2302059

Homeland Security darf Social-Daten von Einwanderern sammeln

27.09.2017 | 15:47 Uhr |

Eine erweiterte Vorschrift erlaubt dem US-Heimatschutzministerium das Durchforsten der Social-Media-Profile von Immigranten.

Das US-Heimatschutzministerium Homeland Security will die in sozialen Medien vorhandenen Daten von Einwanderern sammeln. Dazu wurden die eigenen Vorschriften ohne Ankündigung erweitert. Die Erweiterung erlaubt es der Behörde, die in sozialen Medien vorhandenen Informationen über Einwanderer zu sammeln. Dazu gehören unter anderem Beiträge auf Twitter, Facebook oder Instagram. Auch Besitzer einer Green Card oder eingebürgerte Menschen wären von dieser Datensammlung betroffen.

Die erweiterte Vorschrift verschärft damit die Überprüfung von Immigranten noch weiter. Erst kürzlich wurde das US-Heimatschutzministerium von der American Civil Liberties Union und der Electronic Frontier Foundation dafür angeklagt, die Notebooks und Smartphones von elf Reisenden ohne Durchsuchungsbefehl kontrolliert zu haben. Auf den Facebook-Profilen von Einreisenden sollen sich Mitarbeiter der Behörde ebenfalls schon zu schaffen gemacht haben. Das Außenministerium kündigte im Mai an, dass man für die Gewährung eines Visums gern die fünf zurückliegenden Jahre des Betroffenen kontrollieren möchte. Für Homeland Security sind außerdem die Daten der Menschen interessant, die mit einem Immigranten kommuniziert haben. 

Noch ist die geänderte Vorschrift nicht rechtskräftig. Die Erweiterung stelle laut US-Heimatschutzministerium keine komplett neue Politik dar. Vielmehr habe man die öffentlich vorhandenen Daten aus sozialen Medien bereits in der Vergangenheit kontrolliert. Um diesen Vorgang transparenter zu machen und in Einklang mit den geltenden Regeln zu bringen, wurde die Erweiterung nun vorgenommen. Sie soll ab dem 18. Oktober gelten. 

Kaspersky-Verbot für alle US-Bundesbehörden

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2302059