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Hacker zielen auf US-Atomkraftwerke

07.07.2017 | 15:01 Uhr |

In den vergangenen zwei Monaten wurden Betreiberfirmen von US-Atomkraftwerken zur Zielscheibe von Hackern.

Wie die New York Times berichtet , wurden Betreiberfirmen von Atomkraftwerken in den USA in den vergangenen zwei Monaten zunehmend zum Ziel von Hackerangriffen. Die New York Times zitiert in ihrem Bericht einen gemeinsamen Report der US-Heimatschutzbehörde und des FBI. Eines der Ziele sei die Wolf Creek Nuclear Operating Corporation gewesen. Das Unternehmen überwacht den Betrieb des Atomkraftwerks in Burlington im US-Bundesstaat Kansas. Neben den Atomkraftwerk-Betreibern haben es die Hacker den Angaben zufolge auch auf Energiekonzerne abgesehen. Namen wurden jedoch nicht genannt.

Wie schwer die Angriffe waren, ist nicht bekannt. Ebenso liegen die Motive hinter den Cyberangriffen noch im Dunkeln. Die Hacker könnten an Firmengeheimnissen oder der Störung des Betriebs interessiert sein. Ob es sich bei der Wolf Creek Nuclear Operating Corporation um die einzige Atomkraftwerk-Betreiberfirmen unter den Opfern handelt, ist ebenfalls noch unklar.

Laut dem Bericht, sei es den Hackern gelungen, die Computer von Mitarbeitern zu kapern. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass sie von dort aus auch auf die Kontrollsysteme der Anlagen zugreifen konnten. Ein Sprecher der Wolf Creek Nuclear Operating Corporation bestätigte, dass die Mitarbeiter-PCs vom Computernetzwerk des Atomkraftwerks getrennt seien. Diese Sicherheitsvorkehrung soll verhindern, dass Hacker Zugriff auf die empfindlichen Prozesse erhalten.

Die aktuellen Angriffe geben Experten zufolge aber dennoch Anlass zur Sorge. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Angreifer Schwachstellen für zukünftige Attacken ausloten wollen. Bislang sei es den Cyberkriminellen zwar noch nicht gelungen, in die Steuersysteme der Kraftwerke einzudringen. Das sei bei eventuellen Sicherheitslücken aber nur eine Frage der Zeit.   

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