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Intel: Ältere CPUs erhalten kein Update gegen Spectre V2

12.04.2018 | 16:30 Uhr |

Für Prozessoren aus den Jahren 2007 bis 2011 wird Intel keine Microcode-Patches gegen Spectre und Meltdown veröffentlichen.

Intel hat einen neuen Leitfaden für Microcode-Updates veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich, dass die Sicherheitslücken durch Spectre und Meltdown bei einigen Prozessoren nicht geschlossen werden. Alle im Dokument mit „Stopped“ markierten CPUs werden keine Microcode-Updates gegen die beiden Sicherheitslücken erhalten. Die Gründe dafür seien vielfältig, bei einigen Prozessoren sei kein wirksamer Schutz gegen die Schwachstellen möglich, bei anderen CPUs sei die Implementierung zu kompliziert und wieder andere Chips würden nur in geschlossenen Systemen zum Einsatz kommen, die nur sehr schwer angreifbar seien.

Prozessor-Generationen wie Bloomfield, Clarksfield, Gulftown, Wolfdale, Wolfdale Xeon oder Yorkfield erhalten demnach keine Patches gegen Spectre und Meltdown. Der Großteil der betroffenen Prozessoren wurde zwischen 2007 und 2011 gefertigt, Rechner mit den CPUs dürften also schon lange in Rente geschickt worden sein. Für die ebenfalls schon betagten Prozessoren der Generationen Arrandale, Clarkdale,  Lynnfield, Nehalem und Westmere arbeitet Intel noch an entsprechenden Microcode-Patches. Damit seien fast alle Prozessoren der letzten neun Jahre laut Intel geschützt. Wie sich herausfinden lässt, ob die im eigenen Rechner verbaute CPU anfällig gegen die Sicherheitslücken ist, erklären wir in unserem Ratgeber

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