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Hardware-Upgrade: Neue CPU oder neue Grafikkarte?

18.09.2017 | 15:10 Uhr |

Wir klären die Frage, ob Sie bei einem fälligen PC-Upgrade lieber in eine neue CPU oder GPU investieren sollten.

Wenn neue Spiele nicht mehr flüssig laufen oder sich Ladezeiten und Bearbeitungsvorgänge in Programmen in die Länge ziehen, wird es langsam Zeit, den PC aufzurüsten. Oft ist es allerdings nicht nötig, den kompletten Rechner neu aufzubauen. Vielmehr reicht es aus, bestimmte Komponenten durch leistungsfähigere Modelle zu ersetzen. Oft stehen dabei CPU und Grafikkarte im Mittelpunkt. Der Tipp beantwortet die Frage, ob Sie Ihr Geld lieber in eine neue CPU oder eine neue Grafikkarte stecken sollten.

Tatsächlich ist es so, dass Sie eher in eine bessere respektive neuere Grafikkarte investieren sollten, anstatt in einen aktuelleren Prozessor. Das gilt insbesondere für Gamer, da sie auf die Rechenkraft der GPU angewiesen sind. Doch auch andere Nutzer profitieren von neuen Grafikmodellen, da sie oft aktuellere Techniken und Schnittstellen mitbringen. Dazu zählt zum Beispiel die Möglichkeit, sich 4K-Inhalte in flüssigen 60 Hertz anzeigen zu lassen. Oder auch spezifische Verfahren wie GPU-Monitor-Synchronisations-Techniken wie Freesync (AMD) oder G-Sync (Nvidia).

Volles Tempo! Mehr Leistung für die Grafikkarte

Für den Grafikkartenaustausch spricht zusätzlich, dass neue Grafikchip-Architekturen oft effizienter arbeiten. So sparen Sie sich den Wechsel des Netzteils. Er wird nur noch notwendig, wenn Sie zu Oberklasse-Grafikkarten greifen oder zwei Karten parallel betreiben wollen. Vergleichen Sie vor dem Kauf aber die TDP (maximale Verlustleistung) der beiden Grafikkarten und bringen Sie die Kapazität Ihres Netzteils in Erfahrung. Übersteigt die TDP des neuen Geräts den Wert der alten Karte, und ist das Netzteil sowieso schon eher auf eine nur ausreichende Versorgung ausgelegt, dann muss zusätzlich auch noch ein stärkerer Energiespender her.

Eine neue CPU macht in der Regel nur Sinn, wenn Sie stark prozessorlastige Anwendungen nutzen und bemerken, dass sich das aktuell verbaute Modell immer schwerer dabei tut. Das ist beispielsweise bei einigen Funktionen von Multimedia-Anwendungen der Fall, wie etwa dem Rendering oder dem Audio- und Videoschnitt. Ein CPU-Tausch kann sich auch durch eine ständige, hohe Auslastung des Prozessors ankündigen. Prüfen Sie hierfür regelmäßig den Windows Task Manager und werfen einen Blick auf die Auslastung. Bewegt sie sich ständig bei über 90 Prozent, muss ein neues Modell her. Vorher sollten Sie natürlich eventuelle Software-Bremsen gelöst haben, die jedoch ohne Effekt geblieben sind.

CPU entfesselt: Übertakten leicht gemacht

Nun bedeutet das alles aber nicht, dass Sie sich bedenkenlos einen günstigen Einstiegsprozessor kaufen und das übrige Budget in eine starke Grafikkarte pumpen. Denn sind die Leistungsunterschiede zu krass, bremsen sich die beiden Geräte gegenseitig aus. Unsere Empfehlung lautet deshalb folgendermaßen: Das Geld, das Sie für den Kauf einer neuen Grafikkarte und eines neuen Prozessors geplant haben, teilen Sie in einem Verhältnis von 60 zu 40 Prozent auf. Vom größeren Anteil kaufen Sie sich die Grafikkarte, vom geringeren die CPU.

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