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Hardware-Trends 2022: Die besten Kopfhörer

22.12.2021 | 13:02 Uhr | Ines Walke-Chomjakov, Verena Ottmann,

True-Wireless-Kopfhörer (TWS) verzichten komplett auf Kabel, werden per Bluetooth mit der Musikquelle verbunden und über die beiliegende Transportbox aufgeladen. Wir sagen Ihnen, auf was Sie beim Kauf eines solchen In-Ears achten sollten und geben Ihnen auch Tipps zu Headsets.

Aktuelle True-Wireless-Kopfhörer kommen meist in einer von zwei Ausführungen: als reine Stöpsel („Earbuds“), die mehr oder weniger komplett in den Gehörgang eingesetzt werden, und als Mini-Earbud mit Stiel, der an der Wange entlang herausragt. Earbuds sind je nach Größe unauffälliger, lassen sich jedoch oftmals schwerer direkt am Gerät bedienen – gerade, wenn das Touch-Bedienfeld verschiedene Aktionen durch Tippen und Streichen ausführt, kommt es hier meist zu unnötigen Fummeleien am Ohr. Die Stielvarianten bieten hier den Vorteil, dass der Stiel zusätzlich Platz für technische Komponenten und Bedienelemente bereitstellt.

Der Hauptbestandteil jedes Kopfhörers sind die Treiber, sprich, die Lautsprecher in den Ohrstücken. Grundsätzlich gilt: Je größer ein Treiber ist, desto größer fällt seine Membranfläche aus und desto besser gibt er Bässe wieder. In-Ears mit großen Treibern lassen sich andererseits jedoch nicht so angenehm tragen. Aktuelle TWS-Kopfhörer haben Treiber von rund 6 Millimetern (etwa der Sony WF-C500 für etwa 60 Euro) bis hin zu knapp zehn Millimetern beispielsweise beim Bowers & Wilkins PI7 für 400 Euro.

Nicht jede Geräuschunterdrückung gleich effektiv

Auch die Anzahl der verbauten Mikrofone spielt eine große Rolle bei der Klangqualität eines TWS-Kopfhörers. Sie kommen nicht nur bei Telefonaten und der Bedienung von Sprachassistenten zum Einsatz, sondern auch bei der Reduzierung von Umgebungsgeräuschen. Doch gerade bei der Geräuschunterdrückung ist zwischen drei Verfahren zu unterscheiden, bei denen nicht immer die Mikrofone zum Einsatz kommen: Die einfachste Methode ist die passive Geräuschunterdrückung. Sie basiert darauf, dass die Ohradapter den Gehörgang möglichst gut abschließen und so Geräusche automatisch außen vorbleiben. Das Problem dabei: Da jedes Ohr anders geformt ist, können Einheits-Silikonadapter nicht für eine optimale Isolierung sorgen. Anpassbare Ohrstücke, die Sie auch separat kaufen können, verschließen die Ohren dagegen komplett, was viele Träger als unangenehm empfinden.
Die zweite, deutlich effektivere Methode der Geräuschunterdrückung funktioniert über die verbauten Mikrofone. Sie filtern Störgeräusche heraus und verstärken die gewünschten Sounds. Die Mikrofone erkennen beispielsweise Telefonate oder direkte Gespräche, sodass dann nur die Sprache verstärkt aus den Kopfhörern kommt. In-Ear-Modelle mit dieser Art von Geräuschunterdrückung – etwa der Earfun Air Pro 2 für 65 Euro – bieten daher meist zwei Hörmodi, nämlich mit und ohne Hintergrundgeräusche.

Die dritte Methode, die etwa der Klipsch T5 II True Wireless ANC für 200 Euro einsetzt, ist die aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation, kurz ANC). Hier wird ein „Antischall“ erzeugt, der mit seiner entgegengesetzten Polarität den Schall des Störsignals neutralisiert. Allerdings hat auch diese Methode Nachteile: So ist ANC hauptsächlich für den Ausgleich von Störgeräuschen im unteren Frequenzspektrum, etwa Motorenlärm, geeignet. Außerdem braucht das Verfahren Strom, was bei andauerndem Einsatz auf Kosten der Akkulaufzeit geht. Und das Ausgleichssignal kann für besonders empfindliche Menschen hörbar sein und auf Dauer Kopfschmerzen verursachen.

Ladebox: Kapazität und Anschluss beachten

True-Wireless-Kopfhörer kommen immer mit einer Transportbox, die zugleich die in den Ohrstücken verbauten Akkus auflädt. Je nach Kapazität der Ladebox lassen sich die In-Ears damit mindestens zweimal komplett aufladen. Besonders ladefreudig zeigt sich etwa die Box der Redmi Buds 3 Pro von Xiaomi für 60 Euro, die den dazugehörigen Ohrstücken ganze 28 Stunden zusätzlichen Betrieb spendieren soll.Zum Laden der Box besitzt diese meist einen USB-Anschluss, wobei günstigere Modelle hier auf Micro-USB setzen. Praktischer ist ein USB-C-Anschluss, wie er etwa bei der Ladebox des Sennheiser CX Plus True Wireless für rund 140 Euro zu finden ist.

Apple und Tochterunternehmen Beats liefern die Ladeboxen ihrer Modelle dagegen mit Lightning-Anschluss aus, wobei sich die Box der Apple Airpods 3 Gen. (190 Euro) auch kabellos via Qi laden lässt. Einen Sonderfall stellen auch die Samsung Galaxy Buds Pro für 130 Euro dar: Dank Wireless Power Share können Sie sie zum Laden einfach auf die Rückseite eines kompatiblen Galaxy-Phones legen.

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