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Großbritannien: Grundrecht auf Internetzugang mit 10 Mbps

21.12.2017 | 16:49 Uhr |

Britische Bürger können ab 2020 einen Internetzugang mit mindestens 10 Megabit pro Sekunde vor Gericht einklagen.

Die britische Regierung hat für Einwohner des Inselstaates das Recht auf einen schnellen Internetzugang beschlossen. Ab 2020 können britische Bürger sogar vor einem nationalen Gericht einen Zugang mit mindestens 10 Megabit pro Sekunde einklagen. Internet-Service-Provider müssen gleichzeitig flächendeckend Breitbandzugänge anbieten. Ursprünglich sollten britische Internetanbieter freiwillig entsprechend schnelle Zugänge für Nutzer bereitstellen. Mit entsprechenden regulatorischen Maßnahmen will der britische Staat den Ausbau der Internetzugänge in Zukunft gezielt fördern. 

Im kommenden Jahr soll zudem ein weiteres Gesetz den Internetausbau vorantreiben. Für die Schaffung schnellerer Zugänge bleiben den Internet-Service-Providern dann noch zwei Jahre Zeit. Grundsätzlich gehört Großbritannien jedoch schon jetzt zu den Ländern, in denen viele Breitbandanschlüsse zur Verfügung stehen: 95 Prozent der britischen Breitband-Verbindungen sind bereits mindestens 24 Megabit pro Sekunde schnell. Hierzulande sollten zwar Ende 2018 auch alle Haushalte einen Breitband-Zugang mit 50 Mbps erhalten, dieser Termin dürfte wohl aber nicht mehr eingehalten werden. Laut Bundesverband für Glasfaserausbau könnte dieses Ziel sogar erst 2030 erreicht werden.

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