Provider vor der Schaltung eines DSL-Anschlusses anhand der Störabstandsmarge und der Leitungsdämpfung, ob eine bestimmte Geschwindigkeit sich an Ihrem Anschluss ohne Störungen erreichen lässt. Dabei gelten bestimmte Grenzwerte: Die können Sie allerdings mit den Angaben in der Fritzbox nicht ermitteln, um sicher festzustellen, dass Sie an der aktuellen Leitung ein höheres DSL-Tempo bekommen könnten.

Einen zuverlässigen Hinweis auf Störungen in der DSL-Verbindung liefert der Fehlerzähler unten auf dieser Seite. Handeln sollten Sie vor allem, wenn die Fritzbox eine hohe Fehleranzahl auf der rechten Seite bei den „Nicht behebbaren Fehlern“ meldet. Normalerweise macht sich dies auch durch wiederholte Verbindungsabbrüche bemerkbar: Ob dies bei Ihnen der Fall ist, prüfen Sie durch einen Blick ins Ereignisprotokoll.

Powerline: 11 Tipps, wie Sie die Geschwindigkeit erhöhen

Als schnelle Hilfe können Sie die Störsicherheit in der Fritzbox erhöhen: Das entsprechende Menü finden Sie unter „Internet –› DSL-Informationen“. Je nachdem, in welche Richtung die CRC-Fehler auftauchen, setzen Sie den Regler in der Zeile „Angestrebte Störabstandsmarge“ einen Schritt von „maximale Performance“ näher zu „maximale Stabilität“. Beobachten Sie nun über einen längeren Zeitraum die Zahl der CRC-Fehler. Ändert sich nichts, setzen Sie die Markierung einen Schritt weiter nach links. Dabei reduziert sich jedes Mal die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit der DSL-Verbindung.

Außerdem sollten Sie nach Ursachen für die schlechte Verbindung bei Ihnen zu Hause suchen: Eine defekte TAE-Dose oder ein kaputter DSL-Splitter, minderwertige, teilweise defekte oder zu lange DSL-Kabel zur Fritzbox oder auch verschlissene Kontaktbuchsen am Router und Telefondose kommen dafür in Frage. Tauschen Sie Schritt für Schritt das entsprechende Equipment aus, um den Fehler einzugrenzen. Schließlich können Sie auch mit einem anderen DSL-Modem oder DSL-Router prüfen, ob sich die Verbindung stabilisiert.

Ein weiterer Störfaktor für eine VDSL-Verbindung kann ein Powerline-Netzwerk sein, das Sie zu Hause einsetzen: Wie Sie dieses Problem beheben, steht im Kasten.

DSL-Störungen durch Powerline beheben

VDSL und Powerline können sich ins Gehege kommen. Da beide Techniken teilweise gleiche Übertragungsfrequenzen nutzen, kann der Datentransfer übers Powerline-Netzwerk die VDSL-Bandbreite reduzieren oder sogar die Verbindung zwischen DSL-Router und DSLAM unterbrechen. Das passiert, weil die Stromleitungen, die Powerline nutzt, meist nicht geschirmt sind und deshalb Störsignale an das Telefon-/ DSL-Kabel weitergeben. Im Ereignisprotokoll hält das die Fritzbox zum Beispiel durch die Meldung „Fehler bei DSL-Übertragung (CRC-Fehler): Der Fehler wurde möglicherweise durch Powerline verursacht“ fest.

Bei Powerline-Adaptern von AVM beseitigen Sie deren Störpotenzial direkt im Fritzbox-Menü unter „Internet –› DSL-Informationen –› Störsicherheit“. Klicken Sie dazu auf „Störungen erkennen und beheben“.

Bei Powerline-Adaptern von anderen Herstellern finden Sie eventuell ein Firmware-Update oder ein passendes Tool, das dieses Problem beheben kann: Bei TP-Link holen Sie sich zum Beispiel das Dienstprogramm tpPLC Utility, bei Devolo-Modellen die aktuelle Version des Devolo Cockpit. 

Nachhaltiger DSL-Check: Das bringen geänderte Einstellungen

Störungen auf der DSL-Strecke kommen häufig vor. Das größte Problem ist Übersprechen – Crosstalk genannt: Eine elektromagnetische Kopplung zwischen zwei Leitungen bewirkt, dass das Signal auf einer Leitung auf einer anderen als Störung wahrgenommen wird – dieses Problem soll Vectoring in den Griff bekommen.

Eine andere Störquelle ist plötzlich auftretende elektromagnetische Strahlung, die auf die DSL-Leitung einwirkt, etwa durch Blitzeinschläge oder schlecht gefilterte Netzteile. Da sie meist nicht häufig vorkommt, macht sie sich selten in einem veränderten Wert der Störabstandsmarge bemerkbar. Sie kann aber vor allem bei zeitkritischen Onlineanwendungen nerven, wie zum Beispiel beim Internetfernsehen, wo schon wenige Fehler sichtbare Bildstörungen auslösen können.

Ob bei Ihrer DSL-Verbindung ein kurzzeitiges oder langfristiges Problem vorliegt, überprüfen Sie mit der Statistik-Funktion der Fritzbox. Hier zeigt Ihnen der Router in Balkendiagrammen, wie sich die Störabstandsmarge in Empfangsrichtung entwickelt, wann und wie häufig CRC-Fehler auftreten und wie oft der Router eine erneute Synchronisation mit dem DSLAM vornehmen musste. Unten auf der Seite wechseln Sie den Zeitraum der angezeigten Auswertung von 24 Stunden auf eine Woche.

Provider-Drossel: Darum wird Ihr DSL plötzlich langsamer

Wenn Sie auf der Suche nach Lösungen bei DSL-Problemen im Internet recherchieren, stoßen Sie oft auch Spezialforen: Hier sind viele Nutzer unterwegs, die sich intensiv mit den DSL-Werten beschäftigen, die die Fritzbox anzeigt. Für Tempo-Probleme bei VDSL machen die Experten dabei häufig das Eingreifen von DSM, DLM oder Assia verantwortlich.

Hierbei handelt es sich Dynamic Spectrum Management beziehungsweise dessen Teilgebiet Dynamic Line Management. Assia ist der Anbieter der Software, die zum Beispiel die Telekom für diese Funktionen einsetzt. Mit DSM und DLM lassen sich Parameter der DSL-Verbindung so verändern, dass deren Stabilität erhöht wird – allerdings meist auf Kosten des Übertragungstempos. Eine Software wie Assia erledigt das automatisch, indem sie relevante Messwerte der betroffenen DSL-Anschlüsse einholt und anschließend ein angepasstes VDSL-Profil einspielt. Dabei versucht sie durch Anpassung von Datenrate und Fehlerkorrekturmaßnahmen die optimale Balance zwischen Tempo und Stabilität zu finden. Grundsätzlich funktioniert das auch andersherum: Besteht eine Störung nicht mehr, aufgrund derer das DSM die Bandbreite reduziert hat, kann sich das VDSL-Profil wieder in Richtung besseres Tempo verschieben.

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