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Grand Theft Auto 5 kommt mit Crystal Meth

10.05.2017 | 11:44 Uhr |

Ein elf Jahre alter Junge kauft sich ein gebrauchtes Konsolenspiel - es ist GTA5. Und bekommt Crystal Meth gleich noch mit dazu. Eine Warnung für alle Eltern, deren Kindern gebrauchte Spiele kaufen.

In den USA häufen sich laut einem Bericht der Spiele-Webseite Kotaku Meldungen darüber, dass die Käufer von gebrauchten Spielen lebensgefährliche Drogen in den Spieleverpackungen finden.

Der jüngste Fall stammt aus dem US-Bundesstaat Florida: Eine Mutter geht mit ihrem elf Jahre alten Sohn in einen Laden der Kette Gamestop. Diese Ladenkette verkauft weltweit Spiele für Computer und Konsolen. Unter anderem auch gebrauchte Spiele.

GTA 5 gibt es mit Gratis-Dreingabe

Der Junge kauft sich den Klassiker Grand Theft Auto 5. Während der Installation des Spiels blättert der Junge durch das beiliegende Handbuch. Und findet eine kleine Plastiktüte mit weißem Pulver. Zum Glück für ihn probiert er das Pulver nicht etwa aus und leckt daran, sondern bringt den Fund zu seiner Mutter. Die gibt das Tütchen an die Polizei weiter. Deren Analyse ergibt: Es handelt sich um Crystal Meth, eine lebensgefährliche Droge, die auch in Deutschland ein ernstes Problem darstellt.

Einen ähnlichen Fund soll bereits ein anderes Kind im September 2016 in einer anderen Filiale von Gamestop in einem anderen US-Bundesstaat gemacht haben. Auch damals fand das Kind eine Tüte mit Meth bei einem gebrauchten Computerspiel.

Die Mutter zeigt sich entsetzt, denn ihr Sohn hat noch eine drei Jahre alte Schwester. Falls diese die Tüte mit der lebensgefährlichen Droge gefunden hätte, hätte sie deren Inhalt vielleicht in den Mund gesteckt. Und wäre jetzt tot.

Die Zentrale von Gamestop betonte gegenüber Kotaku, dass seine Mitarbeiter bei gebrauchten Spielen nicht nur den ordnungsgemäßen Zustand der Datenträger, sondern auch die beiliegenden Handbücher und Cases prüfen würden. Wie dann aber in mindestens zwei Fällen eine Tüte mit Crystal Meth durchschlüpfen konnte, lässt die Firma unbeantwortet.

Eltern sollten Spiele checken

Eltern sollten daraus auch in Deutschland eine Lehre ziehen und den Inhalt eines gebrauchten Spiels prüfen, bevor sie es ihren Kindern geben.

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