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Inkognito-Modus: Privatsphäre beim Surfen schützen

06.04.2018 | 08:08 Uhr |

Sowohl der Windows-10-Browser Edge als auch Google Chrome und Firefox bieten einen Modus, der beim Surfen keinerlei Spuren auf dem PC zurücklässt. So nutzen Sie ihn zuverlässig.

Sobald Sie in den privaten Surfmodus wechseln, werden alle beim Besuch von Webseiten zwischengespeicherten Informationen wie Cookies, Verkaufsprotokolle, Web-Cache, Bilder und Videos beim Schließen des Browsers gelöscht. Besonders interessant ist das, wenn Sie auf einem fremden Rechner im Web unterwegs sind und keine Spuren hinterlassen möchten. Aber auch am eigenen PC ist das private Surfen praktisch, denn das Löschen Ihrer Surfdaten am Ende einer Internet-Sitzung erschwert es den Betreibern von Webseiten, Nutzerprofile anzulegen.

Private Fenster in Microsoft Edge.
Vergrößern Private Fenster in Microsoft Edge.

1. In Microsoft Edge findet sich die Funktion zum privaten Surfen unter der Bezeichnung Inprivate-Modus. Um ein neues Inprivate-Fenster zu öffnen, klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche mit den drei Punkten und wählen im Menü „Neues InPrivate-Fenster“. Schneller geht es mit der Tastenkombination Strg-Umschalt-P.

Private Fenster in Mozilla Firefox.
Vergrößern Private Fenster in Mozilla Firefox.

2. Firefox -Nutzer klicken oben rechts auf den Menüknopf mit den drei Balken und dann auf „Privates Fenster“. Oder drücken Sie Strg-Umschalt-P.

Neues Inkognito-Fenster in Google Chrome.
Vergrößern Neues Inkognito-Fenster in Google Chrome.

3. In Google Chrome surfen Sie mithilfe des Inkognitomodus so, dass Ihr Seitenverlauf und die betrachteten Inhalte für andere PC-Nutzer nicht nachvollziehbar sind. Klicken Sie oben rechts erst auf das Menüsymbol mit den drei Punkten und anschließend auf „Neues Inkognito-Fenster“. Schneller geht es mit dem Tastenkürzel Strg-Umschalt-N.

Visuelle Hinweise zum aktiven Inkognito-Modus.
Vergrößern Visuelle Hinweise zum aktiven Inkognito-Modus.

4. Die Browser Edge, Chrome und Firefox kennzeichnen private Surffenster grafisch durch ein zusätzliches Symbol, eine abgedunkelte Adressleiste oder einen dunklen Fensterhintergrund. So erkennen Sie auf einen Blick, dass der entsprechende Sicherheitsmodus aktiviert ist, und können normale besser von privaten Surffenstern unterscheiden.

Browsertest: Der schnellste Browser

5. Beachten Sie, dass Sie im privaten Surfmodus nicht anonym im Internet unterwegs sind. Ihr Internetprovider, der Administrator des Routers in Wohngemeinschaften oder der Netzwerkadministrator im Firmennetz kann nach wie vor auswerten, welche Seiten Sie besucht, welche Links Sie angeklickt und welche Daten Sie übermittelt haben.

VPN-Nutzung konfigurieren.
Vergrößern VPN-Nutzung konfigurieren.

6. Wenn Sie weitgehend abhörsicher surfen möchten, müssen Sie ein VPN (Virtual Private Network, virtuelles privates Netzwerk) nutzen. Diese Technik wird unter anderem von Unternehmen genutzt, um Mitarbeitern von zu Hause aus einen abhörsicheren Zugriff auf das Firmennetz zu ermöglichen. Ein Virtual Private Network lassen sich fast alle Anbieter bezahlen. Fast, denn der Gratis-Browser Opera bietet unbeschränktes VPN gratis. Um die Funktion zu nutzen, installieren Sie Opera. Starten Sie den Browser und klicken Sie links oben auf „Menü“. Gehen Sie weiter zu „Einstellungen –› Datenschutz & Sicherheit –› VPN aktivieren“. Nun erscheint vor der Adresszeile ein blaues VPN-Symbol. Mit einem Klick darauf können Sie VPN-Optionen auswählen.

