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Hat Face ID während der Keynote versagt? (Update)

14.09.2017 | 13:15 Uhr |

Bei Vorführung der neuen Funktion FaceID schien die Technik zu versagen: Was wirklich passierte.

Es gibt den berühmten Vorführ-Effekt: Stellt man eine neue Funktion der Öffentlichkeit vor, funktioniert sie nicht. Das schien bei der gestrigen Keynote auch Apples Software-Chef Craig Federighi zu passieren: Er wollte die neue Funktion FaceID des iPhone X vorführen, allerdings verweigerte das iPhone die Entsperrung per Gesichts-Erkennung. Ohne Erklärungen griff Federighi deshalb zum Backup-Gerät und führte die Präsentation weiter. Einige Journalisten berichteten deshalb gleich vom „Super-GAU für Apple“ , hatte doch offenbar Apples teures neues Handy versagt.

Das ist aber falsch: Wie bei einem iPhone mit Touch ID muss man beim iPhone X nach einem Neustart oder nach einigen anderen Aktionen offensichtlich seinen Code oder Passwort neu eingeben. Deutlich ist auf dem iPhone-Bildschirm zu lesen „Your passcode ist required to enable FaceID“. Erst nach Eingabe seines sechsstelligen oder vierstelligen Codes kann man sein iPhone per FaceID entsperren – aus Sicherheitsgründen. FaceID funktioniert also problemlos, allerdings hatte vor der Präsentation vermutlich jemand das iPhone neu gestartet. Ein Vorfall, auf den damals Steve Jobs weniger gelassen reagiert hätte.

Update vom 14. September:

Apple hat den Vorfall jetzt aufgeklärt : Es war kein Neustart, wie von uns vermutet, sondern es waren mehrere fehlgeschlagene Entsperr-Versuche. Vor der Präsentation hatten Apple-Mitarbeiter das iPhone X in ihren Händen, was mehrmals Face ID aktivierte. Da die Gesichter der Mitarbeiter nicht gespeichert waren, konnten diese aber von Face ID nicht identifiziert werden. Nach mehreren fehlgeschlagenen "Anmeldeversuchen" blockierte sich daher Face ID wie vorgesehen und der Code wurde verlangt.

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