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Google und Facebook kämpfen mit CrossCheck gegen Fake News

07.02.2017 | 13:59 Uhr |

Die neue Recherche-Plattform CrossCheck soll die Zahl der Fake-News während der Wahl in Frankreich gering halten.

Im April findet in Frankreich die Präsidentschaftswahl statt. Im Vorfeld verstärken Google und Facebook ihre Bemühungen im Kampf gegen Falschmeldungen - Fake News. Beide Internet-Konzerne unterstützten die neue Gemeinschaftsinitiative CrossCheck .

Die Plattform geht am 27. Februar in Frankreich online und wird über die gesamte Dauer der Präsidentschaftswahl von lokalen Medienunternehmen betreut. Internet-Nutzer können bei CrossCheck dubiose Nachrichten melden oder den Mitarbeitern Fragen stellen. Google und Facebook versorgen CrossCheck im Rahmen einer Partnerschaft mit Daten und Tools, die beim Aufspüren von viralen Falschmeldungen helfen sollen.

Die Leitung von CrossCheck übernimmt First Draft News. Das gemeinnützige Projekt wurde mit Hilfe von Googles News Lab gegründet. First Draft News entwickelt Tools und Trainingsprogramme, mit denen Meldungen verifiziert und Medienkompetenz aufgebaut werden soll.

CrossCheck will während der Wahl in Frankreich nicht nur Fake News aufdecken, sondern auch der Bevölkerung Rede und Antwort stehen. Mit der transparenten Beantwortung von Nutzerfragen auf der Website wollen die Initiatoren den bei einigen Bürgern schlechten Ruf der Presse aufpolieren. CrossCheck konnte bislang bereits 17 Medienpartner gewinnen, darunter Agence France-Presse und BuzzFeed News.

Facebook wird sein Tool CrowdTangle zum CrossCheck-Projekt beisteuern. Die Software identifiziert und verfolgt die Entwicklung und Verbreitung von für die Wahl relevanten Themen im sozialen Netzwerk. Von CrossCheck verifizierte Berichte sollen von Facebook außerdem an passende Leser weitergeleitet werden.

Mit den aktuellen Bemühungen um die Präsidentschaftswahl in Frankreich will Facebook sein Fake-News-Image loswerden. Nach der Präsidentschaftswahl in den USA hatten Medienexperten behauptet, der Wahlausgang zu Gunsten von Donald Trump sei wesentlich durch Falschmeldungen in sozialen Netzwerken beeinflusst worden. Seitdem hat Facebook seine Bemühungen im Kampf gegen Fake News verstärkt.

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