VPN ist oft langsamer als normales Surfen.
Vergrößern VPN ist oft langsamer als normales Surfen.

7. Das Aufrufen von Webseiten mit aktiviertem Virtual Private Network im Opera-Browser hat einen Nachteil: Die Surfgeschwindigkeit ist deutlich langsamer als ohne VPN. Daher empfiehlt es sich, die Schutzfunktion nur einzuschalten, wenn Sie die erhöhte Sicherheit auch benötigen, beispielsweise bei Verwendung eines öffentlichen Internetzugangs.

Diese Browser-Add-ons wahren Ihre Privatsphäre

Was Edge, Chrome und Firefox an Funktionen zum privaten Surfen nicht standardmäßig mitbringen, lässt sich leicht über kostenlose Add-ons nachrüsten. Fürs sichere Surfen gibt es eine Reihe empfehlenswerter Gratis-Erweiterungen. Diese lassen sich über die Add-on-Verwaltung Ihres Browsers installieren. In Edge klicken Sie rechts oben auf die Schaltfläche mit den drei Punkten und auf „Erweiterungen –› Erweiterungen aus dem Store abrufen“. In Chrome gehen Sie rechts oben auf die drei Punkte und auf „Weitere Tools –› Erweiterungen –› Mehr Erweiterungen herunterladen“. In Firefox rufen Sie https://addons.mozilla.org/de/firefox/ auf.

Ghostery: Das Add-on weist Sie beim Öffnen von Webseiten auf neugierige Skripte und im Hintergrund verbundene Online-Dienste hin, die Ihr Surfverhalten auskundschaften könnten. Das Tool blockiert die Datenübertragung.

Noscript (Firefox) / Noscript Suite Lite (Chrome): Die Module sperren gefährliche Javascripts, Java-Applets und problematische Flash- sowie Silverlight-Animationen. Die Freigabe muss manuell erfolgen und gilt nur bis zum Schließen des Browsers, alternativ verwenden Sie eine Positivliste. Manche Webseiten funktionieren ohne Scripts nicht mehr richtig.

Ublock Origin: Das kostenlose Add-on für datenschutzbewusste Nutzer blockiert anhand von automatisch aktualisierten Filterlisten Werbung und Online-Inhalte, die ein Nachverfolgen Ihrer Wege im Internet ermöglichen.

HTTPS Everywhere: Leitet Sie in Chrome und Firefox nach Eingabe einer URL automatisch auf einen verschlüsselten Server desselben Anbieters um, sofern ein solcher verfügbar ist und Sie zuerst die unsicherere Variante aufgerufen haben.

Die Themen in Tech-up Weekly #111: +++ Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind zu langsam +++ Neue Youtube-Regeln erschweren Monetarisierung +++ GPD Win 2: Mobilkonsole mit Windows 10 angekündigt +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Familienfotos mit Photoshop verhunzt

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► Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind zu langsam (0:20):
www.pcwelt.de/2324642

► Neue Youtube-Regeln erschweren Monetarisierung (2:19):
www.pcwelt.de/2324766

► GPD Win 2: Mobilkonsole mit Windows 10 angekündigt (4:34):
www.pcwelt.de/2324472

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Quick-News (6:55):

► Nintendo Labo: Bastelspaß mit der Nintendo Switch:
www.pcwelt.de/2324712

► Samsung hat faltbares Smartphone auf der CES gezeigt:
www.pcwelt.de/2323761

► Bitcoin & Co. im freien Fall, aber Analyst sieht es gelassen:
www.pcwelt.de/2324376

► 16-Jährige beklaut Mutter und beschenkt Streaming-Stars:
www.pcwelt.de/2323875

► Windows-10-Gerücht: Cortana erhält neuen Desktop-Platz:
www.pcwelt.de/2324071

► GronkhTV: Kommission stimmt Rundfunklizenz zu:
www.pcwelt.de/2323857

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Kommentar der Woche (8:27)

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Fail der Woche (9:11):

► Familienfotos mit Photoshop verhunzt:
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