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Intel Core i5-7400 im Test

10.07.2017 | 14:21 Uhr |

Für zirka 165 Euro leistet die Quad-Core-CPU im Allgemeinen recht gute Arbeit, zählt jedoch durchweg nur zum Mittelmaß.

Der Intel Core i5-7400 ist mit einem Straßenpreis von aktuell 165 Euro vergleichsweise erschwinglich. Er entstammt der aktuellen, siebten Core-Generation von Intel (Codename Kaby Lake). In unserem Test des Prozessors finden wir heraus, was der Käufer für sein Geld erwarten darf.

TEST-FAZIT: Intel Core i5-7400

Dem Intel Core i5-7400 lässt sich nicht viel negatives vorwerfen: Er liefert in Spielen und auch in Computing- sowie Synthetik-Tests eine durchweg solide Leistung ab und eignet sich damit also problemlos für Gamer und für den produktiven Alltag. Dabei erhitzt er sich nicht zu stark und verbraucht vergleichsweise wenig Strom. Jedoch schafft es der Prozessor nicht über das Mittelmaß hinaus. Wenn Sie also mehr Multimedia-Software benutzen, dann kommen Sie mit dem günstigeren AMD Ryzen 5 1400 und seinen acht Threads besser davon, der außerdem noch einen entsperrten Multiplikator besitzt.

+ solide Leistungswerte

+ niedrige Betriebstemperaturen

+ genügsamer Stromverbrauch

- gesperrter Multiplikator

- nur 4 Kerne und Threads

CPU-Test: Die besten Desktop-Prozessoren im großen Vergleich

Technische Daten des Intel Core i5-7400

Beim Intel Core i5-7400 handelt es sich um eine Desktop-CPU mit vier Rechenkernen, aufgrund der fehlenden Hyperthreading-Technik bleibt es auch beim parallelen Verarbeiten von vier Aufgaben. Der Prozessor arbeitet mit einem Standard-Takt von 3,0 GHz, im Turbo-Boost sind es 3,5 GHz, was ziemlich durchschnittlich ist. Der Multiplikator ist gesperrt, womit eine manuelle Übertaktung für mehr Leistung entfällt. Die thermische Verlustleistung (TDP) beläuft sich auf zurückhaltende 65 Watt.

Die technischen Daten des Intel Core i5-7400.
Vergrößern Die technischen Daten des Intel Core i5-7400.

Mit an Bord ist die vPro-Unterstützung, die verschiedene Sicherheits- und Verwaltungs-Techniken von Intel bündelt, was vor allem für Unternehmen von Relevanz ist. Allerdings fehlt TSX (Transactional Synchronization Extensions, zu Deutsch Transactional-Memory-Erweiterungen), wodurch der Betrieb von parallel ausgeführten Programmen flotter von der Hand gehen könnte. Dafür ist nun die native Unterstützung von DDR4-2400-Arbeitsspeicher gegeben. Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 630 eignet sich nur für alte respektive weniger aufwendige Spiele, bringt aber Support für HDR-Wiedergabe in 10 Bit und den Kopierschutz Playready 3.0 SL3000 für das Streamen von 4K-Inhalten.

Ausführliche Informationen zum Chipsatz und zur Kaby-Lake-Architektur erhalten Sie in unserem Launch-Artikel  „Kaby Lake: Die siebte Intel-Core-CPU-Generation im Test“.

So testet PC-WELT Desktop-Prozessoren

Wir testen alle CPUs unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel:  Wie PC-WELT Desktop-Prozessoren testet    

Spieleleistung in Full- und Ultra-HD

Spieleleistung in 1920 x 1080 Pixel im Vergleich.
Vergrößern Spieleleistung in 1920 x 1080 Pixel im Vergleich.

Gepaart mit einer starken Grafikkarte macht der Intel Core i5-7400 beim Gaming in Full-HD durchweg eine gute Figur und lässt sich somit auch als spieletauglich bezeichnen. Selbst den etwas teureren Ryzen 5 1500X kann der i5-7400 überholen, obwohl er mit höheren Taktraten arbeitet (3,5/3,7 GHz). Bei Ryzen fehlt es bis dato an der korrekten Optimierung. Höhepunkt bei den Bildratenmessungen ist Rise of the Tomb Raider mit durchschnittlich 142 Bilder pro Sekunde.

Spieleleistung in 3840 x 2160 Pixel im Vergleich.
Vergrößern Spieleleistung in 3840 x 2160 Pixel im Vergleich.

Auch in Ultra-HD kann sich der Prozessor gut behaupten, allerdings können die beiden Ryzen-Prozessoren hier deutlich aufholen und bei Rise of the Tomb Raider sogar die Intel-CPUs überflügeln. So leistet der i5-7400 in Witcher 3 im Schnitt nur noch 38 Bilder pro Sekunde, während selbst der günstigste Ryzen-Vertreter in Form des 5 1400 (3,2/3,4 GHz) auf 41 Bilder pro Sekunde kommt.

