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Google und Facebook bekämpfen Fake-News

07.04.2017 | 14:23 Uhr |

Ab heute wollen Google und Facebook verstärkt gegen Falschmeldungen vorgehen. Google mit dem Faktencheck und Facebook unter anderem mit einem Warntool.

Facebook will ab heute stärker gegen Fake-News vorgehen. Dazu will das soziale Netzwerk zum Beispiel die wirtschaftlichen Anreize für Fake-News bekämpfen, weil die meisten Falschmeldungen finanziell motiviert seien. Spammer verdienen Geld, indem sie sich für seriöse Nachrichtenorganisationen ausgeben und Falschmeldungen posten. Diese Meldungen sollen Personen dazu bewegen, ihre Webseiten zu besuchen, die oft hauptsächlich aus Werbeanzeigen bestehen, wie Facebook ausführt.

Facebook möchte deshalb mithilfe seiner Community und externer Faktenprüfer die Erkennung von Falschmeldungen verbessern, um die Verbreitung solcher Meldungen einzudämmen und sie somit unwirtschaftlich zu machen. Den Urhebern von Falschmeldungen soll es so schwer wie möglich gemacht werden, Werbeanzeigen auf der Facebook-Plattform zu kaufen.
Maschinelles Lernen soll die Response-Teams von Facebook bei der Erkennung von Betrug sowie bei der Durchsetzung seiner Richtlinien gegen nicht authentische Spam-Konten unterstützen.

Außerdem will Facebook seine Erkennungsmechanismen für gefälschte Konten verbessern, um breit gestreutes Spammen zu erschweren. Hierzu will Facebook sein Rankingsystem für den News-Feed verbessern. Unter anderem, indem Facebook besser auf die Reaktionen seiner Community hört. Facebook habe nämlich festgestellt, dass manche Artikel wesentlich seltener geteilt werden, nachdem sie gelesen wurden. Das sei für Facebook ein Zeichen dafür, dass sie auf irgendeine Weise irreführend sind.

Außerdem will Facebook das Ende 2016 eingeführte Melden von Fake-News erleichtern. Zudem will Facebook, wie schon seit längerer Zeit bekannt, mit Partnern wie Correctiv zusammenarbeiten, um Fakenews enttarnen zu lassen. Allerdings tut sich Facebook schwer damit geeignete Partner zu finden.

Außerdem zeigt Facebook bei jedem Nutzer oberhalb des News-Feed einige Tage lang ein Tool an, dass ihm Hinweise zum Erkennen von Fake-News geben soll.

So versucht Facebook das Melden von Fakenews zu erleichtern.
Vergrößern So versucht Facebook das Melden von Fakenews zu erleichtern.
© Facebook

Google Faktencheck

Google wiederum hat seinen Fakten-Check für Google-News und die Google-Suche weltweit aktiviert. Dabei zeigt Google zu einem Eintrag auf Google-News oder zu einem Eintrag in der Trefferliste an, welche Behauptung überprüft wurde, was die Quelle der Behauptung war, welche Publikation die Behauptung überprüft hat und was das Ergebnis der Überprüfung war: Ob also die Behauptung richtig ist oder falsch.
 
Erfüllt der Faktencheck des Publishers bestimmte Vorgaben, so nimmt Google die Zusammenfassung des Faktenchecks in seine Suchergebnisse auf.
 
Der Fakten-Check soll aber nicht für alle Such-Ergebnisse verfügbar sein. Zudem könne es Google zufolge vorkommen, dass mehrere Medien eine Meldung auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und zu unterschiedlichen Ergebnissen kämen.

Bei Redaktionsschluss konnten wir den Fakten-Check von Google noch nicht entdecken.




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