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HyperX Alloy Elite: Gaming-Tastatur mit mechanischen Cherry-MX-Schaltern im Test

05.10.2017 | 10:45 Uhr |

Bei der Entwicklung der HyperX Alloy Elite berücksichtigte der Hersteller das Feedback von E-Sport-Profis und der Fachpresse. Der Test zeigt, ob sich das auch wirklich in der Praxis niederschlägt.

Die HyperX Alloy Elite ist das neue Flaggschiff des Herstellers und rundet das Angebot der mechanischen Gaming-Tastaturen HyperX Alloy FPS und HyperX Alloy FPS Pro nach oben ab . Im Vergleich zu den beiden eben genannten Keyboards verpasst HyperX der Alloy Elite eine üppige Ausstattung, die überzeugen kann.

TEST-FAZIT: HyperX Alloy Elite

Die HyperX Alloy Elite punktet mit einer hochwertigen, soliden Verarbeitung und der bewährten Cherry-MX-Schaltertechnik. Über letztere müssen wir nicht viel schreiben, denn die MX-Switches wissen wie immer zu überzeugen - und außerdem hat der Käufer die Wahl aus drei verschiedenen Varianten, die sich auch grundsätzlich in der Schaltcharakteristik unterscheiden. Ebenfalls überzeugen kann uns die separate Multimediasteuerung inklusive Lautstärke-Walze. Ziemlich nützlich finden wir die extra USB-Buchse an der Rückseite. Die rote Tastenbeleuchtung und die mitgelieferten Wechsel-Tastenkappen runden das Feature-Set der Alloy Elite ab.

Zu kritisieren ist allerdings, dass die Tastatur keine Makros beherrscht. Eine waschechte Gaming-Tastatur sollte das unserer Meinung nach leisten. Und es ist zwar eine Tastenbeleuchtung vorhanden, jedoch nicht in RGB. Für einen aktuellen Straßenpreis von rund 140 Euro ist das etwas unverständlich. Schade finden wir auch, dass HyperX keine Transporttasche mitliefert - so, wie bei der Alloy FPS. Auch wenn wir finden, dass der Preis etwas zu hoch angesetzt ist, so kann die Alloy Elite insgesamt überzeugen.

+ hochwertige, robuste Verarbeitung

+ mechanische Cherry-MX-Schalter

+ separate Multimediasteuerung

- keine Makros möglich

- keine RGB-Beleuchtung

Der Vorgänger im Test: HyperX Alloy FPS

HyperX Alloy Elite: Robuste Gaming-Tastatur

Dass HyperX bei der Alloy Elite keine Kompromisse eingehen wollte, zeigt bereits der Materialeinsatz: Als Basis dient eine Oberplatte aus Stahl, die somit für mehr Robustheit und eine hochwertige Haptik sorgt. Bei der mitgelieferten Handballenauflage hat der Hersteller aber wieder etwas nachgelassen. Denn diese besteht komplett aus Plastik. Zwar mit einer strukturierten Oberfläche, aber ohne weitere Polsterung. Immerhin ist sie komplett abnehmbar.

Für die Oberplatte verwendet HyperX Stahl, wodurch die Tastatur gleich robuster und hochwertiger wirkt.
Vergrößern Für die Oberplatte verwendet HyperX Stahl, wodurch die Tastatur gleich robuster und hochwertiger wirkt.
© HyperX

Die Multimedia-Steuerung lagert HyperX auf separate Tasten in die rechte, obere Ecke der Tastatur aus - sehr schön! Besonders begeistern kann uns die Lautstärkewalze, die eine besonders intuitive Lautstärkeregelung erlaubt. Das USB-Anschlusskabel ist mit Stoff ummantelt, dass die Leitung robuster macht. Abnehmbar wie bei der Alloy FPS ist das Kabel allerdings nicht.

Die Handballenauflage besteht komplett aus Plastik und ist abnehmbar. Die Oberfläche ist zwar geriffelt, allerdings fehlt eine zusätzliche Polsterung.
Vergrößern Die Handballenauflage besteht komplett aus Plastik und ist abnehmbar. Die Oberfläche ist zwar geriffelt, allerdings fehlt eine zusätzliche Polsterung.
© HyperX

Bewährte, mechanische Cherry-MX-Schalter

Noch wichtiger bei Gaming-Tastaturen als eine solide Grundlage ist die Wahl der Schaltertechnik. Hier setzt HyperX auf die bewährte MX-Technik aus dem Hause Cherry. Unser Testgerät ist mit den taktilen Cherry-MX-Blue-Schaltern ausgestattet, zu kaufen gibt es die Alloy Elite aber auch mit linearen MX-Red- oder wiederum mit taktilen, dafür aber klicklosen MX-Brown-Switches. Für mehr Details zur MX-Schaltertechnik lesen Sie unseren Artikel „Mechanische Tastaturen - Grundlagenwissen“.

