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Intel hat endlich einen neuen Chef: Robert Swan

01.02.2019 | 12:23 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Robert Swan ist CEO von Intel. Nach sieben Monaten hat der größte Chip-Hersteller der Welt endlich wieder einen neuen Chef.

Robert Swan ist der neue CEO von Intel. Nach sieben Monaten hat der größte Chip-Hersteller der Welt endlich wieder einen neuen Chef, wie Intel mitgeteilt hat. Swan wurde außerdem in Intels Board of Directors gewählt, also in den Verwaltungsrat.

Swan führte Intel bereits in den letzten sieben Monaten. Denn er war nach dem überraschenden Rücktritt von CEO Brian Krzanich im Juni 2018 bereits der Interims-Chef von Intel. Nun übernimmt er den CEO-Posten aber dauerhaft. Während der CES in Las Vegas war angeblich noch Lisa Su, die CEO von Erzrivalen AMD, als neue Intel-Chefin gehandelt worden.

Swan ist 58 Jahre alt und der insgesamt siebte CEO in der Geschichte von Intel. Swan war zuvor seit 2016 Chief Financial Officer (COO) von Intel. Anders als seine sechs CEO-Vorgänger war Swan also nicht bereits über viele Jahre im Dienst von Intel und er ist auch kein erfahrener Halbleiter-Experte, sondern kommt aus dem Finanzbereich.

Swan arbeitete zuvor für General Electric, Webvan, TRW und bei EDS. Danach ging er weiter zu eBay, wie das Finanzmagazin Fortune berichtet. In seiner Zeit bei eBay verdreifachte die Online-Auktionsbörse ihren Umsatz. Danach zog Swan weiter zu General Atlantic, einer Private Equity Investment-Firma, die unter anderem in Uber und Airbnb investiert. 2016 ging Swan dann zu Intel. Dort sorgte Swan für solide Finanzen, wohingegen Intel in Sachen Innovation ( Probleme bei der Umstellung der Chip-Produktion auf das 10-nm-Verfahren ) und Führungsrolle bei der Chip-Entwicklung zuletzt eher schwach aussah und zunehmend von AMD in den Schatten gestellt wurde. Das wurde aber CEO Krzanich angelastet und nicht Swan. Während der Meltdown- und Spectre-Krise agierte Krzanich ebenfalls unglücklich. Das führte im Juni 2018 zu Krzanichs Rücktritt, wofür offensichtlich eine Beziehung zu einer Intel-Mitarbeiterin als Anlass herhalten musste.

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