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Intel-Chef Brian Krzanich tritt überraschend zurück - wegen Beziehung

22.06.2018 | 10:56 Uhr |

Intel-Chef Brian Krzanich ist überraschend zurückgetreten. Er hatte eine Beziehung mit einer Intel-Mitarbeiterin. Damit verstieß er gegen Intels Verhaltens-Kodex.

Intel hat mitgeteilt, dass Intel-CEO Brian Krzanich von seinem Posten als CEO und somit als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten ist. Außerdem gibt Krzanich auch seinen Sitz im Verwaltungsrat (Board of Directors) des Chip-Konzerns auf.

Der Grund für den überraschenden Rücktritt vom Posten des Chefs eines der mächtigsten Konzerne der Welt: Brian Krzanich hatte eine Beziehung mit einer Mitarbeiterin von Intel.

Intel schreibt als Begründung, dass der Konzern kürzlich erfahren habe, dass Krzanich eine einvernehmliche Beziehung mit einer Intel-Mitarbeiterin hatte. Diese Beziehung ist bereits beendet. Eine Überprüfung durch interne und externe Berater habe ergeben, dass Krzanich mit dieser Beziehung gegen eine Bestimmung von Intel verstoßen habe, die Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verbietet. Deshalb musste Krzanich zurücktreten.

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Robert Swan, Chief Financial Officer (COO) von Intel, übernimmt interimsmäßig und mit sofortiger Wirkung die Aufgaben von Krzanich und damit die Konzernführung. Das hat das Board of Directors beschlossen. Bob Swan soll Intel führen, bis das Unternehmen einen neuen CEO gefunden hat.

Brian Krzanich hatte im Herbst 2017 Negativschlagzeilen geschrieben. Er verkaufte damals Intel-Aktien im Wert von rund 24 Millionen Dollar, bevor die Öffentlichkeit von den massiven Sicherheitslücken Spectre und Meltdown erfuhr, die unter anderem auch in Intel-Prozessoren steckten. Krzanich wusste von diesen Lücken und konnten sich ausrechnen, dass deren Bekanntgabe den Kurs der Intel-Aktien negativ beeinflussen dürfte. Intel wehrte sich damals aber gegen den Vorwurf, dass es sich dabei um ein verbotenes Insider-Geschäft gehandelt habe, Krzanich blieb auf seinem Posten.

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