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Greenpeace steuert Superman-Drohne gegen AKW

05.07.2018 | 16:19 Uhr |

Eine Drohne im Superman-Kostüm hat gestern ein französisches Atomkraftwerk gerammt.

Französische Aktivisten von Greenpeace haben mit einer ungewöhnlichen Flugshow auf die Verwundbarkeit von Atomkraftwerken hingewiesen. Im nahe bei Lyon gelegenen AKW Bugey steuerten sie dazu zwei Fluggeräte gegen das Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente. Eine der Drohnen haben die Aktivisten dabei in ein Superman-Kostüm gesteckt. Nach dem Zusammenstoß mit der Außenmauer fielen beide Fluggeräte zu Boden, das Gebäude wurde dabei jedoch nicht beschädigt. Ein Video der Aktion findet sich auf YouTube.

Laut Betreiber wurden die zwei Drohnen vom Sicherheitsteam über dem Gelände geortet. Danach wurden die Überreste der Flugdrohnen geborgen. Laut Stromkonzern EDF habe es keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage gegeben. Dennoch werde man mit einer Anzeige reagieren, schließlich sei der Überflug von Atomkraftwerken streng verboten. Das Brennelemente-Gebäude sei gegen derartige Angriffe geschützt. Laut Greenpeace seien die Sicherheitsvorkehrungen bei französischen Kernkraftwerken dennoch zu lasch. Konkret könnten Terroristen die Anlagen angreifen und so die Umwelt für Millionen Menschen mit radioaktiven Abfällen verschmutzen. Erst 2017 drangen daher Aktivisten in das Gelände zweier AKWs ein, im Anschluss mussten sich die Teilnehmer vor Gericht verantworten.

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