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Gütesiegel im Überblick: Das bedeuten die Logos

22.06.2017 | 10:14 Uhr |

Ob Monitor, WLAN-Router oder PC: Auf jedem Gerät sehen Sie diverse Gütesiegel abgebildet. Was sie bedeuten, ist häufig unklar. Der Ratgeber durchleuchtet, welche Siegel Sinn machen und welche Sie vernachlässigen können.

Gerade bei Computerprodukten gibt es Prüfzeichen ohne Ende. Sind diese jedoch gesetzlich vorgegeben oder nur vertrauensunwürdige Verkaufsbeschleuniger? Hinter manchen Symbolen und kryptischen Zeichen stehen echte Testverfahren. Bei anderen Siegeln verspricht ausschließlich der Hersteller selbst, dass das Produkt bestimmte Normen einhält. Fest steht, dass in Deutschland lediglich die CE-Kennzeichnung generell verpflichtend ist. Eine weitere staatliche Vorgabe gibt es nicht, um ein Produkt auf seine Sicherheit, Verwendungstauglichkeit oder Verträglichkeit zu prüfen, bevor es in den Regalen der Läden landet.

Umso mehr hilft es, wenn Sie sich mit den Gütesiegeln auskennen. Der Ratgeber untersucht gängige Zeichen auf IT-Produkten und erklärt, was diese bedeuten und ob sie wichtig sind für Ihre Kaufentscheidung. Denn selbst bei freiwilligen Prüfzeichen finden sich durchaus Siegel, auf die Sie achten sollten.

Unbedingt notwendige und gängige Siegel

Die CE-Kennzeichnung ist in Europa zwingend vorgeschrieben, gehört aber nicht zu den Prüfkennzeichen.
Vergrößern Die CE-Kennzeichnung ist in Europa zwingend vorgeschrieben, gehört aber nicht zu den Prüfkennzeichen.

CE

Die beiden Buchstaben stehen für „Communauté Européenne“ – europäische Gemeinschaft. Diese Kennzeichnung ist in Europa für elektrische Geräte zwingend vorgeschrieben. Sie ist kein Prüfzeichen, sondern eine Selbsterklärung des Herstellers, dass das Produkt die europäischen Richtlinien und Verordnungen einhält. CE ist eine Voraussetzung, um ein Produkt hierzulande überhaupt auf den Markt bringen zu können.

Vorteil: Das CE-Zeichen ist quasi der EU-Reisepass für ein Produkt.

Nachteil: Es handelt sich um eine Selbsterklärung des Herstellers. Für den Verbraucher ist wenig transparent, welche europäischen Richtlinien damit tatsächlich abgedeckt sind.

Das Merkmal „Geprüfte Sicherheit“ wird von einer unabhängigen GS-Stelle nach eingehender Prüfung verliehen.
Vergrößern Das Merkmal „Geprüfte Sicherheit“ wird von einer unabhängigen GS-Stelle nach eingehender Prüfung verliehen.

GS

Um das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ zu erhalten, durchläuft ein Produkt ein freiwilliges Verfahren. Obwohl das Zeichen ursprünglich rein auf Deutschland begrenzt war, findet es über die Landesgrenzen hinweg Beachtung. Eine GS-Prüfung besagt, dass ein Produkt den Anforderungen des Paragraphen 21 des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) entspricht. Genauer: Das Produkt erfüllt DIN-Normen, europäische Vorgaben und allgemein anerkannte Regeln der Technik. Um das Siegel zu bekommen, muss ein Hersteller das Produkt unabhängig überprüfen lassen – wie zum Beispiel vom TÜV Rheinland. Die Prüfung umfasst hierbei neben dem Produkt auch Kontrollmaßnahmen der Fertigungsstätte wie beispielsweise jährliche Inspektionen, um sicherzustellen, dass die Serienfertigung tatsächlich auf dem testierten Niveau funktioniert.

Vorteil: Das GS-Siegel darf nur von zertifizierten Prüfstellen (GS-Stellen) verliehen werden. Wenn sich etwas am Produkt ändert, muss der Hersteller die GS-Stelle informieren. Es ist nicht nur auf Elektronik, sondern auch auf Fitnessgeräten, Spielzeug, Fahrrädern, Küchengeräten oder technischen Arbeitsmitteln zu finden.

Nachteil: Die Prüfung ist freiwillig.

