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Intel dementiert die angebliche Einstellung der 10-nm-Fertigung

23.10.2018 | 11:25 Uhr |

Laut eines Medienberichts soll Intel den 10-nm-Fertigungsprozess gestrichen haben. Intel stempelt den Bericht als "unwahr" ab.

Ein Bericht von Semi Accurate sprach vor kurzem davon, dass der Halbleiterhersteller Intel seine Fertigung von 10-Nanometer-Prozessoren angeblich verworfen habe. Dazu wurde sich auf anonyme Quellen aus dem direkten Umfeld des Chipkonzerns berufen. Intel selbst hatte die Verfügbarkeit der nächsten Generation mit dem Namen Ice Lake mit 10 nm zum Weihnachtsgeschäft 2019 in Aussicht gestellt. Dieser Name ist zum Teil von den Roadmaps bei Intel verschwunden.

Verschiedene Medien schlussfolgerten nun, dass Intel den 10-Nanometer-Prozess einfach nicht unter Kontrolle bekommt und vielleicht direkt auf den 7-Nanometer-Prozess umschwenke. Intel hat angeblich passende EUV-Maschinen (Extrem Ultra Violett) in bisher überraschend hohen Stückzahlen gekauft.

Intel dementiert Berichte als „unwahr“

Der Chip-Hersteller Intel dementiert nun die Berichte als Unwahrheit. Über Twitter meldete Intel: „Die veröffentlichten Medienberichte, dass Intel die Arbeit am 10-Nanometer-Prozess aufgegeben habe, sind unwahr. Wir machen dagegen gute Fortschritte. Die Erträge verbessern sich stetig und wir liegen, wie wir es in unserem letzten Bericht kundgetan haben, voll im Zeitplan.“

Intel hinkt in der Nanometer-Schrumpfung der Konkurrenz hinterher. Qualcomm, Nvidia, AMD und Samsung produzieren teilweise beim taiwanesischen Vertragsfertiger TSMC oder wie im Falle von Samsung sogar verstärkt in eigenen Werken an Chips im kleineren 7-Nanometer-Prozess und werden diese nach und nach auf den Markt bringen. In dem Bericht: „Intels Probleme verhelfen AMD zu Höhenflug“ gingen wir auf die Probleme von Intel bereits ausführlicher ein. AMD kann von der Intel-Misere natürlich nur profitieren.

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