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HDR-Logo der Vesa hilft Ihnen bei Monitorwahl

26.03.2018 | 13:33 Uhr |

HDR (High Dynamic Range) – Hochkontrast – ist in aller Munde. Doch wie lässt sich die HDR-Fähigkeit eines Monitors einschätzen? Dazu hat die Vesa (Video Electronics Standards Association) nun mit dem offenen Standard „DisplayHDR“ eine Lösung in petto.

Der Standard ist in der ersten Fassung für Desktop-Monitore sowie Notebook-Displays gedacht und bezieht sich derzeit ausschließlich auf LC-Bildschirme. Weitere Panel-Techniken wie etwa Oled sollen nachfolgen, sobald sie sich breiter durchgesetzt haben.

Das Ziel des Standards ist es, Orientierung und Transparenz für Hersteller und Kunden zu schaffen. Dazu hat die Vesa ein einheitliches Testverfahren entwickelt, das jeden Bildschirm in den Kategorien Luminanz, Kontrast, Farbwiedergabe, Bit-Tiefe und HDR-Latenz untersucht. In Abhängigkeit vom Ergebnis ergeben sich drei Leistungsklassen: Die niedrigste Klasse, Baseline, wird mit „DisplayHDR 400“ umschrieben. Mittlere Geräte (Midrange) werden mit „Display HDR 600“ gekennzeichnet, während Top-Geräte das Logo „DisplayHDR 1000“ bekommen. Die Bezeichnung orientiert sich an der Leuchtdichte, die in Nits angegeben wird und Candela pro Quadratmetern entspricht.

Hilfe beim Suchen nach dem richtigen HDR-Display will das Logo "DisplayHDR“ der Vesa leisten – zunächst für LC-Monitore in den Klassen 400, 600 und 1000.
Vergrößern Hilfe beim Suchen nach dem richtigen HDR-Display will das Logo "DisplayHDR“ der Vesa leisten – zunächst für LC-Monitore in den Klassen 400, 600 und 1000.
© Vesa

Ein Bildschirm der niedrigsten Klasse erfüllt folgende Mindestanforderungen: Der Monitor erreicht eine Leuchtdichte von 400 Nits in einem Teilbereich der Fläche. Auch ist er zu HDR-10 kompatibel und liefert echte 8 Bit Farbtiefe. In erster Linie soll mit diesen Merkmalen der Unterschied zu SDR-Bildschirmen klar gekennzeichnet sein, die oft nur 6 Bit Farbtiefe haben und 8 Bit über technische Hilfsmittel wie Dithering erreichen. Ab der mittleren Stufe – Display-HDR 600 – sind dann neben den 600 Nits Helligkeit zudem 10 Bit Farbtiefe zwingend vorgeschrieben. Diese Klasse kennzeichnet Monitore und Notebook-Bildschirme, die im Berufsumfeld genauso wie bei Technikbegeisterten zum Einsatz kommen.

Schwerpunkt bei Bildschirmen mit „DisplayHDR 1000“ ist derzeit der professionelle Bereich, Monitore, die zur Schaffung von Inhalten wie Filmen und Spielen verwendet werden.

Vorreiter: Der gekrümmte Gaming-Bildschirm Samsung CHG90 ist einer der ersten Monitore mit dem Vesa-Logo „DisplayHDR 600“.
Vergrößern Vorreiter: Der gekrümmte Gaming-Bildschirm Samsung CHG90 ist einer der ersten Monitore mit dem Vesa-Logo „DisplayHDR 600“.
© Samsung

Die Testtools sind Angaben von Vesa zufolge frei erhältlich und werden nicht nur Mitgliedern wie Dell, LG, Intel, HP, Microsoft, Samsung oder Lenovo zur Verfügung gestellt, sondern allen Partnern, die an einer leichteren Klassifizierung eines Displays interessiert sind. Samsungs CHG90 erhielt Ende 2017 als erster Bildschirm das Logo „DisplayHDR 600“. Die Vesa hat dem gekrümmten Gaming-Display mit einem Seitenverhältnis von 32:9 hierdurch bestätigt, dass dieser HDR einsetzt, um das Kontrastverhältnis auf 3000:1 zu heben.

Test: Gaming-Monitore mit WQHD-Auflösung (1440p) stellen derzeit die beste Kombination aus möglichst hoher Auflösung und schneller Bildrate dar. Brandneu im Vergleichs-Test: 32-Zöller mit Curved-Display.

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