Trägt ein Produkt das Siegel der Wi-Fi Alliance, sind seine WLAN-Fähigkeiten unabhängig überprüft worden.
Vergrößern Trägt ein Produkt das Siegel der Wi-Fi Alliance, sind seine WLAN-Fähigkeiten unabhängig überprüft worden.

Wi-Fi Certified

Das Siegel verspricht, dass das Gerät mittels WLAN-Drahtlosverbindung mit anderen geprüften Produkten zusammenarbeiten kann, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Um das Siegel nutzen zu können, durchlaufen die Geräte Tests bei unabhängigen Laboren. Zertifizierte Geräte sind anwenderfreundlich und zuverlässig. Dieses Siegel können außer IT-Produkten auch Geräte für IoT (Internet of Things) oder den Haushalt tragen.

Vorteil: Der Anwender erkennt schon auf den ersten Blick, dass ein Gerät auf seine WLAN-Kompatibilität hin geprüft ist.

Nachteil: Die Wi-Fi Alliance (WFA), die für die Vergabe des Siegels verantwortlich ist, verwirrt die Gerätehersteller derzeit mit immer neuen Zertifizierungsprogrammen und überhastet verabschiedeten Normen. Die Folge: Geräteanbieter verzichten oft auf eine Zertifizierung – zum Nachteil für den Verbraucher.

Echte Prüfsiegel mit hohem Anspruch

Freiwillige Prüfung: Das VDE-Siegel ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, signalisiert aber elektronische Sicherheit.
Vergrößern Freiwillige Prüfung: Das VDE-Siegel ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, signalisiert aber elektronische Sicherheit.

VDE

Das Siegel des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik befindet sich auf Produkten aus den Bereichen Informationstechnik, Smart Home, Industrie 4.0, jedoch auch auf Haushaltsgeräten oder Consumer Electronics. Es bescheinigt einem Produkt, dass es mit nationalen und internationalen Normen und Sicherheitsstandards übereinstimmt, die über dem Produktsicherheitsgesetz des GS-Siegels liegen können. Die Grundlagen des jeweiligen Tests legt der Verband fest. Sie umfassen elektrische sowie mechanische Tests genauso wie thermische, toxische und radiologische Untersuchungen. Die Gültigkeitsdauer des Zertifikats legt der VDE für jedes Produkt individuell fest.

Vorteil: VDE-Tests umfassen nicht nur das Produkt, sondern auch dessen Anfertigung. Das Zertifikat kann vom Verband entzogen werden, wenn nachträglich Mängel festgestellt werden.

Nachteil: Geprüfte Produkte sind schwer aufzufinden, weil die Onlinesuche des Verbands eine Referenznummer verlangt.

Für das Monitorsiegel TCO 03 muss sich ein Bildschirm aus der Waagrechten so absenken lassen, dass die Blicklinie des Anwenders um 35 Grad nach unten gehen kann.
Vergrößern Für das Monitorsiegel TCO 03 muss sich ein Bildschirm aus der Waagrechten so absenken lassen, dass die Blicklinie des Anwenders um 35 Grad nach unten gehen kann.

TCO

Vor allem auf Monitoren sehen Sie das Siegel sehr oft. Es findet sich auch bei Druckern, Notebooks, Tablets, PCs, Projektoren und Headsets. Das Siegel verdeutlicht die ergonomische Qualität von Gegenständen, die im Büro zum Einsatz kommen. Der Dachverband der schwedischen Angestellten-und Beamtengewerkschaft vergibt dieses Zertifikat. Seine aus dem Schwedischen stammende Bezeichnung sorgt deshalb auch für das Kürzel („Tjänstemännens Centralorganisation“). Die Jahreszahl hinter TCO steht für die Fassung und verdeutlicht, für welche Produktkategorien das Siegel gilt: TCO 95 etwa stand für die Strahlenmessung und Überprüfung von Kathodenstrahlmonitoren und ist mittlerweile abgeschafft. TCO 01 gilt ausschließlich für Mobiltelefone, TCO 04 lediglich für Büromöbel.

