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GoPro Karma im Test - Drohne mit Hero5 Black

19.05.2017 | 09:11 Uhr |

Die GoPro Karma mit der Hero5 Black und coolem Zubehör wie dem Stabilisator "Grip" ist nun auch in Deutschland verfügbar. Was die Drohne drauf hat, zeigen wir Ihnen in diesem Test.

Etwa ein halbes Jahr nach offiziellem Launch ist die GoPro Karma nun auch in Deutschland angekommen. Aufgrund von Akkuproblemen und daraus resultierender Absturzgefahr musste GoPro die ausgelieferten Drohnen zurückrufen - weshalb sich auch der Deutschland-Start verzögerte.

Fazit zur GoPro Karma

Sie dürfen die Karma nicht mit einer Drohne von DJI und Co. vergleichen, die mit zig Sensoren ausgestattet ist, um die Steuerung so einfach und das Fliegen so sicher wie möglich zu machen. Die Karma bietet keiner dieser Sensoren! Unter anderem deshalb liegt die Drohne unruhig in der Luft und schafft es nicht, die Position im Schwebeflug beizubehalten - sehr gefährlich! Außerdem gibt es keine anderen Steuermodi, um die Sticks umzubelegen.

Was Flugsteuerung, Flugsicherheit, Ausstattung und intelligente Flugmodi betrifft, kann die Karma nicht mit einem DJI Mavic Pro mithalten, der ein ähnliches Konzept verfolgt. Sollte es einen Nachfolger geben, muss GoPro deutlich nachbessern! Nur die Bildqualität ist auf einem deutlich höheren Niveau - zum Einsatz kommt schließlich die Hero5 Black, die alleine schon um ein Vielfaches größer als die Kamera des Mavic Pros ist.

GoPro Karma: Preis

Besitzen Sie bereits eine GoPro Action-Cam (ab Hero4), dann kostet die Karma rund 1000 Euro. Inklusive Hero5 Black zahlen Sie 1400 Euro. Der Grip ist im Lieferumfang enthalten.

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GoPro Karma ist klappbar

Wie der DJI Mavic Pro lässt sich die Karma zwar zusammenklappen und damit leichter transportieren - ein Rucksack wird mitgeliefert - sie ist jedoch nicht so kompakt gebaut und fällt sich deutlich schwerer aus.

Dafür können Sie das Gimbal samt ActionCam Hero5 Black leicht abmontieren und mit dem je nach Paket mitgelieferten GoPro Grip verwenden, um wackelfreie Videos auch am Boden aufzunehmen. Die Idee gefällt uns, da der Wechsel sowie die eigentliche Gimbal-Funktion in der Praxis einwandfrei funktionieren.

GoPro Hero5 Black im Test
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Der GoPro Karma fehlen Sensoren

Während Drohnenhersteller wie DJI immer mehr Sensoren in ihren Coptern verbauen, die das Drohnenfliegen nicht nur vereinfachen, sondern auch sicherer machen, bietet die Karma weder einen Kollisionsschutz noch Ultraschallsensoren und Zusatz-Kameras zur Positionsbestimmung. Alleine deshalb sollten Sie die Drohne nur auf freier Outdoor-Fläche fliegen und niemals in geschlossenen Räumen. Die Karma verfügt nämlich nur über GPS.

Aufgrund der fehlenden Sensoren müssen Sie auch die Landung behutsam angehen, da die Drohne den Boden nicht erkennt und abbremst, sondern die volle Geschwindigkeit beibehält.

50 Tipps für einen guten Drohnen-Flug

Die Idee ist gut, die Umsetzung überzeugt nicht ganz.
Vergrößern Die Idee ist gut, die Umsetzung überzeugt nicht ganz.
© GoPro

Controller mit eigenem Display

Die Fernsteuerung ist minimalistisch und dadurch übersichtlich aufgebaut. Sie liegt gut in der Hand und bietet einen eigenen, aufklappbaren Bildschirm, den Sie per Touchgesten bedienen können. Sie benötigen also kein zusätzliches Smartphone oder Tablet für das Livebild. Das Menü beinhaltet nur wenige Einstellungsmöglichkeiten, so ist es zum Beispiel nicht möglich, die Steuerung zu ändern. Die Sticks sind tief eingelassen, damit das Display geschlossen werden kann, dadurch ist eine präzise Steuerung schwierig, wenn man gewohnt ist, die Sticks mit Daumen und Zeigefinger zu bedienen. Aber für Profis ist die Drohne sowieso nicht gedacht.

GoPro stellt mit der Passenger-App ein cooles Feature zur Verfügung, die es kostenlos in den App Stores von Apple und Google gibt. Mit ihr können bis zu drei Personen auf ihren Smartphones und Tablet das Livebild der Drohne mitverfolgen und die Welt direkt von oben betrachten.

Luftraum G: Hier dürfen Sie in Deutschland fliegen

GoPro Karma in der Praxis

Dank Hero5 Black filmen Sie in hoher Qualität aus der Luft.
Vergrößern Dank Hero5 Black filmen Sie in hoher Qualität aus der Luft.
© GoPro

Sind Fernsteuerung und Drohne verbunden und der Kompass kalibriert, können Sie die Karma starten. Die Rotoren schmeißen Sie über den Startknopf an. Der Abflug erfolgt dann entweder manuell, indem Sie den linken Stick nach oben bewegen oder automatisch über einen Druck auf das Display.

Ist die Karma in der Luft, fällt sofort auf, dass die Drohne im Schwebeflug die Position nicht halten kann. Sie driftet in eine Richtung ab oder verliert an Höhe. Sehr gefährlich, wenn sich Hindernisse in der Nähe befinden. Sie müssen die Drohne ständig aktiv lenken, um sie auf Position zu halten! Die GPS-Verbindung geht im Test nicht verloren, allerdings treten bereits nach etwa 40, 50 Metern Höhe Störungen des Bildsignals auf dem Controller auf. Die Aufnahme ist davon aber nicht betroffen.

Weil die Karma die Hero5 Black als Kamera nutzt, erhalten Sie eine gewohnt hohe Bildqualität mit satten Farben, guten Kontrasten und hoher Schärfe.

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