Unser Testgerät ist mit taktilen Cherry-MX-Blue-Schaltern ausgestattet. Die MX-Switches lösen gewohnt zuverlässig und präzise aus.
Vergrößern Unser Testgerät ist mit taktilen Cherry-MX-Blue-Schaltern ausgestattet. Die MX-Switches lösen gewohnt zuverlässig und präzise aus.
© Friedrich Stiemer

Doch noch einmal kurz zu den MX-Blue-Schaltern: Es handelt sich um taktile Switches, die ihren Schaltpunkt spürbar an den Nutzer zurückmelden - er muss also einen geringen Widerstand beim Herunterdrücken überwinden. Eine Besonderheit der MX Blue ist auch die hörbare Rückmeldung in Form des charakteristischen Klickens. Darüber hinaus ist ein Druck von etwa 60 Gramm notwendig, was relativ gut versehentlich ausgelöste Tasteneingaben verhindert. Gerade deshalb und aufgrund des taktilen und hörbaren Feedbacks sind die MX Blue vor allem bei professionellen Gamern beliebt, da sie das Auslösen des Tastendrucks auch mit aufgesetztem Headset zu spüren bekommen. Auch Vieltipper schwören auf die blauen MX-Schalter.

Rote Tastenbeleuchtung inklusive Leuchteffekte

Immer mit an Bord ist eine einfarbige, rote Tastenbeleuchtung. Mit separaten Tasten an der linken oberen Ecke der Tastatur lässt sich die Helligkeit stufenweise verstellen und durch verschiedene Lichteffekte durchschalten. Dazu zählen beispielsweise Pulsieren oder eine Welle. Zusätzlich verläuft noch über dem Tastenfeld eine Lichtleiste, die weitere, optische Akzente setzen soll. Etwas schade finden wir, dass HyperX keine RGB-Variante anbietet - aber vielleicht kommt das ja noch.

Vergleich: Die besten Gaming-Tastaturen im Test

Die HyperX Alloy Elite leuchtet nur in Rot, auf eine RGB-Beleuchtung müssen Gamer verzichten. Immerhin gibt es sechs Lichteffekte.
Vergrößern Die HyperX Alloy Elite leuchtet nur in Rot, auf eine RGB-Beleuchtung müssen Gamer verzichten. Immerhin gibt es sechs Lichteffekte.
© HyperX

Die Taste mit dem G in der Mitte aktiviert den Gaming-Modus, der die Windows-Taste funktionslos macht. Das verhindert, dass der Spieler während seiner Sessions das Startmenü aufruft, wenn er die Taste versehentlich drückt. Das Programmieren und Ausführen von Makros beherrscht die Alloy FPS hingegen nicht - ein etwas schwerwiegenderer Punkt für eine Gaming-Tastatur, wie wir finden. Eine Treiber-Software müssen Sie für die Tastatur im Übrigen nicht installieren, da sie ausschließlich via Plug&Play funktioniert.

Der Lieferumfang enhält insgesamt acht Wechsel-Tastenkappen - hier kommen sie zum Einsatz.
Vergrößern Der Lieferumfang enhält insgesamt acht Wechsel-Tastenkappen - hier kommen sie zum Einsatz.
© HyperX

USB-Hub und Lieferumfang

Die HyperX Alloy Elite besitzt außerdem einen USB-2.0-Hub an der Rückseite, um daran beispielsweise die Maus oder andere USB-Medien komfortabel anschließen zu können. Der Lieferumfang umfasst außerdem noch insgesamt acht silberne Wechsel-Tastenkappen für die Zahlen Eins bis Vier sowie für WASD. Letztere besitzen auch noch eine geriffelte Oberflächenstruktur, was bei der Blindbedienung hilft. Ein Werkzeug, um die Tastenkappen abzuziehen, liefert der Hersteller auch noch mit.

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Die Multimediasteuerung legt HyperX auf separate Tasten. An den USB-Port können Sie Geräte Ihrer Wahl anstöpseln.
Vergrößern Die Multimediasteuerung legt HyperX auf separate Tasten. An den USB-Port können Sie Geräte Ihrer Wahl anstöpseln.
© HyperX

Technische Daten

HyperX Alloy Elite

Maße (B x T x H)

444 x 227 x 36 Millimeter

Gewicht

1467 Gramm

Bauart

mechanische Schalter (Cherry MX Blue; alternativ auch mit MX Red oder MX Brown)

Anschluss

USB 2.0

Kabellänge

1,8 Meter

Anschluss-Hub

1x USB 2.0

Format

Standardlayout mit Nummernblock

Sondertasten

Multimediasteuerung und Bedienelemente für Lichteffekte, Helligkeit und Gaming-Modus

Beleuchtet

ja (rot)

Onboard-Speicher

nein

Extras

N-Key-Rollover / Anti-Ghosting / Gaming-Modus-Option / 1000-Hz-Pollingrate / abnehmbare Handballenauflage / gesleevtes Anschlusskabel / 8x Wechsel-Tastenkappen / Tastenkappen-Abzieher

Allgemeine Daten

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

HyperX

Internetadresse

www.hyperxgaming.com

Preis (Straßenpreis)

140 Euro

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