Bei TCO können unterschiedliche Fassungen gleichzeitig gelten, da sie teilweise aufeinander aufbauen. So beinhaltet TCO 99 die Grenzwerte von TCO 95 für elektrische und magnetische Felder und setzt gleichzeitig neue Kriterien fest – etwa für das Flimmern bei Monitoren, jedoch auch für Grenzwerte zu Staub-und Ozonemissionen von Druckern. TCO 03 und 06 zertifizieren nur Bildschirme. Kleben beide Siegel auf dem Rahmen, erfüllt der Schirm ergonomische Vorgaben wie das Neigen und ist zur Wiedergabe von Bewegtbildern aufgrund kurzer Bildaufbauzeiten geeignet. Darüber hinaus erfüllt das Display die Vorgaben zu Bildqualität, Farbwiedergabe und Energieverbrauch.

Vorteil: Das Label ist international anerkannt und trägt zur ökologischen sowie sozialen Verbesserung bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung von IT-Produkten bei. Unabhängige Stellen wirken bei den Prüfkriterien mit. Verstößt ein Labelnehmer gegen die Kriterien, muss er mit Sanktionen rechnen.

Nachteil: Mit Ausnahme von Monitoren findet sich das Siegel in Deutschland selten.

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Gütesiegel für die grüne Kaufentscheidung

Gerade bei Druckern fürs Büro finden Sie das Siegel „Der Blaue Engel“. Es ist verlässlich und kennzeichnet das Produkt als emissionsarm und energieeffizient.
Vergrößern Gerade bei Druckern fürs Büro finden Sie das Siegel „Der Blaue Engel“. Es ist verlässlich und kennzeichnet das Produkt als emissionsarm und energieeffizient.

Blauer Engel

Das Umweltzeichen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau-und Reaktorsicherheit gibt es seit 1978. Es wird von der Jury Umweltzeichen verliehen und steht für die Betrachtung der gesamten Lebenszeit eines Produktes – von der Produktion über den Gebrauch bis zur Entsorgung. Die fachlichen Kriterien der Vergabegrundlagen entwickelt dabei das Umweltbundesamt. Als Zeichenvergabestelle fungiert die RAL GmbH, die den gesamten Zertifizierungsprozess begleitet. „Der Blaue Engel“ begegnet uns nicht nur im Computerbereich, sondern auch bei Produkten für Haushalt, Garten, Büro und Bau. Mit RAL-UZ sind die Vergabegrundlagen gekennzeichnet. Dass sogar mehrere Kataloge zum Einsatz kommen, zeigen die „Bürogeräte mit Druckfunktion“, für die sowohl die RAL-UZ 171 als auch RAL-UZ 205 als Basis dienen. Am Siegel selbst erkennen Sie jedoch nicht, welcher Regelkatalog genau als Basis für das Umweltzeichen gedient hat.

Sicher ist allerdings, dass ein Produkt mit dem Siegel wenig geklebte Einzelteile enthält, vielfach quecksilberfrei ist und auch einen geringen Energiebedarf im Betrieb sowie in Standby-Modi aufweist. Überdies lässt es sich umweltgerecht entsorgen. Einzelne Geräte lassen sich auf der Website www.blauer-engel.de unter „Produktwelt“ recherchieren. Bei IT-Produkten finden sich neben Druckern und Multifunktionsgeräten PCs, Monitore, Tastaturen, Telefonanlagen, Tonermodule und Mobiltelefone unter den ausgezeichneten Kategorien.

Vorteil: Dieses Siegel wird nach eingehender, strenger Prüfung unabhängig vergeben.

Nachteil: Bei elektronischen Geräten dominieren Drucker und Multifunktionsgeräte für den Büroeinsatz, da das Siegel im öffentlichen Bereich gefordert wird. Seine Verbreitung ist in anderen Bereichen wie beispielsweise Consumer Electronics gering.

Das Siegel gibt nur einen ersten Hinweis dazu, wie ein Gerät mit Energie umgeht. Mehr leistet es nicht.
Vergrößern Das Siegel gibt nur einen ersten Hinweis dazu, wie ein Gerät mit Energie umgeht. Mehr leistet es nicht.

Energy Star

Das Energiesparen steht bei diesem Siegel im Mittelpunkt. Es symbolisiert, dass ein Gerät die Kriterien der US-Umweltschutzbehörde (EPA – „Environmental Protection Agency“) erfüllt. Im Unterschied zu Umweltzeichen wie beispielsweise dem Blauen Engel kann jeder Hersteller das Symbol verwenden, der denkt, dass sein Produkt mit den Vorgaben konform geht. Eine Prüfung durch die Behörde findet jedoch nicht statt. Das Siegel findet sich auf einer Vielzahl von Produkten aus den Bereichen Haushalt, Kühlung, Heizung, Beleuchtung und Bau. Bei elektronischen Geräten tragen es Monitore, Drucker, Desktop-Computer, Fernseher und Mobilgeräte wie Tablets.

