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So bauen Sie einen Intelligenten interaktiven Badspiegel

22.01.2018 | 09:13 Uhr |

Jeder Mensch verbringt morgens Zeit im Bad. Manch einer hört dabei Radio, andere streamen ihre Musik und wieder andere hantieren ständig mit dem Smartphone, was in der nassen Umgebung mitunter aber nicht die beste Idee ist. Es sei denn, man integriert das Telefon quasi unsichtbar ins Bad und steuert es überdies intelligent über die Stimme. Wir zeigen Ihnen wie Sie sich einen intelligenten interaktiven Badspiegel selbst bauen.

Mithilfe eines halbdurchlässigen, intelligenten Spiegels, auf Englisch auch „Smart Mirror“ genannt, wird die ohnehin mühsame Bedienung des Touchscreens mit nassen Fingern überflüssig. Von vorne sieht man sich wie in einem üblichen Spiegel, die Infos eines dahinter platzierten Displays aber lässt dieser durch. Somit haben Sie aktuelle News, das Wetter, Verkehrsinfos, Benzinpreise, Mail- und Whatsapp-Nachrichten, Verspätungen bei Bus und Bahn und vieles mehr elegant im Blick, während Sie sich fertig machen. Das Beste: Während ein solcher Smart Mirror auf Messen als innovative Idee für Aufmerksamkeit sorgt, können Sie ihn einfach und kostengünstig selbst bauen.

So geht’s: Sie brauchen ein ausgedientes Android-Smartphone oder -Tablet sowie einen halbdurchlässigen Spiegel. Letztere werden meistens als Spionspiegel angeboten, alternativ hierzu gibt es ebenfalls halbdurchlässige Spiegelreflexfolie zum Aufbringen auf einer Glasplatte. Wir haben uns testweise ein fertiges Spiegelglas in DIN-A4-Größe für rund 10 Euro bestellt.

Intelligente Spiegel („Smart Mirrors“) sind teuer. Mit einem ausrangierten Smartphone oder Tablet lässt sich das Gleiche einfach und günstig selbst bauen.
Vergrößern Intelligente Spiegel („Smart Mirrors“) sind teuer. Mit einem ausrangierten Smartphone oder Tablet lässt sich das Gleiche einfach und günstig selbst bauen.

Größere Spiegel sind natürlich teurer. Unter Umständen kommen noch Glaserarbeiten zum Anpassen an den vorort vorhandenen Spiegelschrank dazu. Auf der technischen Seite genügt ein Android-Gerät mit Stromanschluss und WLAN-Verbindung. Mit Wall Mirror (Magic Mirror), Home Mirror und Smart Mirror oder My Smart Mirror stehen im Google Play Store bereits besonders kontraststarke Applikationen für den smarten Spiegel zur Verfügung. Diese sind aber besonders für die USA konzipiert sowie teilweise auch registrierungs- und kostenpflichtig. Andere Apps wie beispielsweise Mirror by Max Braun oder auch Speculum Smart Mirror müssen Sie mühsam von Hand installieren. Richtig überzeugen konnte uns keine dieser Apps. Doch es gibt eine Lösung, nämlich indem Sie sich die genannten Infos über sogenannte Widgets auf dem Startbildschirm anzeigen lassen. Hierzu tippen Sie mit dem Finger einfach auf eine freie Stelle des Startbildschirms und halten ihn so lange gedrückt, bis am unteren Bildschirmrand die Option „Widgets“ erscheint. Tippen Sie darauf, wählen Sie eines der Widgets an – die Auswahl hängt von den bei Ihnen installierten Apps ab – und ziehen Sie es auf eine freie Stelle des Startbildschirms. Je nach Widget nehmen Sie nun noch Ihre ganz individuellen Einstellungen vor. Für den maximalen Kontrast stellen Sie das Display auf maximale Helligkeit, wählen den komplett schwarzen Hintergrund und setzen die Zeit für den „Ruhezustand ohne Aktivität“ auf den Maximalwert.

Für den Anfang soll die Anzeige mithilfe der Widgets genügen. Jetzt müssen Sie das Mobilgerät nur noch mit Strom versorgen und dann in geeigneter Weise hinter dem Spiegel platzieren. Dabei helfen Ihnen die vielen Bauanleitungen auf Youtube, die Sie wieder über den Begriff „Smart Mirror“ finden. Zusätzlichen Komfort bietet der intelligente Spiegel, wenn Sie auf sämtliche Apps und Funktionen zugreifen können. Da das Telefon oder Tablet ja nun mal eingebaut und damit nicht mittels Touchscreen zu bedienen ist, erledigen Sie dies mit der Tasker-App (2,99 Euro) und dem Plug-in Autovoice. Beides ist im Play Store verfügbar.

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