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"Hogwarts Mystery": Hände weg vom Harry-Potter-Spiel!

18.05.2018 | 10:44 Uhr |

Zwar erinnert alles in dem Spiel an die Harry-Potter-Welt – selbst die unverblümte Abzocke können sich auf ihre Weise nur Dementoren ausgedacht haben.

Dementoren gehören zu den übelsten magischen Wesen, die es gibt. Sie (…) entziehen ihren Opfern alle mentalen Empfindungen. So wird ein Dementor aus dem Harry-Potter-Universum im entsprechenden Wiki definiert . Nun, ganz so schlimm kommt es beim mobilen ”Free2Play”-Game zwar nicht, aber unsere Geldbörse will das Spiel gnadenlos aussaugen. Und da hört der Spaß dann wirklich ganz schnell auf!

Anfangs schönstes Harry-Potter-Feeling

Am Anfang, wenn man seinen Avatar, den Zauberlehrling für Hogwarts, für's Spiel zusammenstellt, kommt man noch ohne zusätzliche Ausgaben klar, hier nimmt man einfach die Optionen aus der kostenlosen Vorlage. Da die Figuren wie Professor Dumbledore oder Hagrid und Professor Snape auch in der Spielgestaltung einen hohen Wiedererkennungswert haben, gemessen an den bekannten Darstellern aus dem Kino, macht es auch richtig Spaß.

Zwar sind die Aufgaben simpel. Man befindet sich in der Zeit, als der dunkle Lord Voldemort als besiegt gilt und bevor Harry Potter selbst das Eliteinternat für Zauberlehrlinge betritt. Um voranzukommen, muss man zuhören und beobachten, das ein oder andere ausprobieren, für erste Zaubersprüche Muster auf dem Bildschirm nachzeichnen, aber im Wesentlichen wischt man dabei nur ständig über sein Display oder tippt darauf und verbraucht dabei rasch Energiepunkte – bis diese aufgebraucht sind. Dann heißt es schon recht kurzer Zeit: Entweder warten, durchaus viele Stunden, bevor man sinnvoll weiterspielen kann. Oder man lässt sich in den Shop verführen. Was teuer ist und den Spaß für uns sofort beendet hat – bis zu 110 Euro auf einen Schlag kann man dafür ausgeben. Glückwunsch, wer da seinen Kindern nicht das Passwort für den Online-Store bei Apple oder Google verraten hat!

Fazit: Nee, so nicht und ohne mich

Daher hier lediglich ein kurzes Fazit, denn es lohnt sich nicht, dieses Abzocker-Spiel weiter zu besprechen: Nur wer definitiv zu viel Geld auf seinem Konto hat und dieses auch leichtfüßig auszugeben bereit ist, sollte "Hogwarts Mystery" auf sein Gerät laden. Ansonsten sollte man solche Spiele einfach ignorieren und diejenigen unterstützen, die entweder sehr günstige In-App-Käufe anbieten oder einen einmaligen Kaufpreis erheben. Dann weiß man zumindest, was man dafür ausgegeben hat. Diesen Versuch von Jam City jedenfalls, mit einer Lizenz für einen beliebten Titel ordentlich Kohle zu schaufeln, können und wollen wir nicht unterstützen. Ende der Durchsage …

Wer es dann doch unbedingt ausprobieren möchte: Das Spiel gibt es ab iOS 10.0 im App Store   respektive ab Android 4.4 bei Google Play . Der Download ist zwar kostenlos – aber dann geht es wie erwähnt schnell zur Kasse für Münzen und Juwelen, die man benötigt, um im Spiel weiter zu kommen.

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