Im Wesentlichen besagt der „Energy Star“, dass sich ein Gerät nach einiger Zeit selbstständig aus dem Betriebsmodus zurückschaltet, um Energie zu sparen. Seit der Spezifikation 5.0 für Computer ersetzen Formeln die konkreten Grenzwerte nach Gerätekategorie. In die Berechnung fließen die Messwerte für die Zustände „Aus“, „Ruhe“ und „Leerlauf“ und für die typische Verwendungsweise ein. Die Formeln werden mit einem Basisfaktor multipliziert. Als typisch nimmt der „Energy Star“ etwa bei Desktop-Rechnern an, dass der Computer 55 Prozent seiner Zeit ausgeschaltet ist und sich fünf Prozent im Ruhezustand sowie vierzig Prozent im Leerlauf befindet. Grenzwerte zum Betrieb hängen bei PCs mit den installierten Prozessorkernen zusammen. Dazu erhöht sich der Grenzwert im Energieverbrauch durch zusätzliche Bauteile wie zum Beispiel einen größeren Arbeitsspeicher.

Vorteil: Das Zeichen findet sich auf einer Vielzahl von Geräten.

Nachteil: Seine Aussagekraft ist allerdings relativ gering, da es vom Hersteller selbst vergeben wird und aus diesem Grund vorher keinerlei unabhängige Prüfung durch eine dritte Stelle stattfindet.

Wenig aussagekräftig: Zulassungssiegel für das Ausland

Mit FCC versehene Geräte sind in den USA zugelassen. Das ist für Europa und damit Deutschland nicht relevant.
Vergrößern Mit FCC versehene Geräte sind in den USA zugelassen. Das ist für Europa und damit Deutschland nicht relevant.

FCC

Insbesondere bei elektronischen Geräten findet sich dieses Siegel regelmäßig. Diese drei Buchstaben stehen für „Federal Communications Commission“ – eine unabhängige US-Behörde, die vom Kongress geschaffen wurde. Neben ihrer Aufgabe als Regulierungsbehörde nimmt sie die Zulassung von „Kommunikationsgeräten“ wie etwa Radios, Fernsehern und Computern vor. Sie bekommen eine FCC-Identifizierungsnummer, ohne die sie in den USA nicht vertrieben werden dürfen. Anhand dieser Nummer lassen sich Gerät und Hersteller genau feststellen.

Vorteil: Anhand des FCC-Siegels haben Sie die Möglichkeit nachzuvollziehen, ob das Produkt in den USA zugelassen ist.

Nachteil: Für Europa und Deutschland ist das Zeichen wenig bis gar nicht relevant.

Das Zeichen „EAC“ hat nur für die eurasische Zollunion eine Bedeutung, nicht aber für Deutschland.
Vergrößern Das Zeichen „EAC“ hat nur für die eurasische Zollunion eine Bedeutung, nicht aber für Deutschland.

EAC

Das Kürzel steht für „Eurasian Conformity“ und ähnelt dem FCC-Zeichen für die USA. Denn es ist die Voraussetzung, um Produkte in die Staaten Russland, Weißrussland und Kasachstan einführen zu dürfen. Mit dem Zertifikat bestätigen sowohl Hersteller als auch Lieferanten, dass ein Ge-rät die Konformitätsverfahren durchlaufen hat und damit die vorgeschriebenen technischen Anforderungen erfüllt.

Vorteil: EAC ist quasi das Pendant zum CE-Zeichen der EU oder zum FCC-Zeichen für die USA.

Nachteil: Wenig Aussagekraft für Europa.

Neue Zeichen und kommende Gütesiegel

Erst im Kommen: Das Siegel ist ganz neu. Es stellt sicher, dass ein Fernseher UHD, HDR und WCG mitbringt.
Vergrößern Erst im Kommen: Das Siegel ist ganz neu. Es stellt sicher, dass ein Fernseher UHD, HDR und WCG mitbringt.

