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Hacker fordern Lösegeld von Maschinenbauer Krauss-Maffei

07.12.2018 | 12:28 Uhr |

Das Münchner Maschinenbau-Unternehmen Krauss-Maffei wird von Hackern erpresst. Sie fordern Lösegeld.

Das Münchner Maschinenbau-Unternehmen Krauss-Maffei wird von Hackern erpresst. Diese legen laut dem Bayerischen Rundfunk mit einem Trojaner-Angriff seit zwei Wochen viele Rechner bei Krauss-Maffei lahm. Das habe zur Folge, dass Krauss-Maffei an einigen Standorten nur mit gedrosselter Leistung produzieren könne.

Ein Unternehmenssprecher sagte aber, dass Kraus-Maffei mittlerweile wieder auf dem "Weg zum Normalzustand" sei und die Fertigung wieder hochgefahren werde. Wichtige Dateien würden jetzt wieder laufen. Laut Krauss-Maffei seien die meisten Standorte nicht betroffen gewesen.

Es liegen keine Informationen zu den Urhebern beziehungsweise zu deren Herkunft vor. Der Zweck des Angriffs war anscheinend die Erpressung von Lösegeld. Zur Höhe des von Krauss-Maffei geforderten Lösegelds sagte das Maschinenbau-Unternehmen nichts.

Die traditionsreiche Krauss-Maffei-Gruppe mit Hauptsitz in München gehört seit 2016 einem chinesischen Investor, ähnlich wie zum Beispiel auch der Industrie-Roboter-Hersteller Kuka oder der Automobilzulieferer Grammer. Der bekannte Rüstungskonzern Krauss-Maffei-Wegmann (Leopard 2, Puma und Boxer zusammen mit Rheinmetall) gehört nicht zu Krauss-Maffei, sondern bildet derzeit eine Holding mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter. Es kursieren zudem Gerüchte, dass der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall Krauss-Maffei-Wegmann übernehmen will.

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