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Großbritannien: WhatsApp will Verschlüsselung nicht offenlegen

21.09.2017 | 14:16 Uhr |

Britische Behörden wünschen sich eine geheime Hintertür, um die Verschlüsselung in WhatsApp zur Terrorabwehr zu umgehen.

Seit Mitte 2016 werden Chats innerhalb von WhatsApp mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor fremden Blicken geschützt. Auch die Betreiber können die über den Messenger verschickten Inhalte nicht lesen. Die britischen Behörden fordern in Anbetracht der Terrorgefahr dennoch Einblicke in die Unterhaltungen. Hierfür soll WhatsApp laut Sky News eine Hintertür einbauen. Dies verweigert das Unternehmen jedoch.

Der Grund ist einfach: WhatsApp selbst verfüge nach eigenen Angaben nicht über die geforderten Inhalte. Lediglich die erfassten Metadaten der Gespräche könne man Ermittlern zur Verfügung stellen. Im August setzte sich die britische Innenministerin Amber Rudd noch für ein Ende der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in WhatsApp ein. Auch dies wurde von den Betreibern des Messengers abgelehnt. Die Integration einer Hintertür in WhatsApp wäre ein Risiko für alle Teilnehmer. Die Schlüssel für Behörden könnten schließlich in die falschen Hände geraten. Denkbar wäre auch eine flächendeckende Überwachung aller Chats durch Behörden. Aus diesem Grund müssen sich Ermittler wohl auch weiterhin mit den Metadaten zufrieden geben.

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