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Google will depressiven Nutzern helfen

25.08.2017 | 16:19 Uhr |

Nutzer, die den Begriff „klinische Depression“ googeln, werden ab sofort zu einer Befragung weitergeleitet.

Google möchte seine Marktstellung als beliebteste Suchmaschine nutzen, um Menschen mit einer Depression zu helfen und ihnen Hilfe zu vermitteln. Nutzer, die in den USA auf ihrem Mobilgerät den Begriff „klinische Depression“ googeln, werden ab sofort zu einer Befragung weitergeleitet, die feststellen soll, ob sie eine Depression haben. Die Aktion ist Teil einer Partnerschaft zwischen Google und der National Alliance on Mental Illness (NAMI).

Die in der Befragung verwendeten Punkte sind Teil des standardisierten PHQ-9-Testverfahrens. Dieser Test wird von Psychologen und Psychotherapeuten angewandt, um herauszufinden, ob eine Person eine Depression hat, ohne es zu wissen. Auch wenn dieser Test nicht zu 100 Prozent genau ist, soll er doch eine gute Richtlinie darstellen.

Die Kooperation mit NAMI soll die öffentliche Wahrnehmung der Depression als Krankheit stärken – besonders unter den jüngeren Internet-Nutzern. Aktuelle Statistiken zeigen, dass nur rund 50 Prozent der US-Bürger, die an einer Depression erkrankt sind, auch eine passende Therapie beginnen. Wie NAMI-CEO Mary Giliberti in einem Blog-Beitrag erklärt, soll die Kooperation mit Google depressiven Menschen helfen, eine Therapie zu finden und ihre Lebensqualität dadurch zurück zu gewinnen.

Google ist nicht der erste Internet-Konzern, der sich um psychische Krankheiten kümmert. Im vergangenen Jahr verstärkte Facebook sein Toolset zur Erkennung und Meldung von selbstmordgefährdeten Nutzern . Bei Instagram können Mitglieder Beiträge von Freunden markieren, bei denen sie denken, sie würden gerade eine schwierige Zeit durchmachen und könnten dabei Hilfe benötigen.

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