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Huawei-Gründer: "Trump ein großartiger Präsident"

16.01.2019 | 09:19 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Huawei-Gründer Ren Zhengfei hat sich in einem Interview zu US-Präsident Trump und den Spionagevorwürfen geäußert.

Der Huawei-Gründer und -Chef Ren Zhengfei äußert sich nur noch selten in der Öffentlichkeit. Zuletzt gab er einem ausländischen Medium im Jahr 2015 ein Interview. Jetzt konnte das Wirtschaftsmagazin Bloomberg ein Interview führen.

In dem Gespräch wies Ren Zhengfei  alle Spionagevorwürfe gegen Huawei zurück. Das Unternehmen arbeite nicht mit der chinesischen Regierung zusammen. "Ich liebe mein Land. Ich unterstütze die kommunistische Partei. Aber ich will nichts tun, was der Welt schadet", sagte der Milliardär im Gespräch und fügte hinzu, dass es keine Verbindungen zwischen seinen persönlichen politischen Ansichten und den Geschäften von Huawei gäbe.

Er betonte, dass er jede Aufforderung der chinesischen Regierung ablehnen würde, sensible Informationen über die Huawei-Kunden weiterzugeben. Huawei spiele außerdem in dem Handelskonflikt zwischen China und den USA nur eine sehr, sehr kleine Rolle.

Die Stimmung zwischen China und USA ist angespannt, nachdem US-Präsident Trump einen Handelskonflikt provoziert hat, der eskalieren könnte. Im Dezember war die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou wegen der Spionagevorwürfe gegen Huawei in Kanada verhaftet worden. Meng Wanzhou ist die älteste Tochter von Zhengfei. Zuletzt war ein Huawei-Manager in Polen verhaftet worden.

Trotz allem äußert sich Ren Zhengfei positiv im Interview über den US-Präsidenten Donald Trump. Der Grund: Trumps Politik und Steuersenkungen nutzen Unternehmen. So erklärt Zhengfei: "Trump ist ein großartiger Präsident. Er wagt es, die Steuern massiv zu senken, was der Wirtschaft zugute kommt". Und er fügt hinzu, dass man Unternehmen gut behandeln müsse, damit sie bereit seien, in den USA zu investieren.

Das Unternehmen Huawei sieht Zhengfei auf einen guten Weg. Er erwartet eine Steigerung des Umsatzes von 100 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr auf 125 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019. Er betonte aber auch, dass Huawei kein Aktienunternehmen sei und damit auch nicht mit "schönen Ergebnisberichten" glänzen müsse. "Wenn sie nicht wollen, dass Huawei auf einigen Märkten präsent ist, können wir das etwas reduzieren. Solange wir überleben und unsere Mitarbeiter ernähren können, gibt es eine Zukunft für uns", so Zhengfei.

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