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Wir haben unsere CPU-Rangliste um zwei neue Prozessor-Modelle ergänzt und haben einen neuen Preis-Leistungs-Sieger gekürt. Der AMD Ryzen 5 1600 bietet für einen Preis von rund 220 Euro derzeit die attraktivste Kombination aus Preis und Leistung: 6 Kerne und 12 Threads bekommt man sonst nirgendwo so günstig. Außerdem neu im Test: der Ryzen 5 1400, der Vierkerner für günstige 170 Euro.

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►Die besten CPUs (2017) im Video:
youtu.be/4tTsiZQmaaA

►Der große CPU-Vergleichstest auf pcwelt.de:
www.pcwelt.de/2270899

►AMD Ryzen 5 1400 im Einzeltest:
www.pcwelt.de/2273039

►AMD Ryzen 5 1600 im Einzeltest:
www.pcwelt.de/2273033


Synthetik- und Computing-Leistung im Test

Computing- und Synthetiktests.
Vergrößern Computing- und Synthetiktests.

Geht es allerdings um die Leistung aller respektive einzelner Rechenkerne, dann muss sich der i5-7400 fast in jedem Test den Ryzen-Chips geschlagen geben. Die gezeigte Leistung ist zwar nicht unbedingt schlecht und eignet sich definitiv für den produktiven Alltag, aber sie fällt einfach geringer aus als bei den Vergleichsmodellen.

Umwelt-Eigenschaften auf dem Prüfstand

CPU-Temperaturen im Vergleich.
Vergrößern CPU-Temperaturen im Vergleich.
Leistungsaufnahme der gesamten Testplattform im Vergleich.
Vergrößern Leistungsaufnahme der gesamten Testplattform im Vergleich.

Dank unserer Wasserkühlung halten sich die Temperaturen des Intel Core i5-7400 stets im Rahmen (maximal 42 Grad Celsius). Wenig überraschend ist auch der vergleichsweise geringer Stromverbrauch der Testplattform, der sich mit einem eingesetzten i5-7400 auf maximal 257 Watt beläuft. Nur der etwas günstigere Ryzen 5 1400 ist noch genügsamer mit 239 Watt.

GESAMT-PERFROMANCE-RATING: Intel Core i5-7400

Testkategorien 100%

Anwendung

Ergebnisse

Durchschnittliche Punktzahl

Gesamtpunkte

Spieleleistung 60 %

Rise of the Tomb Raider: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

142

80

1.074

Rise of the Tomb Raider: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

53

Witcher 3 - Wild Hunt: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

101

Witcher 3 - Wild Hunt: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

38

GTA 5: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

87

GTA 5: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

56

Benchmarks 40 %

3D Mark: Fire Strike (Gesamtpunktzahl)

14.375

2.567

Cinebench: Alle Kerne (Punkte)

558

Cinebench: Einzelkern (Punkte)

145

SiSoftware Sandra 2016: Arithmetik (GOPS)

79,43

SiSoftware Sandra 2016: Multimedia (MPIX/s)

236,59

SiSoftware Sandra 2016: Kryptographie (GB/s)

7,80

Aufwertung/Abwertung

keine

Preis (Straßenpreis)

165 Euro

Spiele-Leistung in Full-HD

Intel Core i5-7400

AMD Ryzen 5 1400

Intel Core i5-7500

AMD Ryzen 5 1500X

Rise of the Tomb Raider: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

142

101

128

118

Witcher 3 - Wild Hunt: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

101

89

95

95

GTA 5: Durchschnittliche Bildrate in 1920 x 1080 Pixel

87

63

95

76

Spieleleistung in Ultra-HD

Intel Core i5-7400

AMD Ryzen 5 1400

Intel Core i5-7500

AMD Ryzen 5 1500X

Rise of the Tomb Raider: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

53

53

51

53

Witcher 3 - Wild Hunt: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

38

41

37

42

GTA 5: Durchschnittliche Bildrate in 3480 x 2160 Pixel

56

50

57

50

Synthetik- und Computing-Tests

Intel Core i5-7400

AMD Ryzen 5 1400

Intel Core i5-7500

AMD Ryzen 5 1500X

3D Mark: Fire Strike (Gesamtpunktzahl)

14.375

14.258

15.170

15.415

Cinebench R15: Alle Kerne (Punkte)

558

683

597

815

Cinebench R15: Einzelkern (Punkte)

145

133

158

153

SiSoftware Sandra 2016: Arithmetik (GOPS)

79,43

100,30

86,73

113,00

SiSoftware Sandra 2016: Multimedia (MPIX/s)

236,59

195,26

257,00

221,50

SiSoftware Sandra 2016: Kryptographie (GB/s)

7,80

10,64

8,47

11,66

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