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Hardware-Trends 2019: Digitale Assistenten

04.01.2019 | 09:10 Uhr | Sandra Ohse, Verena Ottmann,

Steuerung per Sprache ist das Ding im smarten Zuhause. Das beliebteste Produkt mit digitalem Assistenten ist weiterhin der Lautsprecher. Dank Zubehör lassen sich die Sprachbefehle auch an die Kaffeemaschine oder die Telefonanlage übermitteln.

Eine Studie, die der Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Beratungsunternehmen Deloitte 2018 kurz vor dem Start der IFA in Berlin veröffentlicht hat, bringt es auf den Punkt: Digitale Sprachassistenten erreichen den Massenmarkt. Mittlerweile verwendet jeder achte Bundesbürger ab 18 Jahren bereits einen intelligenten Lautsprecher. Außerdem haben vier von fünf Bundesbürgern von digitalen Sprachassistenten gehört. Und jeder Vierte kann sich vorstellen, zukünftig per Sprache ein Gerät zu steuern.

Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen smarten Lautsprecher sind, dann entscheiden Sie sich mit dem Assistenten automatisch auch für ein bestimmtes Ökosystem, denn bislang unterstützt keiner der Smartspeaker mehrere intelligente Sprachdiener, auch wenn Sonos dazu eine Ankündigung gemacht hat. Derzeit haben Sie die Wahl zwischen Alexa, Google Assistant und Siri. Zusätzlich empfiehlt es sich zu bedenken, wie gut der Klang ausfallen sollte und welche Investition Sie tätigen wollen.

Siehe auch: Amazon Echo, Echo Plus und Echo Dot mit Alexa im Test

Bei der Beschäftigung mit smarten Lautsprechern begegnen Ihnen als Erstes Amazon mit der Echo-Reihe, die auf „Alexa“ anspringt, und Google mit der Home-Serie, die auf „OK Google“ reagiert. Suchen Sie ein Gerät dieser Hersteller, können Sie sich über Neuheiten freuen: So gibt es nun den Amazon Echo Show mit Display in Deutschland (rund 230 Euro), den Echo der zweiten Generation in verschiedenen Ausführungen ab rund 100 Euro und den Echo Plus als Smart-Home-Hub für rund 150 Euro. Letzteren zeichnet aus, dass er die Basisstationen für Philips-Hue-Lampen und weitere Smart-Home-Geräte, wie etwa von Netamo, Belkin und Innogy, eingebaut hat. Dadurch umgehen Sie das Standardchaos im Smart-Home-Bereich und steuern Ihre Geräte ganz einfach mittels Sprachbefehl. Im Falle von Google können Sie zwischen den smarten Lautsprechern Home ab rund 80 Euro, Home Mini für etwa 60 Euro und Home Max für rund 400 Euro wählen.

Ist Ihre Geräteinfrastruktur auf Apple ausgelegt, so finden Sie im Homepod für rund 350 Euro einen intelligenten Lautsprecher, der bei „Hey Siri“ in Aktion tritt. Dieser Speaker stellt allerdings eine Ausnahme dar, denn er ist vergleichsweise eingeschränkt. So lässt er sich nur mit einem Apple-Gerät einrichten und betreiben. Außerdem können Sie ausschließlich Apples eigenen Musikstreamingdienst benutzen. Flexibler funktionieren hier nicht nur die Geräte von Amazon und Google, sondern auch die zahllosen Dritt-Lautsprecher, die die digitalen Assistenten integriert haben. Sie lassen sich mit Android- und iOS-Mobilgeräten betreiben. Allerdings unterscheiden sie sich darin, welches Musikstreaming-Angebot unterstützt wird. Haben Sie ein Abo von Youtube Music oder Play Music, so wählen Sie einen Google-Assistant-Lautsprecher. Sind Sie dagegen Kunde bei Amazon Music, dann empfiehlt sich eher ein Alexa-Smartspeaker. Spotify-Premium-User müssen zusätzlich aufpassen, denn der Dienst ist nicht Teil der Alexa-Plattform und muss von jedem Dritthersteller extra implementiert werden. Ein Check der unterstützten Dienste ist hier Pflicht.

Preis-Leistungs-Tipp: Google Home Mini

Google Home Mini
Vergrößern Google Home Mini
© Google

Preis: rund 60 Euro
Ausstattung: 360-Grad-Sound / Mikrofone mit Fernfeld-Spracherkennung / Micro-USB-Port / externes Netzteil / Wi-Fi 802.11ac / Textilabdeckung in den Farben Kreide, Asche oder Koralle / rutschfeste Basis aus Silikon / Google Home Actions zur Smart-Home-Steuerung

Das braucht der Technikfan

Geht es um den Funktionsumfang der digitalen Assistenten, liegen Alexa und Google Assistant vor Siri. Bei einem Vergleich der beiden Plattformen macht derzeit Alexa das Rennen. Die Technik bietet die Erweiterungen als Skills, Google Assistant als Actions an. Damit steuern Sie nicht nur den Lautsprecher, sondern auch Ihren Fernseher oder die Leuchten in der Wohnung.

Künstliche Intelligenz: Fragen und Antworten zur Zukunft

Aktuell erweitert Amazon mit eigenen Produkten gezielt den Anwendungsbereich der Sprachsteuerung. So bietet das Unternehmen mit Smart Plug zum Beispiel eine clevere WLAN-Steckdose für rund 30 Euro an, mit der sich bisher analoge Geräte wie Kaffeemaschinen ins Smart Home bringen und anschließend über Sprache steuern lassen. Echo Connect geht ebenfalls in diese Richtung. Mit dem Zusatzgerät für rund 40 Euro können Sie die Alexa-Fähigkeit auf Ihren Telefonanschluss ausweiten. Als Verbindungselement dient entweder ein Alexa-Produkt wie Echo, Fire-Tablet oder Fire-TV-Stick oder die Alexa-App.

PC-WELT-Empfehlung: Amazon Echo Plus (2. Gen.)

Amazon Echo Plus (2. Gen.)
Vergrößern Amazon Echo Plus (2. Gen.)
© Amazon

Preis: rund 150 Euro
Ausstattung: 20-Millimeter-Hochtonlautsprecher / 76-Millimeter-Woofer / Wi-Fi 802.11ac / Bluetooth / integrierter Zigbee-Smart-Hub zur Steuerung kompatibler Smart-Home-Geräte / Duale Lautsprecher mit Dolby-Sound / 3,5-Millimeter-Audioausgang

Der Amazon Fire TV Stick 4K (► amzn.to/2zicY4E ) bringt einige Neuerungen mit: Neben UHD/4K- und HDR-Unterstützung soll er schneller sein und außer dem TV noch viele andere Geräte steuern können. Und das alles wieder zu einem super günstigen Preis. Wir haben das Gerät getestet. Wie sich der Fire TV Stick 4K geschlagen hat, erfahrt ihr im Video.

►► Amazon Fire TV Stick 4K bei Amazon kaufen: amzn.to/2zicY4E (noch bis zum 26.11.2018 zum Schnäppchen-Preis von nur 39,99 Euro)

► Ausführlicher Testbericht zum Amazon Fire TV Stick 4K: www.pcwelt.de/2389078

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