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Hacker erschreckt Nutzer über dessen unsichere Kamera

19.12.2018 | 14:23 Uhr | Michael Söldner

Ein Amerikaner wurde von einem friedlichen Hacker über seine kompromittierte Sicherheitskamera angesprochen.

Sicherheitskameras sind praktisch, lässt sich mit ihnen doch die eigene Wohnung auch bei Abwesenheit im Blick behalten. Eine Sicherheitslücke in solchen Kameras kann diese wohlige Vorstellung jedoch schnell ins Gegenteil umkehren. Dem aus Arizona stammenden Immobilienmakler Andy Gregg ist genau dies passiert: Aus seiner im Hof installierten Kamera ertönte die Stimme eines Hackers , der auf eine Schwachstelle in seiner Sicherheitskamera von Nest hinwies.

Der Hacker hatte sogar das Passwort ergaunert, welches vom Besitzer der Sicherheitskamera auch bei anderen Diensten genutzt wurde. Es stammte wohl aus einem früheren Diebstahl bei einem großen Anbieter. Mit dem Passwort konnte sich der Hacker aus der Ferne Zugriff zur Kamera verschaffen. Dem Angreifer ging es eigenen Angaben zufolge aber nur darum, den Besitzer zu warnen. Er gehöre außerdem der Gruppe Anonymous an. Der erschreckte Gregg deaktivierte als Reaktion seine Kamera und änderte seine Passwörter. Derartigen Kameras steht er nun kritischer gegenüber. Noch vor kurzer Zeit habe er gleichartige Kameras an Freunde verschenkt. Nun sei ihm beim Gedanken daran, dass Nutzer auch ihre Kinder damit beobachten, eher unwohl. Grundsätzlich sollte bei der Verwendung von Sicherheitskameras auf regelmäßige Updates geachtet werden. Diese können Sicherheitslücken in der Firmware der Kameras schließen.

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