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Hubble-Teleskop arbeitet wieder fehlerfrei

24.10.2018 | 15:00 Uhr |

Nasa-Ingenieuren ist es gelungen, durch einen Neustart sowie ein Schüttelmanöver Hubble wieder arbeiten zu lassen.

Update vom 24. Oktober 2018: Ingenieuren der Nasa ist es offenbar gelungen, den Kreiselkompass des Weltraumteleskops wieder in Betrieb zu nehmen. Mit einer Mischung aus Neustarts und Bewegung des Teleskops und des Kreisels konnten die Fehler weitestgehend behoben werden.

Hierzu gab es auch eine offizielle Pressemitteilung der Nasa: „Um die meist falschen hohen Raten des Backup-Kreisels zu korrigieren, führte das Hubble-Betriebsteam am 16. Oktober einen Neustart des Kreisels durch. Bei diesem Vorgang wurde der Kreiselkompass für eine Sekunde ausgeschaltet und dann neu gestartet. Ziel war es, eventuelle Fehler, die während der Inbetriebnahme am 6. Oktober aufgetreten waren, zu beheben. Der Kreiselkompass war mehr als 7,5 Jahre lang ausgeschaltet. Die resultierenden Daten zeigten jedoch keine Verbesserung der Leistung des Gyros.

Am 18. Oktober befahl das Hubble-Operationsteam eine Reihe von Manövern und Drehungen des Teleskops in die entgegengesetzte Richtung, um zu versuchen, Blockaden, die zu den hohen Raten an falschen Daten des Kreisels beitrugen, zu beseitigen.“

In Kürze soll das Hubble-Weltraumteleskop wieder komplett in den normalen Wissenschaftsbetrieb übergehen.

News vom 9. Oktober 2018 - Hubble-Teleskop vorerst außer Betrieb: Nachdem beim Weltraum-Teleskop Hubble am Wochenende ein weiteres Instrument zur Ausrichtung ausfiel, haben die Verantwortlichen das Teleskop in einen abgesicherten Modus versetzt und vorerst außer Betrieb genommen.

Bei dem ausgefallenen Instrument handelt es sich offenbar um ein Gyroskop, das für die Ausrichtung des Hubble-Teleskops notwendig ist. Die stellvertretende Leiterin des Hubble-Projekts, Rachel Osten, schrieb per Twitter: „Im Moment ist HST (Anm. d. Red.: Hubble Space Telescope) im Safe Mode, bis wir wissen, wie wir weiter vorgehen werden. Ein weiteres Gyroskop ist ausgefallen. Der nächste Schritt wird nun sein, zu versuchen, das Gyroskop, das zuletzt ausgefallen ist und uns Probleme bereitete, wieder zurückzubringen.“

Laut Osten hatte sich der Ausfall aber bereits angedeutet und man war darauf vorbereitet: „[…] wir wussten, dass es passieren würde. Das Gyroskop hielt etwa sechs Monate länger als wir gedacht hatten (wir hätten es beinahe schon im Frühjahr abgeschaltet).“

Von den ehemals sechs Gyroskopen sind nur noch zwei funktionsfähig. Für einen optimalen Betrieb benötigt Hubble mindestens drei funktionierende Gyroskope. Im Notfall lässt sich das Teleskop jedoch auch mit zwei oder sogar nur mit einem einzigen betreiben. Der Betrieb mit nur einem Gyroskop scheint nun sogar recht wahrscheinlich.

„Der Plan war immer, in einen Ein-Gyro-Betrieb zu gehen, wenn nur noch zwei übrigbleiben“, schrieb Osten. Zwischen einem Betrieb mit einem oder zwei Gyroskopen gebe es keinen großen Unterschied. So könne der wissenschaftlichen Gemeinde jedoch die dringend gewollte Beobachtungszeit eingeräumt werden.

Hubble sollte bereits 2007 durch das James Webb Space Telescope ersetzt werden. Das Projekt verzögerte sich jedoch mehrfach. Der neue Starttermin für das neue Teleskop ist mit 2021 datiert.

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