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HTC U11+: durchsichtiges Handy im ersten Test

02.11.2017 | 08:02 Uhr |

Mit dem U11+ baut HTC seine U11-Familie aus. Das Handy bietet das, was dem U11 fehlt - nämlich ein nahezu randloses Display und einen großen Akku. Außerdem gibt es das Smartphone in einer schicken durchsichtigen Version! Alle weiteren Details erfahren Sie in unserem Hands-On.

Das HTC U11 ist das aktuelle Flaggschiff-Phone , das jetzt mit dem U11+ einen großen Bruder bekommt. Das U11+ orientiert sich ganz klar am U11: es sieht ähnlich aus, übernimmt die meisten Features, bietet aber auch einige sinnvolle Neuerungen. Neben dem großen U11+ bringt HTC mit dem U11 Life übrigens noch ein kleineres, preislich attraktives Handy mit purem Android auf den Markt.

Erster Eindruck des HTC U11+

Insgesamt macht das U11+ einen sehr guten Eindruck. Es bringt an Hardware alles mit, was man braucht und Software-seitig gibt es Funktionen, die den Alltag erleichtern. Und das Design gefällt uns sehr gut, auch wenn die durchsichtige Version noch mehr Einblick gewähren könnte.

Die Performance wird dank Snapdragon 835 extrem hoch sein, es gibt genügend Speicher und auf die Akkulaufzeit sind wir schon sehr gespannt.

Design und Display: durchsichtiges Gehäuse

HTC setzt wie bei den anderen Geräten der U-Serie auf eine schicke, spiegelnde Glasrückseite. Zum Start gibt es das U11+ nur in Schwarz, das je nach Licht auch bräunlich schimmert. Das Design finden wir sehr gelungen, auch wenn der Schimmer-Effekt bei einer farbigen Glasrückseite noch besser zur Geltung kommt - so sieht zum Beispiel das Blau des U11 klasse aus. Es gibt nur ein Problem dieser Spiegel-Rückseite: Und zwar bleiben überall Fingerabdrücke haften! Wenigstens lassen die sich dank einer speziellen Beschichtung gut wegwischen. Aber genau so schnell sind sie auch wieder da.

HTC bringt mit dem U11+ den "großen Bruder" des Flaggschiffs U11 auf den Markt. Das kommt mit nahezu randlosem Display im 18:9-Format, starker Hardware und schickem Design. Echt cool ist die zweite Version des U11+ mit durchsichtiger Rückseite. Was das Smartphone drauf hat, haben wir in diesem Video ausprobiert.

► Preis-Knaller HTC U11 Life im Hands-on:
youtu.be/DF5FtFcWm_c


Eine spannende Idee ist die zweite Farbvariante des U11+, die etwas später in den Handel kommt. Denn die ist durchsichtig! Vor allem den NFC-Chip kann man sehr deutlich sehen, die restlichen Teile leider weniger stark. Auf den ersten Blick sieht sie also doch aus wie die schwarze Version. Es ist nämlich nicht so wie beim guten alten durchsichtigen Gameboy, bei dem man wirklich alles sehen kann. HTC hatte hier eine interessante Idee, hatte aber wohl nicht den Mut, sie richtig durchzuziehen. Wir hättenuns die Rückseite noch einen Tick durchsichtiger gewünscht.

HTC U11+ mit durchsichtigem Gehäuse, bei dem man vor allem den NFC-Chip sieht.
Vergrößern HTC U11+ mit durchsichtigem Gehäuse, bei dem man vor allem den NFC-Chip sieht.

Auf der Vorderseite sieht man den größten Unterschied zum U11 - nämlich das 6 Zoll große, nahezu randlose LC-Display mit einer 2K-Auflösung im 18:9-Format. Die Ränder ober- und unterhalb des Bildschirms sind etwas dicker als beispielsweise beim Galaxy Note 8 - dafür setzt HTC wieder auf BoomSound - Stereo-Speaker oben und unten - deren Sound in unserem ersten Hands-On etwas besser klingt als beim U11. Schade ist dagegen, dass es anders als bei Samsung und Huawei wohl keine Möglichkeit gibt, Videos auf Vollbild zu strecken, um die schwarzen Balken links und rechts wegzukriegen.

Das U11+ scheint keine Möglichkeit zu bieten, Videos auf Vollbild zu strecken, um schwarze Balken zu vermeiden.
Vergrößern Das U11+ scheint keine Möglichkeit zu bieten, Videos auf Vollbild zu strecken, um schwarze Balken zu vermeiden.

Edge Sense und Einhandbedienung

Grundsätzlich liegt das U11+ gut in der Hand. Aber natürlich ist es recht groß, weshalb es schwierig sein kann, das Handy mit einer Hand zu bedienen. Damit das deutlich einfacher klappt, hat HTC ein paar nette Features integriert.