4K HDR Ultra-HD

Dieses Siegel ist erst im Januar dieses Jahres auf der Computer Electronics Show, CES, von der Eurofins Digitaltesting vorgestellt worden, einem Qualitätsprüfungsunternehmen mit 225 Testlaboren in 35 Ländern. Es verdeutlicht, dass ein Fernseher die UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln darstellen kann und Hochkontrast (HDR) sowie den erweiterten RGB-Farbraum Wide Colour Gamut (WCG) mitbringt. Gleichzeitig können Verbraucher sicher sein, dass Geräte mit diesem Siegel HDR-Inhalte darstellen können, egal ob sie per Fernsehsignal oder über das Internet übertragen werden.

Vorteil: Um dieses Prüfzeichen zu bekommen, durchläuft ein Fernsehgerät eine Testroutine beim Siegelanbieter – das liefert dem Verbraucher eine gute Orientierung.

Nachteil: Derzeit ist noch nicht bekannt, wie viele Hersteller von TV-Geräten Interesse an diesem Gütesiegel haben.

Eigentlich umfasst das Siegel für Ultra HD Premium bereits Vorgaben für den Hochkontrast. Viele Hersteller (hier Panasonic) betonen die HDRTalente jedoch gerne mit einem Extra-Zeichen.
Vergrößern Eigentlich umfasst das Siegel für Ultra HD Premium bereits Vorgaben für den Hochkontrast. Viele Hersteller (hier Panasonic) betonen die HDRTalente jedoch gerne mit einem Extra-Zeichen.

Ultra-HD Preminum

Dieses Siegel wird seitens der HD Alliance – einem Zusammenschluss von Geräteherstellern und Inhalteanbietern – vergeben. Es kennzeichnet, dass ein Fernseher UHD-zentrale Faktoren beherrscht: die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln, 10 Bit Farbtiefe und die erforderliche Helligkeit. Hier sind für LC-Displays 1000 Nits, für Oled-Panels 540 Nits gefordert. Darüber hinaus stellt das Siegel sicher, dass das Display mindestens 90 Prozent des Kinofarbraums DCI P3 abdeckt und beim Restschwarzwert einen Richtwert von 0,05 Candela pro Quadratmeter bei LCD sowie 0,0005 Candela pro Quadratmeter bei Oled einhält. Dazu gibt es Vorgaben für HDR-Inhalte: Sie müssen in UHD-Qualität produziert sein und in dieser Auflösung auch im Fernseher ankommen. Hierfür muss das Material den Empfehlungen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU-R) entsprechen, die unter dem Kürzel „BT.2020“ zusammengefasst ist. Das betrifft neben der Auflösung auch Bildfrequenz, Farbtiefe und Farbraum.

Vorteil: Dieses Siegel geben die Anbieter von Fernsehgeräten und Inhalten selbst heraus. Es bezieht sich außer auf die Fernseher selbst ebenfalls auf die entsprechenden Player und die Geräte, welche zum Mastering von Inhalten verwendet werden.

Nachteil: Die Qualitätskriterien sind von den Herstellern und den Vertretern der Filmindustrie selbst definiert worden. Es fehlt eine unabhängige Stelle.

Fernseher & Co. mit diesem Zeichen sind auf hochaufgelöstes Fernsehen via Antenne grundsätzlich vorbereitet.
Vergrößern Fernseher & Co. mit diesem Zeichen sind auf hochaufgelöstes Fernsehen via Antenne grundsätzlich vorbereitet.

DVB-T2 HD

Ende März 2017 haben die TV-Sender damit begonnen, das bisherige DVB-T durch das hochauflösende Antennenfernsehen zu ersetzen. Das Siegel sagt aus, dass ein TV-Gerät oder Receiver über das digitale Antennenfernsehen öffentlich-rechtliche Kanäle oder private Sender in Full-HD und mit 50 Vollbildern pro Sekunde (1080p) empfangen kann.

Vorteil: Das Symbol gibt Orientierung, wenn Sie auf der Suche nach einem Ersatz für Ihren alten DVB-T-Empfänger sind.

Nachteil: Das Siegel sagt nichts darüber aus, ob Sie für den Empfang zahlen müssen oder nicht – wie bei privaten Sendern, die nun selbst für SD-Qualität Gebühren verlangen. Ebenso wenig erklärt es, wie es mit der Abdeckung in Ihrer Region aussieht. Infos hierzu finden Sie unter www.dvb-t2hd.de/empfangscheck .

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