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Haft für Bitcoin-Miner: Strom war abgezapft

12.10.2018 | 12:27 Uhr |

Ein Bitcoinminer aus China muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Er zapfte Strom aus dem Eisenbahnnetz ab.

Laut der chinesischen Webseite „The Paper“, ist ein Mann aus China zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte Strom, den er für das Schürfen von Bitcoins verwendete, von einem lokalen Eisenbahnnetz abgezapft.

Der Mann aus der Provinz Shanxi in China bekannte sich dabei schuldig, Strom im Wert von rund 104.000 chinesischen Yuan (ca. 13.000 Euro) gestohlen zu haben, mit denen er 3,2 Bitcoins generiert hat. Die Bitcoins haben dabei einen Wert von ca. 17.000 Euro, in den vergangenen Peak-Zeiten wären es über 50.000 Euro gewesen. Neben der Gefängnisstrafe erhielt der Mann auch eine Geldstrafe von 100.000 chinesischen Yuan (ca. 12.500 Euro).

Bitcoin-Mining ist dank der niedrigen Strompreisen in China recht populär geworden. Da jedoch immer mehr Rechenleistung benötigt wird um ordentliche Gewinne mit der Kryptowährung zu erzielen, sind illegale Bitcoin-Minen, die Strom von lokalen Versorgungsunternehmen oder Konzernen abzapfen, zu einer regelrechten Plage geworden. So sind Unternehmen auch selbst dazu angehalten, illegale Bitcoin-Minen zu erkennen und zu melden.

In einer Regierungsmitteilung der chinesischen ökonomischen Kommission hieß es im Juli 2018: „Lokale Versorgungsunternehmen und Unternehmen werden zur Rechenschaft gezogen, wenn sie es versäumen, das illegale Schürfen von Bitcoin nicht zu unterbinden“.

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