Channel Header
2396722

Intel stellt Sunny-Cove-CPUs und Gen-11-GPUs vor

13.12.2018 | 10:09 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Intel hat einen Ausblick auf die neue Sunny-Cove-Architektur geliefert und die dedizierten Gen-11-GPUs vorgestellt. Ein Überblick.

Einen deutlichen Schub bei der Performance verspricht Intel mit der neuen Generation der Sunny-Cove-CPU-Architektur mit Gen-11-GPU, die Anfang 2019 wohl in Form der Ice-Lake-U-CPUs auf den Markt kommen und im 10-Nanometer-Verfahren hergestellt werden.

Über einen neuen Befehlssatz soll sowohl die Single-Threaded- als auch die Multi-Threaded-Leistung der CPUs im Vergleich zur aktuellen CPU-Generation Skylake gesteigert werden. Außerdem können die neuen CPUs durch ihre „breitere“ Architektur auch mehr Rechenoperationen parallel ausführen. Besonders hoch soll der Leistungszuwachs bei Berechnungen in den Bereichen  Kryptographie, Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen ausfallen. Hinzu kommen Erweiterungen, durch die Sunny Cove Vektor-Berechnungen schneller durchführen kann und die Algorithmen zur Komprimierung und Dekomprimierung von Daten.

Viele Petabyte RAM werden unterstützt

Wie unsere Schwesterpublikation PC-World berichtet , wurde die verbesserte Leistung von Intel während einer Demo mit 7-Zip und AES-256-Verschlüsselung demonstriert. Eine Sunny-Cove-CPU war dabei 75 Prozent schneller als eine aktuell erhältliche Intel-CPU. Allerdings: Zum Einsatz kam eine neu kompilierte Fassung von 7-Zip, die den von Sunny Core erweiterten Befehlssatz bereits unterstützt.

Kaby Lake vs. Sunny Cove
Vergrößern Kaby Lake vs. Sunny Cove
© Intel

Durch den bei Sunny Cove erweiterten Speicheradressbereich von 48 Bits auf 57 Bits steigt die Speicherunterstützung von 64 Terabyte auf mehrere Petabyte. Es dauert also nicht mehr allzu lange, bis auch Endanwender auf eine sehr große Menge von Arbeitsspeicher zugreifen können.

Mit der neuen Sunny-Cove-Architektur wächst auch im Vergleich zu Skylake die Größe des L1-Cache und des L2-Cache.
Im Bereich Sicherheit sind Sunny-Cove-CPUs die ersten Intel-CPUs, die hardwareseitig vor Attacken des Typs Variant 3 und L1TF (Side-Channel) sicher sein sollen.

Gen 11: Dedizierte Intel-GPU mit besserer Gaming-Performance

Intel verspricht bei den Sunny-Cove-CPUs auch eine deutlich gesteigerte Performance im Bereich Gaming durch Einsatz der neuen Gen-11-GPU. Es handelt es sich laut Intel um die erste integrierte Grafikeinheit, die eine Performance von 1 Teraflop erreicht. Sie liegt damit etwa auf dem Niveau der 1,1 Teraflop des AMD Ryzen 5 2500U mit Vega 8.

Vor allem im Vergleich zum Vorgänger „Gen 9“ fällt der Unterschied groß aus. Gen 10 sollte bei den Cannonlake-CPUs zum Einsatz kommen, stattdessen wird Gen 10 nun gleich übersprungen.

Die gestiegene Leistung wird vor allem durch die Erhöhung der Execution Units von 24 bei Kaby Lake auf nun 64 bei Sunny Cove erreicht.

Mit Gen 11 wird auch die Performance bei Hardware-Encoding und -Decoding verbessert.  Laut Intel ist Gen 11 in der Lage, H.265-Streams in der gleichen Qualität wie Gen. 9 zu encoden, allerdings mit nur einem Drittel der Bitrate.

Sunny Cove: Weitere Details und folgende Architekturen

Auf die Sunny-Cove-Architektur werden laut Intel die Willow-Cove-Architektur und Golde-Gove-Architektur bis 2021 folgen. Momentan verschweigt Intel aber noch die genauen Details, etwa, wie viele Kerne die ersten Sunny-Cove-CPUs besitzen und wie diese getaktet sein werden. Diese Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt verraten werden. Der offizielle Code-Name wurde ebenfalls noch nicht verraten. Wir gehen davon aus, dass die Sunny-Cove-CPUs bei den kommenden Ice-Lake-U-Prozessoren zum Einsatz kommen werden.

Auch interessant: CPU-Lieferprobleme - Intel investiert eine Milliarde Dollar

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2396722