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Hotel feuert Roboter - Menschen machen deren Jobs besser

16.01.2019 | 10:42 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein japanisches Hotel entlässt die Hälfte seiner Roboter. Der Grund: Die Roboter versagen im Einsatz und machen den Menschen, die sie betreuen, zu viel Arbeit und kosten außerdem zu viel Geld.

Als das Henn-na Hotel im Sommer 2015 in Nagasaki öffnete, waren die Erwartungen groß. Das Hotel setzte nämlich in großer Zahl Roboter ein, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen sollten, die sonst Menschen erledigen. Einige der Roboter hatten sogar androide Formen und ahmten das Aussehen von Menschen nach.

Doch die Roboter erfüllten die in sie gesetzten Hoffnungen nicht. Denn sie hielten die Menschen im Hotel heftig auf Trab und bescherten diesen zusätzliche Arbeit, weil sie neue Probleme schufen, die es so vorher nicht gegeben hatte. Deshalb entlässt das Hotel nun rund die Hälfte seiner bisher eingesetzten 243 Roboter. Das berichtet die US-IT-Nachrichten-Webseite The Verge.

Unter den außer Dienst gesetzten Robotern befinden sich alle Vertreter des Modells Churi. Dabei handelt es sich um einen kleinen Roboter in Form einer Puppe, den es in jedem Hotelzimmer gab. Der kleine Kerl sollte den Zimmergästen als Assistent zur Seite stehen. Doch bei dieser Aufgabe versagte Churi offensichtlich; Siri, Google Assistant oder Alexa lösen diese Aufgabe anscheinend besser, denn diese Assistanten kann man zum Beispiel nach den Öffnungszeiten von Geschäften in der Umgebung fragen – mit Churi geht das dagegen nicht. Stattdessen nervte Churi ständig mit der Antwort: „Entschuldigung, ich habe das nicht verstanden. Können Sie Ihre Frage bitte wiederholen“, wie das Wall Street Journal schreibt.

Ebenfalls kläglich versagt haben zwei Roboter, die wie Raubsaurier von der Gattung Velociraptor gestaltet waren. Diese possierlichen Roboter sollten den Hotelgästen beim Check-in helfen. Doch stattdessen mussten ständig Menschen den Robotern beim Einchecken der Gäste unter die Raubsaurier-Arme greifen, weil die Roboter überfordert waren. Somit feuerte die Hotelleitung jetzt auch diese beiden Modelle.

Zwei andere Roboter sollten den Gästen das Gepäck tragen. Doch die beiden künstlichen Helfer scheiterten bei Regen oder Schnee und erreichten nur 24 der über 100 Hotelzimmer. Mitunter verklemmten sich die beiden Gepäckträger-Roboter sogar gegenseitig, wenn sie aneinander vorbei wollten.

Und der zentrale Concierge-Roboter konnte typische Fragen wie nach Abflugplänen oder Touristenattraktionen in der näheren Umgebung nicht beantworten. Jetzt steht wieder ein Mensch an der Rezeption und beantwortet solche Fragen.

Obendrein sind viele Roboter bereits nach wenigen Jahren veraltet. Die Roboter-Technik macht derzeit nun einmal große Fortschritte. Deshalb entschied der Hotelbetreiber, viele der bisher eingesetzten Roboter nicht etwa durch neue Modelle zu ersetzen, sondern die entsprechenden Aufgaben wieder von Menschen erledigen zu lassen. Das kommt den Hotelbetreiber günstiger.

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