Zum einen gibt es natürlich wieder Edge Sense, das HTC mit dem U11 eingeführt hat. Wenn Sie den Alu-Rahmen zusammendrücken, kurz oder lang, starten Sie selbst definierte Apps. Und in diesen Apps wie Kamera, Facebook oder Instagram führen Sie mit diesen Befehlen verschiedene Aktionen aus wie ein Foto knipsen oder zur Frontkamera wechseln, um ein Selfie zu machen. Oder Sie veröffentlichen direkt ein Foto auf Facebook oder Instagram. Generell ein sehr praktisches Feature, um die Einhand-Bedienung zu vereinfachen, was bei den großen Handys wirklich schwierig sein kann. Und hierzu hat sich HTC noch mehr überlegt:

Zum Beispiel den Edge Starter. Wenn Sie etwa den Rahmen länger drücken, öffnet sich ein Dreh-Menü an der Seite des Bildschirms, in dem Sie Ihre Lieblings-Apps ablegen und so direkt mit einer Hand starten können.

Die Funktion Edge Starter vereinfacht die Einhandbedienung.
Vergrößern Die Funktion Edge Starter vereinfacht die Einhandbedienung.

Die Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand können Sie jetzt seitlich wischen, um weitere Funktionen direkt auszulösen. Dazu gehören ein Screen-Rekorder und die Screenshot-Funktion. Und wenn Sie auf dem Display nach unten wischen, holen Sie die Benachrichtigungsleiste herunter und wenn Sie hoch wischen, öffnen Sie das App-Menü. Klar, das sind bereits bekannte Features. Aber man merkt, dass sich HTC Gedanken um die Bedienung macht. Diese neuen Funktionen kommen per Update übrigens auch für das originale U11.

Daten

HTC U11+

HTC U11 Life

Galaxy Note 8

Smartphone Kategorie

Highend

Mittelklasse

Highend

Display (Technik)

Super LCD 5

Super LCD

Super AMOLED

Display (Größe, Auflösung)

6,0 Zoll, QHD+

5,2 Zoll, Full-HD

6,3 Zoll, QHD+

CPU

Qualcomm Snapdragon 835

Qualcomm Snapdragon 630

Samsung Exynos 8895 / Octa-Core

Arbeitsspeicher

6 GB

3 GB / 4 GB

6 GB

Speicher, erweiterbar?

128 GB, ja

32 GB / 64 GB

64 GB, ja

Kamera

12,2 MP, 4K

16 MP, 4K

Dual (Tele, Wide), je 12 MP, 4K

Akku

3930 mAh

2600 mAh

3300 mAh

Wireless Charging

nein

nein

ja

Wasserfest

ja / IP68

ja / IP67

ja / IP68

Betriebssystem

Android 8.0

Android One 8.0

Android 8.0

Besonderheiten

Durchsichtige Farbvariante, Edge Sense,

Edge, Sense, Android One mit garantierten Updates

S Pen, Design, Bixby

Abmessung

158,5 x 74,9 x 8,5 mm

149,09 x 72,9 x 8,1 mm

162,5 x 74,8 x 8,6 mm

Gewicht

188 Gramm

142 Gramm

195 Gramm

Bluetooth

5.0

5.0

5.0

NFC

ja

ja

ja

WLAN

ac

ac

ac

LTE

Cat15 (800 Mbit/s)

Cat11 (600 Mbit/s)

Cat16 (1 Gbit/s)

USB-Anschluss

USB-C

USB-C

USB-C

Biometr. Authentifizierung

Fingerabdruck

Fingerabdruck

Fingerabdruck, Gesicht, Iris

Weitere Ausstattung und Software

Die restliche Ausstattung entspricht in etwa der des normalen U11. So arbeitet mit dem Snapdragon 835 auch im Plus-Modell eine der schnellsten Mobil-CPUs auf dem Markt. Im ersten Test läuft das Handy sehr performant. Wie stark das Handy wirklich ist, müssen wir Im ausführlichen Test mit Benchmarks noch untersuchen. HTC verbaut außerdem 6 GB RAM.

Und auch die Hauptkamera ist mit ihren 12,2 Megapixeln identisch. Allerdings war die Fotoqualität im ersten Hands-On noch nicht so hoch wie beim U11 oder dem Note 8, da wir unter gleichen Bedingungen deutliches Bildrauschen und eine geringere Schärfe feststellen konnten. Das liegt aber wohlmöglich an der noch nicht finalen Software.

Ab Werk ist Android 8.0 Oreo installiert. Die Software kommt im insgesamt 128 GB großen Speicher unter, der via Micro-SD-Karte noch erweiterbar ist. Falls Sie keine Speicherkarte benötigen, können Sie eine zweite SIM-Karte dank Dual-Funktion einsetzen.

Der Arbeitsspeicher ist 6 GB groß. Toll ist auch, dass HTC den Akku ordentlich vergrößert - von 3000 auf 3930 mAh! Schon beim U11 war die Akkulaufzeit ausgesprochen lang, weshalb wir schon auf den Akkutest gespannt sind. Hinzu kommt noch Bluetooth 5.0 und wasserdicht ist das U11 Plus auch noch - es bietet also das komplette Paket.

Verfügbarkeit und Preis

Das HTC U11+ kommt zu einem Preis von 799 Euro Ende November, Anfang Dezember in den Handel - natürlich passend zum Weihnachtsgeschäft. Die durchsichtige Variante voraussichtlich etwas später.

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