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Innenminister will Zugriff auf WhatsApp-Daten

12.06.2017 | 16:01 Uhr |

Die Polizei muss nach Ansicht des Bundesinnenministers auch Messenger-Kommunikation mitlesen können.

Die Sicherheitsbehörden benötigen nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière Zugriff auf verschlüsselte Messenger-Dienste wie WhatsApp. Gegenüber der Zeitung Tagesspiegel am Sonntag teilte de Maizière mit, dass unter bestimmten Voraussetzungen ein Zugriff nötig sei. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Messenger begrüßte der Innenminister jedoch, sie könne eine ungestörte und sichere Kommunikation unbescholtener Bürger garantieren.

Für den Zugriff auf die Messenger-Dienste sollen hingegen Online-Durchsuchungen und Quellen-Telekommunikationsüberwachungen (TKÜ) zum Einsatz kommen. Die TKÜ ermöglicht das Mitlesen laufender Kommunikation von Verdächtigen, noch bevor die Verschlüsselung greift. Die Polizei müsse bei digitaler Kommunikation die gleichen Möglichkeiten besitzen wie bei analoger Kommunikation. Für die Videoüberwachung wünscht sich de Maizière zudem eine Gesichtserkennung, um beim Auftauchen gesuchter Personen schneller reagieren zu können.

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