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Intel-CPUs bekommen Hardware-Schutz gegen Spectre und Meltdown

16.03.2018 | 11:08 Uhr |

Intel will in den ab der der zweiten Jahreshälfte 2018 verkauften Prozessoren Hardware-seitige Schutzmaßnahmen gegen Spectre und Meltdown einbauen.

Intel hat mitgeteilt, dass die ab der zweiten Jahreshälfte 2018 verkauften Intel-Prozessoren für Rechenzentren und PCs Hardware-seitig gegen Spectre 2 und Meltdown geschützt sein sollen. Die Spectre-1-Lücke soll „weiterhin über Software Maßnahmen adressiert“ werden, so Intel.

Intel habe hierzu „Teile der Prozessorarchitektur neugestaltet, um so durch Partitionierung zusätzliche Sicherungslevel einzuführen.“ Die Partitionierung solle man sich laut Intel als eine zusätzliche “Schutzwand” zwischen Anwendungen und Bereichen, die dem Nutzer vorbehalten sind, vorstellen.

Die Änderungen sollen Bestandteil der Intel-Xeon-Scalable-Prozessoren der nächsten Generation (Codename Cascade Lake) für den Einsatz in Rechenzentren/Servern sowie der Intel-Core-Prozessoren der achten Generation werden. Letztere richten sich an Endanwender beziehungsweise PC-Besitzer und sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 ausgeliefert werden.

Der in Zusammenhang mit den Spectre- und Meltdown-Sicherheitslücken wegen seiner Aktienverkäufe kritisierte Intel-CEO Brian Krzanich hat außerdem erklärt, dass Intel "inzwischen Microcode-Updates für 100% aller Intel-Produkte bereitgestellt (habe), die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind und die Schutz im Hinblick auf die von Google entdeckte Verwundbarkeit der Seitenkanal (Side Channel) Methode benötigen." Zu den älteren Intel-Prozessoren, in denen die Lücke ebenfalls steckt, äußerte sich Krzanich nicht. Gegen die Spectre-2-Lücke in Skylake-Prozessoren kann man sich aber auch mit einem Microcode-Update via Windows-10 schützen.

Krzanich dankte in diesem Zusammen "allen Industriepartnern". Zu Recht, denn diese hatten mit Intels Microcode-Updates doppelten Aufwand. Nicht nur, dass sie die Updates in ihre BIOS-Firmware beziehungsweise in die Betriebssysteme integrieren mussten. Sondern Intel lieferte anfangs auch noch Microcode-Updates aus, die zu Problemen führten und offensichtlich fehlerhaft waren.

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